Energieeffizienz

Effizienz der Energieerzeugung

die Energieeffizienz in die Nachhaltigkeitsdebatte ein und beschreibt, wie sie gemessen werden kann. Die Energieeffizienz ist die sauberste, wirtschaftlichste und sicherste Ressource und darüber hinaus sofort verfügbar. Eine Querschnittsaufgabe ist die Steigerung der Energieeffizienz, die nur von der Gesellschaft als Ganzes bewältigt werden kann. Sie erfahren, wie Investitionen in die Energieeffizienz gefördert werden können. Einige Worte zur Energieeffizienz.

Energie-Effizienz und Energie-Einsparung

¿Energieeffizienz¿ ist was? Die Energieeffizienz ist das Maß für den Einsatz einer gewissen Wärmemenge zu ihrem Vorteil. Die Energieeffizienz eines Produkts oder einer Leistung ist mit weniger Energieaufwand verbunden. Beispiel: Eine 60 Watt Glühbirne kann 17 Std. mit einer kWh leuchtet, eine Energiesparbirne für die gleiche Leistung 90 Std. lang. Damit ist die Stromsparlampe energiesparender.

Um den Energiewendeprozess erfolgreich zu gestalten, ist es von entscheidender Bedeutung, sowohl die Energieeffizienz zu erhöhen als auch den Absolutenergiebedarf zu reduzieren. Der Energieendbedarf im Transportbereich soll bis 2050 um 40 Prozentpunkte reduziert werden (gegenüber 2005). Bis 2020 soll im Gebäudesektor der Wärmebedarf um 20 Prozentpunkte und bis 2050 der Primärenergieverbrauch um 80 Prozentpunkte gesenkt werden.

Welchen Beitrag leistet die Energieeffizienz zur Transformation des Energiesystems? Für den Erfolg des Energiewendeprozesses sind Energieeffizienz und Energieeinsparung unerlässlich. Angesichts des weltweit steigenden Energieverbrauchs und der steigenden Strompreise ist sie zu wertvoll, um verschwendet zu werden. Die Energieeffizienz ist der Eckpfeiler, auf dem der Aufbau erneuerbarer Energieträger basiert. Erneuerbare Energieträger sind auch mit Umweltauswirkungen behaftet.

Aus diesem Grund ist die umweltfreundlichste Form der Stromerzeugung diejenige, die man nicht einmal konsumiert, weil sie nicht produziert und befördert werden muss. Allerdings gibt es noch viele Hindernisse für die Erhöhung der Energieeffizienz. Viele Privathaushalte oder Firmen wissen zum Beispiel nicht, dass sie Chancen zur Erhöhung ihrer Energieeffizienz haben und dass dies in vielen FÃ?llen auch wirtschaftlich vertretbar ist.

Durch mehr Energieeffizienz könnte auch der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um bis zu 130 Mio. t reduziert werden. Es gibt z.B. in den Verbraucherzentren (Beratung in den Zentren und zu Hause), in der KfW-Bank (Energieberatung für kleine und mittlere Unternehmen) und in der Caritas (Stromspar-Check) entsprechende Leistungsangebote. Mit Projekten wie der Klimaschutz-Partnerschaft mit den Industrie- und Handelskammern nachstehend und dem Rationalisierungs- und Innovations-Center der Bundeswirtschaft werden gezielt Unternehmungen angesprochen.

Die gesetzlichen Anforderungen sollten die Anstrengungen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Volkswirtschaft begleiten (siehe unten). Die energieeffizienten Produktionstechnologien und deren Anwendung in der Fertigung sind auch für die Forschungsfinanzierung von großer Bedeutung. Im sechsten Programm zur Energieforschung stehen vier Prioritäten im Mittelpunkt, die sich auf die Energieeffizienz beziehen: Reduzierung des Energieverbrauchs im Produktionsprozess durch die Erschließung und Anwendung von neuen Prozessen und Werkstoffen in energiereichen Industrien, durch Anpassung von Verfahrensparametern, durch den Ersatz von Betriebsmitteln, durch den Einsatz von neuen oder verbesserten Bauteilen und durch die Neuorganisation und effiziente Nutzung von Elektroenergie auf der Abnehmerseite, aber auch bei der Dezentralisierung, Querschnittsfragen zur effizienteren Nutzung von Elektrizität und Abwärme und dem prozessübergreifenden EEG.

Mit der energetischen Sanierung von Gebäuden in privaten Haushalten ist ein weiteres Aktionsfeld verbunden. Die Eigenheimbesitzer werden über die KfW durch das Programm "Energieeffiziente Sanierung" mit günstigen Darlehen oder Fördermitteln zur Förderung ihrer Renovierungsmaßnahmen gefördert. Die Einsparpotenziale liegen nach Einschätzung zwischen 25 prozentig (Lüftungsanlagen) und 70 prozentig (Beleuchtung). Mit der Klimapartnerschaft mit den Industrie- und Handwerkskammern hat man sich zum Ziele gemacht, diese auch im Mittelstand weit verbreiteten Niedrigkostenpotenziale für Klima- und Energieeffizienz verstärkt zu entwickeln.

Als Teil der Energieeffizienzinitiative für KMU bekommen die Firmen einen Zuschuss für die Erst- oder Einzelberatung in der Größenordnung von 80 bzw. 60 Prozentpunkten der anfallenden Mehrkosten. Der Zuschuss beläuft sich auf bis zu 30 Prozentpunkte des förderungsfähigen Fördervolumens. Diese Vergütung erhält ein Unternehmer mit der neuen Regelung der sogenannten Spitzenvergütung in der Strom- und Energiesteuer nur, wenn er Energie- oder Umweltmanagementsysteme einführt.

Darüber hinaus können seit dem 1. Januar 2012 auch Abwärmenetze im Rahmen des Marktanreizprogramms gefördert werden. Dadurch soll das große Potenzial zur Einsparung von Energie durch die Nutzung von Abhitze besser ausgenutzt werden. Dies steht auch im Einklang mit den energie- und umweltfreundlichen Zielen der EUPolitik. Für Bundesgebäude soll der Heizwärmebedarf bis 2020 um 20 Prozentpunkte reduziert werden (im Vergleich zu 2010). Im Jahr 2050 soll ein fast CO2-neutraler Bestand an öffentlichen Gebäuden erzielbar sein.

Die Fortsetzung des "Energiesparprogramms für Bundesimmobilien" wird fortgesetzt. Ab 2012 werden alle neuen Bundesgebäude nach dem so genanntem Niedrigenergiehausstandard erbaut. Auch die erneuerbaren Energieträger sollen verstärkt für die Wärmeerzeugung genutzt werden. So werden beispielsweise die höchsten Energie-Effizienzklassen für Bürogeräte eingehalten. Bereits seit 2009 ist der Stromverbrauch in der unternehmenseigenen Informationstechnologie um ein Quartal zurückgegangen.

Eine energieeffiziente und emissionsarme Fahrzeugflotte ist ebenfalls ein Projekt. Was sind die wesentlichen Massnahmen, um den Arbeitsalltag energetisch effizienter zu machen und nachhaltig zu energiesparen? Die Energieverbräuche von Hitze, Elektrizität und Transport können weiter reduziert werden. Schließlich werden in Deutschland rund 40 Prozentpunkte der eingesetzten Wärmeenergie in Form von Gebäudeteilen genutzt, vor allem für Heizungs- und Warmwasserzwecke.

Wie bisher werden 24 Mio. Wohnungen als renovierungsbedürftig eingestuft. Die KfW hat mit ihren Fördersystemen gute Chancen, die weitere Renovierung bestehender Gebäude weiterzuverfolgen und so den Energiebedarf direkt und dauerhaft zu senken. In jedem Falle wird empfohlen, vor einer Renovierung einen Energieeinsparungsberater zu konsultieren, der auch nachts wiederkommt.

Doch auch über Renovierungsmaßnahmen hinaus kann im Haus Strom eingespart werden. Beispielsweise können hier Verbraucherzentren sowie Strom- und Klimaschutzbehörden eine kostenfreie Erstberatung per Telephon oder Internet anbieten. Grundsätzlich bekommen auch die Kundinnen und Endverbraucher der örtlichen Stromversorger kostenfreie Energieeinsparungstipps. Auch die einkommensschwachen Familien kommen in den Genuss des Energiesparchecks: Die Caritas sowie die Kfz- und Klimaschutzbehörden informieren die Bezieher von ALG VI, Sozial- oder Wohnungsbeihilfe über Sparmöglichkeiten und stellen Gratis-Sparhilfen zur Verfügung.

Inwiefern kann ich Wärmeenergie und damit verbundene Ausgaben einsparen? Das ist wirkungsvoller als das Schwenken von Fenstern und senkt den Energieverbrauch. Wenn Sie die Zimmertemperatur um ein Grade senken, können Sie rund sechs Prozentpunkte einsparen. Laut Abschätzungen beläuft sich der Energieverbrauch der eingesetzten Wärme- und Heißwasserpumpen auf rund zwei Prozentpunkte des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland.

Ein weiterer Weg, Geld zu sparen, könnte der Austausch einer veralteten Heizung sein. Modernste Heizsysteme sparsam im Verbrauch und emittieren in der Regel wesentlich weniger Luftschadstoffe als herkömmliche Systeme. Weitere Auskünfte erteilt das Bundesministerium für Wirtschaft mit Exportkontrolle und die KfW Bankengruppe. Welcher Mensch übernimmt mehr Eigenverantwortung für die Stromersparnis - Industrie oder Konsumenten?

Woher erhalte ich Ratschläge zur Energieeinsparung? Einen Überblick über die energiewirtschaftlichen Beratungsprogramme für die verschiedenen Nutzergruppen und die Experten finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. In der Energiefachdatenbank der Bundesförderprogramme und in den Verbraucherzentren finden sich neutrale Gutachter, die in den Förderschwerpunkten des Landes zur Energiedatenbank für Effizienzhäuser genehmigt sind.

Und ich will Elektrizität einsparen. Wie kann ich mich im Budget ausdrücken? Kühlapparate haben den höchsten Energieverbrauch im Haus. Bei uns können Sie ohne Investition ca. 50 EUR sparen: In den meisten FÃ?llen ist die Leistungsaufnahme eines Ã?lteren Typs unabhÃ?ngig von der FÃ?llmenge und selbst bei einer hochmodernen Anlage mit automatischer FÃ?llung wird im Energiesparprogramm nur etwa ein Viertel der energieeinsparend mit Halbbelegung und nicht etwa eine HÃ?lfte eingespart.

Elektrokocher statt Herd: Ein Elektrokocher verbraucht wesentlich weniger Strom als eine Heizung am Kocher. Kocher statt Ofen: Ein Kocher verbraucht bis zu dreimal so viel Strom wie ein Kochfeld. Eine Vorwärmung des Ofens ist bei jüngeren Backöfen in der Regel nicht erforderlich - 20 Prozentpunkte der eingesetzten Wärmeenergie können auf diese Weise gespart werden. Bei einem modernen Gaskocher wird nur die Hälfte der benötigten Leistung verbraucht wie bei einem Elektroherd.

Der Wirkungsgrad eines Glaskeramikkochfeldes ist 10 bis 20 Prozentpunkte höher als bei den herkömmlichen Gussplatten. Ein Induktionskochfeld hat die bestmögliche Auslastung. Laut Angaben der Bundesnetzagentur nehmen Verbraucher, die rund um die Uhr an das Netz angebunden sind und zwischen 20 und 24 Uhr am Tag im Standby-Modus sind, rund 485 kWh im Jahr verbrauch.

Gemessen am Energieverbrauch aller privaten Haushalte machen Standby-Verluste einen Anteil von gut elf Prozentpunkten am Energieverbrauch aus. Auf diese Weise kommen in Deutschland gut 14 Mrd. kWh oder knapp drei Prozentpunkte des Gesamtstromverbrauchs zusammen. Mit ein paar kleinen Tipps können Sie im Haus und in den Betrieben viel Kosten sparen: Welchen Sinn macht es, zu behaupten, dass "Energiesparlampen aufgrund ihres Quecksilber- und Phenolgehalts tendenziell schlecht bewertet werden"?

Energie-Sparlampen beinhalten geringe Quecksilbermengen sowie stabförmige Leuchtstoffröhren (umgangssprachlich oft irrtümlich als "Neonröhren" bezeichnet). Für energiesparende Lampen sind dies aktuell höchstens fünf Milligramm Hg pro Leuchte und für lineare Fluoreszenzlampen je nach Ausführung zwischen fünf und zehn Milligramm. In der Regel ist dies der Fall. Bester technischer Fortschritt bei energiesparenden Lampen sind bereits 1,23 mg.

Energieeinsparungslampen bergen bei bestimmungsgemäßer Verwendung und sachgemäßer Beseitigung kein Gefahrenpotenzial, da das Hg A nicht austritt. Detaillierte Informationen über den korrekten Einsatz von defekten Stromsparlampen gibt Ihnen das UBA. Entsorgte energiesparende Lampen müssen wegen ihres Schadstoffgehalts vom anderen Haushaltsmüll abgetrennt werden. Die Elektrizität stammt noch aus dem Stromnetz des Regionalnetzbetreibers.

Für welchen Stromanbieter Sie sich entscheiden, ist Sache jedes einzelnen Konsumenten. Nach dem EEG beteiligen sich alle Stromkonsumenten an der EEG-Abgabe zur Nutzung erneuerbarer Energieträger. Das bedeutet, dass jeder in Deutschland ansässige Stromkonsument regenerative Energieträger unterstützt, egal ob er seinen eigenen Energiebedarf bei einem Ökostromversorger deckt oder nicht. Die zertifizierten Grünstromanbieter setzen einen unterschiedlichen Anteil ihres Einkommens in den Neubau von Ökostromanlagen ein und steigern damit das Versorgungsangebot mit Elektrizität aus regenerativen Quellen.

Dabei muss jeder Konsument selbst bestimmen, welche Anforderungen für ihn an den Stromverbrauch gestellt werden und ob es entsprechende Offerten gibt. Grünstrom muss für den Letztverbraucher nicht teuerer sein als herkömmlich erzeugter Chrom. Der Grund dafür ist jedoch, dass es sich bei dem Großteil des eingesetzten Stroms um preiswerten Elektrizität aus Altwasserkraftwerken im In- und auswärtigen Bereich handelte, der keinen echten Anteil an der Transformation des Energiesystems hat.

Das Kürzel RECS steht für "Renewable Energy Certificate System". Sie soll den europäischen Handel mit grünem Elektrizität erleichtern und erneuerbare Energieträger aufwerten. Die RECS-Zertifikate bescheinigen, dass eine gewisse Strommenge nachwachsender Rohstoffe erzeugt und in das öffentliche Stromnetz Europas eingespeist wurde. Damit erhält sie das Recht, eine gewisse Strommenge als Grünstrom zu identifizieren und zu vermarkten.

Als Gegenleistung muss der Zertifikatsverkäufer die korrespondierende Ökostrommenge als herkömmlichen Elektrizität erklären und auflösen. Ein weiterer Weg ist die Teilnahme an einer Energiekooperative, an der sich die BÃ??rger beteiligen. In vielen Gemeinden werden derzeit Ansätze zur lokalen Energieerzeugung entwickelt, anstatt Elektrizität und Hitze zu kaufen.

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