Aldi Grüner Strom

Grüner Strom von Aldi

Der Discounter Aldi Süd bietet Ökostrom nun auch in zwei optionalen Modellen an. Inzwischen verkauft der Discounter auch Ökostrom. Auch die Aldi Süd-Gruppe wird in Zukunft Ökostrom anbieten. Mit Aldi, Lidl und Netto bieten wir unseren Kunden nun auch Stromverträge an. Die Niederlande: Ökostrom aus erneuerbaren Quellen.

So wird Kohle zu Grünstrom

Dank des EEG fliesst immer mehr Grünstrom durch das dt. Stromversorgungsnetz. Viele große Energieversorger nutzen dies noch immer, um bei der Kennzeichnung von Strom einen großen Teil der CO2-Emissionen unter den Teppich zu kehren - und das auf einer Rechtsgrundlage. "Die Aphorismen werden dem britischen Schriftsteller William Shakespeare zugeschrieben, könnten aber auch von jemandem seufzen, der mit der deutschsprachigen Stromabrechnung besser vertraut ist.

Wie schon im vergangenen Jahr hat das Unternehmen Lichtblick dies nun wieder geschafft. Basis für den von Lichtblick als "Klimacheck" bezeichneten "Klimacheck" für 50 große Stromanbieter ist die gesetzlich vorgeschriebene Strom-Label. In diesem Fall muss jeder Lieferant seine Angaben bis zum Stichtag des ersten Quartals eines jeden Geschäftsjahres publizieren - dieses Mal für den Strom-Mix 2016.

Sie muss die Herkunftsquellen ihrer Waren und die durchschnittliche CO2-Emission des jeweils angeboten Stromes aufführen. Im Jahr 2016 betrug der Ökostrom 33% des Strommixes, von denen rund 28%-Punkte nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) subventioniert wurden und daher über die Elektrizitätsbörse vertrieben werden mussten, und weitere 5%-Punkte flossen vom Produzenten bis zum Endverbraucher.

Für die Strom-Kennzeichnung ist das Verhältnis von 28 Prozentpunkten EEG-Strom von Interesse. Die Öko-Prozentsätze werden, wie gesetzlich vorgeschrieben, als so genannter "Grauer Strom" an der Wertpapierbörse gehandelt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten "Grauen Strom". Wer dort als Lieferant seinen Strom kauft, kann grundsätzlich im Strommix EEG-Strom melden - egal von welchem Elektrizitätswerk oder Produzenten er den Strom tatsächlich im Rahmen eines Liefervertrages abkauft.

In der Strom-Kennzeichnung geben sich die Firmen jedoch nicht damit zufrieden, "nur" die faktischen Anteile des letztendlich in ganz Europa gehandelten Stroms anzuzeigen. Es wird viel mehr unternommen, um das Grünbild zu verfeinern. Laut Lichtblick-Statistik können die "besten" Energieversorger ihren gemeldeten Ökostromanteil auf stolze 45 Prozentpunkte anheben.

Es ist bekannt, dass die Preise für Ökostromförderung ungleichmäßig auf die Endverbraucher umgelegt sind. Im Jahr 2016 gingen fast 23 Mrd. EUR konkret an Anlagenbetreiber von Wind-, Solar-, Biomasse- und anderen regenerativen Energieerzeugungsanlagen. Zumindest hier heißt es: Wer bereits mehr für das EEG bezahlt, kann dann einen größeren Prozentsatz an EEG-Strom in seinem Energieverbrauch mitberücksichtigen.

Natürlich wird dadurch kein Konsument zum Individuum, aber sein Lieferant kümmert sich um die Rechnungsstellung. Abhängig davon, wie viel die Abnehmer eines Energieversorgers zu den EEG-Kosten beitragen, kann der Ökostromanteil dann auf dem Etikett angezeigt werden. Sinnvoll: Der Anbieter kann sich mit Ökostrom aus dem EEG ausstatten und ihn in der Öffentlichkeit bewerben - nachdem seine Abnehmer ihn mit ihrem Beitrag zum EEG selbst versorgt haben.

Aber wenn man sich ansieht, wie Lichtblick es gemacht hat, was die Energieversorger wirklich und wirklich an Strom verbraucht haben, dann schwinden die Grünteile schnell. In der RWE-Tochter Innogy, die 2016 den am stärksten klimaschädlichen Strom aller 50 betrachteten Versorgungsunternehmen geliefert hat, wurde der 39-prozentige Anteil des EEG an der Stromkennzeichnung dann durch echte drei Prozentpunkte an Ökostrom ergänzt.

Die gesetzlich vorgeschriebene Stromerzeugung von Innogy soll durchschnittlich 495 g CO² pro produzierter kWh produzieren - in Wirklichkeit aber 813 g. Ebenso schwerwiegende Abweichungen zwischen der amtlich angegebenen und der tatsächlich erbrachten Leistung stellte Lichtblick auch bei Lieferanten wie Aldi SÜD ( "Pfalzwerke"), DB Energy, Eon, EWE, Vattenfall, Yello Strom ( "Eon") und Yello Strom (EnBW) fest.

Der aktuelle CO 2 -Abweichungswert liegt bei der Firma Iprimo ( "RWE") noch um mehr als 80 Prozentpunkte über dem im Label publizierten Grenzwert. Mit der aktuellen Strom-Kennzeichnung wird daher eine gesetzliche Greenwashing-Verordnung eingeführt. "Im Strombereich werden die gesetzlichen Vorgaben zur Schadstoffemission in der Praxis weit überschritten", sagt Gero Lücking, Lichtblick-Geschäftsführer für die Energetik.

Die Ökoelektrikerin fordert von CDU/CSU und SPD eine klare und offene Stromabzeichnung in den aktuellen Koalitionsgesprächen. Zukünftig sollen Energieversorger nur noch die Mengen an Energie deklarieren dürfen, die sie für ihre Abnehmer beziehen, und CO2-Emissionen richtig deklarieren. Nach Expertenmeinung kann das Stromproblem mit Öko- und Graumarkt nur gelöst werden, wenn der EEG-Strom von den Lieferanten unmittelbar an die Verbraucher abgegeben wird.

Ökostrom bleibt somit von A bis Z Ökostrom. Auch ein Lieferant wie Lichtblick muss in der Stromabzeichnung einen EEG-Stromanteil für seinen Ökostrom angeben - genauer gesagt 45 Prozentpunkte - obwohl das Unter-nehmen, wie es hervorhebt, seine Abnehmer zu 100 Prozentpunkten mit selbst bezogenem Ökostrom ausliefert. Die Wahnsinnigkeit der Elektrizitätskennzeichnung hat nur eine gewisse Methodik.

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