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Latest news about Care Energy. newslab UG (haftungsbeschränkt) / GmbH. Die Care Energy AG storniert Kunden rückwirkend bei zahlreichen Netzbetreibern. Das Care Energy TV informiert über die Marke Care Energy. Die Energiedienstleister Care-Energy haben eine Kooperation in sich.

Welche Erwartungen können Netzwerkbetreiber, Zulieferer und Endverbraucher heute haben?

Zur Bestimmung der eigenen Rechtslage gegenüber Care-Energy müssen die Vereinbarungen mit dem entsprechenden Unternehmen geprüft werden. Aus der Insolvenzhoheit des Bundesgerichtshofs seit 2012 sowie den Rechtsgrundlagen des Energie- und Insolvenzrechts resultieren wesentliche Randbedingungen. Im Energierecht sind die Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) für Endverbraucher (vor allem für die Ersatzlieferung), für Netzbetreiber (Lieferantenrahmenverträge/Netznutzungsverträge) und für Versorger (EFET-Verträge, Lieferverträge) zu berücksichtigen.

Laut der ersten Stellungnahme des provisorischen Konkursverwalters soll der Konzern fortgesetzt und die Versorgung der Verbraucher provisorisch gesichert werden. Aus energie- und insolventenrechtlicher Hinsicht scheint dies fragwürdig. Durch die Energiemarktregeln wird die gute Aussichten auf eine Fortsetzung eingeschränkt (wie die Beispiel TelDaFax und FlexiStrom zeigen). Ausschlaggebend dafür sind vor allem die Vorschriften über die Ersatzpflege.

Aus insolvenzrechtlicher Sicht ist zu beachten, dass der Konkursadministrator mit der Fortsetzung des Unternehmens einem erheblichen wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt ist (Vorfinanzierung der Energiebeschaffung). Ihre Rechte werden auch die GeschÃ?ftspartner von Care-Energy (Lieferanten, Netzbetreiber, Kunden) aushandeln. In der Regel schliessen die Versorger mit Firmen wie Care-Energy einen Vertrag über die Versorgung mit Elektrizität und Gashub.

Damit können Anbieter bereits jetzt ihre früheren Aufträge im Rahmen eines provisorischen Insolvenzverfahrens kündigen. Dabei sollen die vorhandenen Kontrakte zeitnah überarbeitet, Kündigungsoptionen wahrgenommen und Schadensersatzansprüche erhoben werden. Die Anbindung der Verteilernetzbetreiber an Care-Energy erfolgt über einheitliche Versorgerrahmenverträge, nach denen der Stromnetzbetreiber für den Verkehr oder die Distribution von Elektrizität und Erdgas verantwortlich ist. Von Care-Energy bekommen die Verteilungsnetzbetreiber im Gegenzug eine so genannte Netznutzungsgebühr.

Man fragt sich, ob es möglich ist, die Lieferanten-Rahmenverträge auf der Grundlage des Antrags von Care-Energy zu kündigen. Dabei wird auch ausschlaggebend sein, ob die Netzwerkbetreiber die jüngst von der Bundesnetzagentur (Strom) oder den Verbänden (KoV für Gas) für die Zahlungsunfähigkeit des Netzbenutzers (Care Energy) eingerichteten Vertragsmechanismen erfüllen.

Industrie und Endverbraucher, die Elektrizität oder Erdgas von Care-Energy unter Niedrigspannung oder niedrigem Druck einkaufen, brauchen aufgrund des Insolvenzantrages von Care-Energy keine Angst um ihre Versorgung zu haben. Ungeachtet der Bekanntgabe des provisorischen Konkursverwalters, die Lieferung fortzusetzen, gelten in jedem Fall die Sicherheitsmechanismen des EnWG. Die Versorgung der Abnehmer wird durch die sogenannte Ersatzlieferung des Grundlieferanten gewährleistet.

Allerdings sind im Zusammenhang mit der Ersatzpflege signifikant höhere Preise zu erwarten. Deshalb sollten sich Endverbraucher (Niederspannung bzw. Niederdruck) so rasch wie möglich einen anderen Energielieferanten aussuchen, ihre Arbeit bei Care-Energy kündigen und so ihre wirtschaftlichen Verluste auf ein Minimum beschränken. Industrielle Kunden, die in Hochspannungs- oder Hochdruckstufen verbunden sind, sollten sich sofort um einen neuen Anbieter bewerben, da hier die rechtlichen Vorschriften zur Ersatzlieferung nicht gelten.

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