Anteil Regenerative Energien Deutschland 2016

Erneuerbare Energien in Deutschland 2016

Das bedeutet, dass der Anteil im Vergleich zu 2016 konstant bleibt. 2017, Aktie, Deutschland, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung, Strommix. Dadurch reduziert sich der Anteil des Strommixes auf 13%[- 10% gegenüber 2016]. Mit rund 23 Prozent (2014) gehört der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch zu den höchsten in Deutschland. Welche Bedeutung haben die unterschiedlichen Anteile für die erneuerbaren Energien?

Die umweltschonende Energieerzeugung ist seit Jahren auf dem Vormarsch. Deshalb ist es wichtig.

In der Strombranche ist der Energiewendeprozess auf dem richtigen Weg. Im ersten Halbjahr 2017 ist der Anteil des Stromes aus regenerativen Energien am deutschen Strommixt ur auf den Rekordstand von 37,8 zulegen. Aber auch im Bereich Heizung und Transport liegt die Erschließung der regenerativen Energien in Deutschland im Großen und Ganzen deutlich unter Plan.

Die Bezeichnung Strommixtur bezieht sich auf die proportionale Verteilung der in Deutschland produzierten Elektrizität nach Energiequellen (erneuerbare und herkömmliche Energieträger). Schon seit einigen Jahren verlagert sich der Mischungsverhältnis zugunsten der EE. Hintergründe dafür sind die Energierückführung und der Beschluss zum Atomausstieg bis 2022 sowie die angestrebte Erhöhung der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie.

Die Energieträger Steinkohle, Kernkraft, Gas und erneuerbare Energien tragen zur Energieversorgung bei. Noch immer wird in Deutschland der Großteil der Elektroenergie aus Steinkohle mitgebracht. Die Problematik bei der Elektrizitätserzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ihre eingeschränkte Verfügbarmachung und die durch CO2-Emissionen verursachten Klimaschäden. Kernkraftwerke machen nach wie vor einen großen Teil der Stromproduktion aus.

In dieser Größenordnung zählen Wind- und Solarenergie, Wasser und Energie aus erneuerbarer Energie zu den regenerativen Energiequellen. Deren Anteil am dt. Energiemix wächst stetig und hat sich seit 1990 mehr als verdreifacht. Bereits 2016 waren im Strom-Mix für Deutschland 29,5 Prozentpunkte erneuerbarer Energien berücksichtigt. An zweiter Stelle steht die Stromerzeugung aus Steinkohle (2016: 23,1 Prozentpunkte, 1990: 31,1 Prozent).

Im Jahr 2016 betrug ihr Anteil noch 13,1 Prozentpunkte und damit weniger als die Haelfte von vor 25 Jahren. Aber auch die Stromproduktion aus dem fossil befeuerten Gas verzeichnete ein Wachstum (1990: 6,5 Prozentpunkte, 2016: 12,1 Prozent). Nachteilig für erneuerbare Energiequellen sind die jahreszeitlichen und wetterbedingten Produktionsschwankungen.

Angesichts der Knappheit der fossilen Energieträger und des Klimas gibt es jedoch keine Alternative zur Erzeugung von Elektrizität aus regenerativen Energien. Damit könnte 10,3 Prozentpunkte mehr sauberen Elektrizität aus regenerativen Energien gewonnen werden als im Jahr zuvor. Entsprechend wurden im ersten Halbjahr 2017 rund 21 Milliarden Kilowattstunden Photovoltaik in das Stromnetz eingespeist.

Damit stieg die Erzeugung gegenüber dem Jahr zuvor um ca. 1,9 Mrd. kWh oder 10,1 vH. So betrug der Anteil der Sonnenenergie an der täglichen Gesamtenergie aller Stromerzeuger am 27. März maximal 20,2 vH. Bei der monatlichen Stromproduktion von PV-Anlagen betrug die Leistung im Monat 5,57 kWh, was auf dem Stand der Atomenergie mit 5,65 kWh liegt.

In der ersten Jahreshälfte 2017 erzeugte die Windkraft ca. 48,6 Mrd. kWh und war damit 7,6 Mrd. kWh höher als in der ersten Jahreshälfte 2016. Die Windkraft war damit nach der Braun- (68 TWh) die zweitstärkste Energielieferanten und vor den Energieträgern Stein- (47,4 TWh), Kernkraft (31,8 TWh) und Naturgewinn- (24 TWh). Solar- und Windturbinen erzeugten in den ersten sechs Monaten 2017 zusammen rund 69,6 Milliarden Kilowattstunden, verglichen mit 60 Milliarden Kilowattstunden in der ersten Jahreshälfte 2016, womit sie unter den Stromerzeugern an erster Stelle stehen und erstmalig mehr Elektrizität als Braunbraunkohle (68 TWh) produzieren konnten.

In der ersten Jahreshälfte erzeugte die Energie aus Kraftwerken ca. 10,6 Mrd. kWh, 1,7 Mrd. kWh weniger als in der ersten Jahreshälfte 2016, wobei auf die Energie aus Biorohstoffen ca. 24,4 Mrd. kWh entfallen. Insgesamt erzeugten die regenerativen Energieträger Sonne, Windkraft, Trinkwasser und Biokraftstoffe in der ersten Jahreshälfte 2017 rund 104,5 MWh.

Dies sind rund acht Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Für Deutschland hat der Strommixtur im Jahr 2017 einen Anteil am Ökostrom von rund 37,8 Prozentpunkten - ein Spitzenwert. Dies ist in der Elektrizitätsrechnung vermerkt und gibt die Komponenten der Energiequellen an, aus denen der Elektrizitätsbedarf des Konsumenten gedeckt wurde. Dieses Stromkennzeichen wird auch als Elektrizitätsmix bezeichnet und verweist für den Konsumenten nur auf seinen Lieferanten.

Über das von der EU anerkannte Zertifizierungssystem EECS (European Energy Certificate System) kann die Quelle und damit die Güte unseres Ökostroms klar einem spezifischen Produzenten zugeordnet werden. Denn sie ist mehr als nur Elektrizität. Um eine erfolgreiche Energierückgewinnung zu erreichen, sollen fossile Brennstoffe nicht nur im Strombereich, sondern auch in den Sektoren Heizung, Kühlung und Transport schrittweise durch regenerative Energien abgelöst werden.

Allerdings ist die wirtschaftliche Situation hier ins Stocken geraten und der deutsche Strommix ist inaktiv. Die Wärme- und Kälteerzeugung sowie der Transport werden in Deutschland im Unterschied zum Stromsektor noch heute zu einem großen Teil durch fossile Brennstoffe abgedeckt. Im Jahr 2016 lag der Anteil der regenerativen Energien am Gesamtenergieverbrauch bei nur 14,6 Prozentpunkten und nimmt nur sehr schleppend zu.

Nach der EU-Richtlinie muss der Anteil der Energien aus regenerativen Energien am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2020 18% betragen. In einer neuen Untersuchung geht der BEE jedoch nur noch von 16% aus. Die Nutzung von Elektrizität aus regenerativen Energien ist ein viel versprechender Weg, um die Energierevolution in den anderen Bereichen voranzubringen.

Wenn Ökostrom zur Reduktion fossiler Energien in anderen Gebieten eingesetzt wird, spricht man von einer Branchenkopplung.

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