Anteil Erneuerbare Energien Deutschland 2015

Erneuerbare Energien Anteil in Deutschland 2015

Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtbrutto. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch soll bis 2025 gemäß den Zielen des EEG 2014 weiter auf 40-45 Prozent steigen. Bis zum 31. Dezember 2015 sollte der Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergiemix bereits hoch sein.

Spitzenjahr 2015 für erneuerbare Energien in Deutschland

In der jährlichen Evaluierung des Agora Energy Turnaround 2015 wurde festgestellt, dass mehrere neue Höchstwerte im deutschsprachigen Stromnetz erreicht wurden: Beispielsweise haben erneuerbare Energien mehr Elektrizität geliefert als jede andere Energiequelle in Deutschland: Jede dritte in Deutschland verbrauchte kWh (32,5 Prozent) kam aus Wind-, Sonnen-, Wasser- und Bioenergieanlagen. In der Vorjahresperiode waren es 27,3 vH.

Übersicht über die zehn bedeutendsten Analysepunkte zum Zustand der Energiesystemtransformation im Stromsektor: Regenerative Energien: 2015 war ein Jahr der Höchstleistungen. Die Windkraft zum Beispiel verzeichnet ein Rekordwachstum von 50 Prozentpunkten, während die regenerativen Energien mit einem Anteil von 30 Prozentpunkten an der Stromproduktion bei weitem die dominante Stromquelle sind. Mittlerweile deckt sie 32,5 Prozentpunkte des Energieverbrauchs.

Elektrizitätsverbrauch: Im Jahr 2015 stieg der Elektrizitätsverbrauch wetterbedingt leicht gegenüber dem Vorjahreswert, während die Volkswirtschaft um rund 1,7 Prozentpunkte zulegte. Allerdings geht die Entkoppelung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum nicht zügig voran: Während das energiepolitische Konzept der deutschen Regierung darauf abzielt, den Energieverbrauch bis 2020 um 10 Prozentpunkte gegenüber 2008 zu senken, betrug der Einbruch im Jahr 2015 nur minus 3,4 Pro-zent.

Herkömmliche Energien: Kernkraftwerke und gasbetriebene Kraftwerke erzeugten etwas weniger Elektrizität als im Jahr zuvor, während die Erzeugung von Elektrizität aus Braunkohle und Kohle nahezu unverändert war. Weil die regenerativen Energien den heimischen Stromnachfragebedarf zunehmend abdecken, dringt die deutsche Kohlekraft zunehmend in den Exportbereich vor. Die Strombilanz CO hat sich gegenüber dem Jahr zuvor aufgrund des nach wie vor starken Anteils der Kohlekraftwerke kaum geändert.

In Deutschland sind die gesamten Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 leicht angestiegen und werden 2015 bei -26 Prozentpunkten sein. 2020 wird es daher immer schwieriger, das deutsche Klimaziel zu erreichen. Stromausfuhren: Die Stromausfuhren sind auch im Jahr 2015 wieder stark angestiegen. Der physikalische Stromfluss erreichte per se ein Rekordniveau von 50 Terrawattstunden. Per se sind das rund acht Prozentpunkte der Stromerzeugung.

Bezogen auf die Handelsströme wurden 61 Terrawattstunden netto ausgeführt, 50 Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Insbesondere die Niederlande, Österreich und Frankreich kaufen Elektrizität aus Deutschland ab. Denn Deutschland hat nach Skandinavien die niedrigsten Stromhandelspreise in Europa. Im Jahr 2015 sind die Stromkosten an der Strombörse weiter gesunken. In der zweiten Hälfte des Jahres 2015 kostet der Stromverbrauch für die Jahre 2016 bis 2019 weniger als 30 Euro pro Megawattstunde.

FlexibilitÃ?t: 2015 zeigt ein uneinheitliches Gesamtbild der FlexibilitÃ?t des Stromnetzes. Während sich die Anzahl der Arbeitsstunden mit negativem Stromverbrauch auf 126 (2014: 64 Stunden) nahezu verdoppelt hat, fiel der Durchschnittspreis für negativem Strom im Jahr 2015 auf 9 EUR pro MW-Stunde (2014: minus 15,55 EUR). Rekordverdächtig: Der Tag mit dem zeitweilig größten Anteil an regenerativen Energien war der 24. April, an dem 83,2 Prozentpunkte des Energieverbrauchs von 13:00 bis 14:00 Uhr durch erneuerbare Energien abgedeckt wurden.

Während der Teilsonnenfinsternis am kommenden Wochenende wurde das Stromnetz getestet: Das Stromnetz hat die sehr hohen Fluktuationen in der landesweiten Solarstromerzeugung sehr gut verkraftet. Stimmungslage: Die Grundgesamtheit befürwortet die Transformation des Energiesystems nach wie vor mit großer Mehrheitsbeteiligung, 90 Prozentpunkte der Menschen betrachten die Transformation des Energiesystems als "wichtig" oder "sehr wichtig". Die Solarenergie (85 Prozent) und die Windenergie (77 Prozent) sind als Hauptenergieträger erwünscht, während die Kernkraft und die Steinkohle dagegen nur acht bzw. fünf vorziehen.

Prognose 2016: Im Kraftwerksbereich wird der Anteil der Atomenergie leicht sinken, die regenerativen Energien werden durch den Ausbau von Windenergieanlagen wahrscheinlich weiter wachsen.

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