Anteil an Erneuerbaren Energien in Deutschland

Erneuerbare Energien in Deutschland

zur Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und die Nachfrage in Deutschland, in TWh. Erstmals wird der deutsche Strombedarf kurzfristig durch erneuerbare Energiequellen gedeckt.

Prozentualer Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendverbrauch - Strommix - NI - Zahlen und Daten zur Förderung der erneuerbaren Energien in den Einzelstaaten

Nach Bayern ist Niedersachsen flächig das nach Bayern am zweitgrößten Landes. Niedersachsen kann auch in den kommenden Jahren auf die Elektrizitätserzeugung aus Windenergie mitwirken. Nach Bayern hat das Nordbundesland das nach Bayern am zweithöchsten Expansionspotenzial. Die erneuerbaren Energien haben einen Anteil von rund 15 Prozentpunkten am Gesamtenergieverbrauch (2014). Egal ob Primär- oder Endenergieverbrauch: Diese Indikatoren zeigen, wie viel Strom die Länder zur Abdeckung ihres Strom-, Wärme- aufkommens und welche Energiequellen - ob konventionell oder regenerativ - genutzt wurden.

Baden-Württemberg: Bayern: Berlin: Brandenburg: Bremen: Die Berechnung des Bruttoendenergieverbrauchs erfolgt nach der EU-Richtlinie 2009/28/EG und beinhaltet im Unterschied zum sonst in der Regel in deutschen Energielisten erfassten Energieendverbrauch auch Fackel- und Netzverluste. Daher kann der hier vorgestellte Anteil der erneuerbaren Energien leicht von den Zahlen in den Energielisten der einzelnen Staaten abweichen.

Deutlicher Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien an der Energieerzeugung im I. Semester 2008

Die erneuerbaren Energien nehmen im deutschsprachigen Strom-Mix immer mehr zu. In der ersten Jahreshälfte 2018 wurde ein neues Rekordergebnis erzielt. Wie die neuesten Ergebnisse des Frauenhofer Instituts für Energietechnik belegen, stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Energieerzeugung in Deutschland im ersten Quartal 2018 auf 41,5 vH. Rund 20 Prozentpunkte davon stammen aus der Windkraft, während der sonnenreiche Frühling einen Anteil von über 8 Prozentpunkten am Solarstrom lieferte.

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Insgesamt erzeugten die erneuerbaren Energieträger Sonne, Windkraft, Wasserkraft und erneuerbare Energien in der ersten Jahreshälfte 2018 rund 113 MWh. Die öffentliche Netto-Stromerzeugung, d.h. der tatsächliche Strom-Mix aus der Steckdose, betrug rund 41,5 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bewertung durch das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg (ISE).

Die Windkraft ist nach wie vor die bedeutendste Energieressource. Er erzeugte im ersten Semester 2018 ca. 55,2 Mrd. kWh und war 7,3 Mrd. kWh höher als im ersten Semester 2017, der Anteil des Onshore-Windes liegt bei ca. 46,1 Mrd. kWh, der der Offshore-Wind bei ca. 9,1 Mrd. kWh. In der ersten Jahreshälfte erzeugte die Energie aus Wasser ca. 12,5 Milliarden Kilowattstunden, 0,6 Milliarden Kilowattstunden weniger als in der ersten Jahreshälfte 2017. 23 Milliarden Kilowattstunden wurden aus Biobiomasse erzeugt, leicht unter dem Vorjahresniveau (24 TWh).

Das starke Wachstum ist nahezu ausschliesslich auf das Klima zurückzuführen, so die Analyse des Internationalen Wirtschaftsforums für Erneuerbare Energien (IWR) in Münster. In der ersten Jahreshälfte 2018 war das Wachstum der Stromproduktion aus Wasserkraft mit 1,3 bis 8,3 Mrd. Kilowattstunden und des Solarstroms mit 1,6 bis 21,4 Mrd. Kilowattstunden signifikant niedriger.

So kann Deutschland den Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch von heute 40 auf 65 Prozentpunkte bis 2030 steigern und damit das im Kooperationsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD festgelegte Ergebnis vorantreiben. Dies belegt eine in der vergangenen Handelswoche veröffentlichte Auswertung des Think Tanks Agora Energiewende. Er berücksichtigt in zwei Abschnitten sowohl den erforderlichen Ausbau von Wind- und Solarkraftanlagen zur Erreichung des 65%-Ziels als auch die zu treffenden Vorkehrungen für die Einbeziehung von Strom aus erneuerbaren Quellen in das Stromnetz.

Angesichts des heutigen Stromverbrauchs erfordert das 65%-Ziel jährlich neue Anlagen mit einer Leistung von mind. vier GW an Onshore-Windenergie und fünf GW an Photovoltaik. Im Falle der Windenergie ist dies ein Anstieg, der leicht unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte, während bei der Photovoltaik ein Anstieg von fünf GW eine Verdopplung darstellt.

Neben diesen Techniken soll auch das Zielvorhaben für die eingesetzte Kapazität der Offshore-Windenergie von 15 auf 20 GW im Jahr 2030 - und damit auf das ursprünglich angestrebte Niveau - angehoben werden. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien kann durch ehrgeizige Energieeffizienzmassnahmen erheblich reduziert werden, was zusätzlichen Spielraum für die Realisierung der Energiesystemtransformation aufzeigt.

Laut Agora sind die mit dem höher gesteckten Ziel der erneuerbaren Energien verbundenen Mehrkosten sehr niedrig. Gegenüber dem EEG 2017, das 2030 nur einen Anteil von rund 50 Prozentpunkten der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch vorsieht, wird die EEG-Abgabe bis 2030 voraussichtlich um durchschnittlich 0,4 Cents pro kWh steigen.

In einem zweiten Teil werden zwölf Massnahmen zur zukünftigen Einbindung der erneuerbaren Energien in die Elektrizitätsnetze von 2018 bis 2030 aufgeführt. Ebenso rasch könnte der Antrag auf Ausschreibung von Windkraftanlagen nach regionalen Kontingenten umgesetzt werden, was laut Agora zu weniger Netz-Engpässen führen, den Strombedarf reduzieren und damit die Netzbelastung entlasten würde.

Schliesslich wird empfohlen, das Energienetz in den nächsten Jahren für die Zeit nach 2030 nachzurüsten: Wenn bis zur Jahresmitte 2020 die großen Nord-Süd-Strom-Autobahnen (HGÜ-Leitungen) gebaut werden, sollten bereits leere Leitungen oder Zusatzkabel auf Lager gelegt werden, um nach 2030 weitere große Netzprojekte zu verhindern. Unter www.agora-energiewende. de steht die Studie "Stromnetze für 65 prozentige Nutzung erneuerbarer Energien bis 2030" zum kostenlosen Herunterladen bereit.

Die von Agora Energywende durchgeführte Studie "Stromnetze für 65 Prozentpunkte der erneuerbaren Energien bis 2030" bekräftigt die Vermutungen des Deutschen Windenergieverbandes, auch wenn die verschiedenen Vermutungen und Lösungsansätze durchaus noch ausführlich diskutiert werden müssen.

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