100 Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien

Und so funktioniert Klimaschutz: Spätestens 2040 zu 100 % erneuerbare Energien, Magazin Sonne Wind & Wärme. Im Jahr 2012 beliefen sich die weltweiten staatlichen Subventionen für erneuerbare Energien auf rund 100 Milliarden Dollar. 100 % erneuerbare Energien im Stromnetz: Am 1. Mai 2018 war es soweit! Der Bundesverband Erneuerbare Energien e.

V..... Niederösterreich hat in den letzten 10 Jahren den Anteil der erneuerbaren Energien am Strom von 80 auf 100 Prozent gesteigert.

Ist die 100-prozentige Marke für erneuerbare Energien bereits durchbrochen? Zur Auslegung von Strommarktdaten

Die 100%ige Deckung des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien - die viele vor 15 Jahren als Utopie abgelehnt hätten - ist nun in Reichweite. Bislang war dies nur für Einzelmomente pro Jahr der Fall, aber im Jahresdurchschnitt 2017 wurden 36 Prozentpunkte des Energieverbrauchs durch konventionelle Verfahren gedeckt und damit mehr als 60 Prozentpunkte.

Selbst wenn es bis zur permanenten Versorgung noch einiges zu tun gibt, wäre eine kurzfristige Versorgung durch erneuerbare Energien zunächst auch ein bedeutender sowohl zeichenhafter als auch konkreter Zwischenziel. Da bereits im Frühjahr 2017 90-prozentiger Anteil des Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt war und sowohl auf See als auch an Land ein deutlicher Anstieg der Windenergie erreicht wurde, wurde für 2018 mit einem Durchbruch der 100-prozentigen Marke gerechnet: Da an windigen Tagen im Hochsommer nur wenig Sonnenstrom produziert wird, hatte kaum jemand mit der Erwähnung neuer Ökostrom-Rekorde bereits zum Jahresanfang zu rechnen.

Das ZDF hat am vergangenen Wochenende einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht und einen neuen Höchstwert angekündigt: 95 Prozentpunkte und damit nahezu der gesamte Strombedarf waren für einige wenige Autostunden aus erneuerbaren Energien gedeckt. Die Angaben basieren auf dem Agrarameter des Think Tanks Agora Energiewende. Die hohen Werte könnten durch den vergleichsweise niedrigen Energieverbrauch an Feiertagen und durch den kräftigen Aufwind in den frühen Morgenstunden erklärt werden, so der Artikel.

Selbst wenn die Differenzen gering sind, sind sie ausschlaggebend für die Fragestellung, wann erstmalig in Deutschland eine kurzfristige Komplettversorgung erzielt wurde. Dies ist zum einen auf die darstellbare zeitliche Spanne zurückzuführen: Während der Altparameter nur stündlich Messwerte anzeigt und dementsprechend Mittelwerte für diesen Zeitabschnitt berechnet, ist es auf der SMARD-Plattform auch möglich, Messwerte bis zur nächsten Viertelstunde anzuzeigen - und da die 100-prozentige Spanne nur für kurze Zeit zwischen sechs Uhr morgens und sechs Uhr abends zu erreichen war, war die Bildschirmauflösung im AGORAMER zu ungenau.

Inwieweit die erneuerbaren Energien am Silvestermorgen höchstens 95 oder 98 oder für kurze Zeit mehr als 100 Prozentpunkte des Energieverbrauchs abdeckten, kann nicht mit absoluter Sicherheit bestätigt werden. Fest steht, dass Anfang 2018 allein durch die Einspeisung aus erneuerbaren Energien eine sehr gute Deckung des Energieverbrauchs ohne Versorgungsprobleme erzielt wurde.

Obwohl die sehr gute bis flächendeckende Deckung des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien ein bedeutender Schritt bei der Neustrukturierung unserer Versorgung war, sollte nicht übersehen werden, dass dies nur eine kleine Schnappschuss war - Deutschland hat im Jahr 2017, wie oben bereits geschildert, durchschnittlich nur 36,1 Prozentpunkte des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien erreicht, so dass es trotz der erheblichen Fortschrittsfortschritte noch ein langer Weg ist, bis wir eine völlig klimaschonende Elektrizitätsversorgung haben.

Beispielsweise hat sich der Treibhausgasausstoß trotz der erzielten Forschritte bei der Elektrizitätserzeugung in den vergangenen Jahren kaum verringert - auch weil der Anteil der erneuerbaren Energien in den anderen Verbrauchersektoren, vor allem im Transportwesen, wie im Strombereich, nicht gesteigert werden konnte und die Emissionen von Treibhausgasen dort noch zunahmen.

Dass auch im Transport- und Wärmebereich noch keine entsprechenden Erfolge zu verzeichnen sind, vermerkt die SZ und fügt hinzu, dass auch der Strombereich noch nicht hinreichend auf erneuerbare Energien eingestellt ist: Trotz der starken Verbrauchsabdeckung durch erneuerbare Energien hätten herkömmliche Kohlekraftwerke am Neujahrsfrühstück noch immer beträchtliche Mengen Strom ins Stromnetz einspeisen müssen, was zu einem Minuspreis von -76 EUR pro MW-Stunde hätte führen müssen.

Alles in allem hatte diese Verknüpfung von hohen RES-Einspeisungen und starren Grosskraftwerken dazu geführt, dass 2017 mehr Elektrizität aus Deutschland ins benachbarte Ausland transportiert wurde als je zuvor, zusammen 60,2 Milliarden Kilowattstunden und damit weitere sieben Prozentpunkte mehr als der bisherige Spitzenwert von 2016 - und der deutsche Elektrizitätsmarkt brauche daher mehr Flexibilitaet, so die Süddeutsche Zeit.

Die WELT beschäftigt sich auch mit dem Themenbereich der negativen Energiepreise und stellt diese nachhaltig in Frage - laut den Herausgebern dort würden diese auf den Wahnsinn der entstehenden Energie hinweisen, der von der zukünftigen Bundesregierung angegangen werden müsse. Patrick Greichen, Geschäftsführer von Agora Energywende, auch in der WELT, weist jedoch in einem Gastartikel auf eine andere Sichtweise dieses Phänomens hin:

Der Studie zufolge ist das Entstehen von negativen Preisen daher ein natÃ?rlicher Marktprozess, und das AusmaÃ? des PhÃ?nomens ist mit 180 Mio. (ein Prozentpunkt des gesamten Stromabsatzes) verhältnismÃ? So können erneuerbare Energien den Energieverbrauch in Deutschland bereits zu bestimmten Zeiten decken - auch wenn die 100-prozentige Marke für das neue Jahr gerade noch unterschritten wurde, ist das Eintreten in diesen Punkt nur eine Frage der Zeit.

Es bedarf jedoch weiterer Bemühungen, um unsere Stromversorgung in allen Bereichen nachhaltig und klimaschonend zu gestalten. der Energiebedarf ist groß.

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