Elektrospeicherheizung Ersetzen

Warmwasserbereiter ersetzen

Strom ist eine hochwertige Energie und sollte nicht verbrannt werden. Die Anleitung gibt Auskunft darüber, wie direkte elektrische Heizsysteme ersetzt werden können. In diesem Video wird gezeigt, wie in einem Haus im Berner Jura elektrische Heizungen durch Infrarot-Strahler ersetzt wurden. In den meisten Fällen gilt dies auch für die reine Elektroheizung. Bei einer Elektroheizung steht auch aufgrund des Alters irgendwann ein Ersatz an:

Elektrische Heizsysteme geben auch CO2 ab.

Die elektrische Heizung in neuen Gebäuden ist in den meisten Kantonswerken untersagt oder unterliegt strikten Einschränkungen. Auf der einen Seite ist Elektrizität eine kostbare und besser für Leuchten, Haushaltsgeräte oder Kraftfahrzeuge nutzbare Ressource, auf der anderen Seite aber auch, weil die zur Beheizung eines Hauses benötigte Elektrizitätsmenge genutzt werden kann, um drei bis vier weitere (mit der gleichen Wärmedämmung) zu erhitzen, wenn sie mit einer Wärmepumpe ausgerüstet sind.

Die Schweiz beheizt rund 5% der Haushalten mit elektrischen Heizgeräten und 25% der Brauchwassererwärmung mit Elektro. Nicht nur die bessere Dämmung veralteter Objekte, sondern auch der Austausch bereits installierter elektrischer Heizungsanlagen und Elektrokessel wird in den nÃ??chsten Jahren nötig sein. Weil unser Heimatland den Elektrizitätsverbrauch sinnvoll nutzen muss, nicht nur, um seine eigene Unabhängigkeit im Winter zu garantieren, sondern auch, um internationale Zusagen zu CO2-Emissionen zu erfüllen. Diese Zusagen müssen eingehalten werden.

Elektrische Heizgeräte und Heizungswärmepumpen (angetrieben von einem Elektrokompressor ) stoßen zwar ebenso wie elektrische Heizgeräte und Heizungen Kohlendioxid aus, jedoch indirekt. Der Grossteil des in der Schweiz erzeugten Elektrizitäts kommt zwar aus Wasserkraft- und Kernkraftwerken, aber unser Haus bezieht auch Elektrizität, vor allem aus Anlagen, die Steinkohle, Öl oder Gas verheizen. Berücksichtigt man diese Einfuhren, so setzt jeder Kilowattstunden Elektrizität, die hier verbraucht wird, durchschnittlich zwischen 80 und 110 g Kohlendioxid in die Luft frei - das ist der Schadstoffausstoß eines wirtschaftlichen Kleinwagens pro gefahrenem km.

Das ist aus Klimaschutzsicht schlechter als das direkte Heizen mit Wärmeträgeröl - mit dem einzigen Nachteil, dass die Schadstoffe im Außenbereich entstehen. Entweder "direkt" durch elektrische Heizung, d.h. über den Stromwiderstand im Kühler, der Elektrizität in Hitze verwandelt (z.B. kleine, sehr heiße Strahler; Kondensatoren, die die Lufttemperatur der daran vorbeifließenden Raumluft erwärmen; Speicherelemente, die allmählich die Hitze abgeben), oder mittels in den Boden eingegossener "Heizmatten", oder besser gesagt über in die Dämmschicht integrierte Stahldrähte.

Das so beheizte Haus braucht weder einen Heizraum, noch einen Schornstein, noch Heizungsrohre. Wenn ein Hausbesitzer seine direkte elektrische Heizung ersetzen will oder muss, müssen zunächst Heizwasserleitungen verlegt werden, damit das Warmwasser aufgeteilt werden kann: entweder in großen Heizkörpern (je größer die Fläche, desto niedriger die Temperatur), oder in Randstreifenheizungen (auch Sockelleistenheizungen oder Fußbodenheizungen oder in Fußbodenheizungen mit langgestreckten Heizbändern) oder in Fußbodenheizungen - was für alle Böden optimal, aber nicht ohne Weiteres durchführbarkeit ist.

Ein Elektroheizer kann auch "indirekt" eingesetzt werden - er wird dann an einen Rohrkreislauf angekoppelt, der das erhitzte Leitungswasser zu den Radiatoren oder zu den Wicklungen der Fußbodenheizung transportiert. Generell erfordert diese Art der Beheizung einen großen Wasservorrat, um den billigeren Nachtstromtarif für Elektrizität und damit eine Wärmereserve für den nächsten Tag aufzufüllen.

In den 1970er und 1980er Jahren wurden mittelbare elektrische Heizgeräte und elektrische Speicherheizgeräte propagiert, da in dieser Zeit viele Kernkraftwerke errichtet wurden, was zu einer Stromüberproduktion in der Dunkelheit beitrug. Wenn ein Hausbesitzer seinen Elektrospeicher ersetzen muss oder will, können die bestehenden Wasserleitungen dennoch zur Wärmeversorgung verwendet werden, da sie an eine WP, Fernwärme oder Holzfeuerung angebunden werden können - und ideal in Kombination mit Wärmesonnenkollektoren und/oder Photovoltaikmodulen.

Im Vergleich zu einem Elektrokessel verbraucht ein Wärmepumpenkessel bis zu drei Mal weniger Elektrizität. Die Abbildung verdeutlicht einen im Gewölbe eingebauten WP-Kessel, der dem Nebenkellerraum überflüssige Warmluft entzieht und zugleich als Entfeuchter dient. Der Elektrokessel kann durch einen Wärmepumpenkessel ersetzt werden. Sie kann die Abwärme unmittelbar aus der Raumluft entnehmen und die gekühlte und trockene Raumluft in den Wohnraum zurückführen.

Auch die Standorte für die Zu- und Abluft können sich in unterschiedlichen Räumlichkeiten befinden. So hilft der Wärmepumpenkessel, einen Weinkeller oder Trockenraum zu kühl oder zu trocknen. Es ist eine gute Alternative für einen Elektrokessel, da es drei Mal weniger Elektrizität benötigt. Wärmepumpenkessel können auch an eine Solartechnik angebunden werden.

Vor dem Austausch einer elektrischen Heizungsanlage sollte das Haus gedämmt, die Altfenster ausgetauscht und eine Belüftungsanlage eingebaut werden, die den Wärmeverlust so gering wie möglich halten. Wärmeschutz, Fensteraustausch, Belüftung, Solarsysteme für die Brauchwasser- und/oder Energieerzeugung sowie Heizen. Hausbesitzer, die eine elektrische Heizung ersetzen wollen, werden oft besonders unterstützt.

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