Energiekosten 2015

Stromkosten 2015

Jährlicher Bericht 2015 Turbulentes Jahr der Energiepreise: Energiekostenentwicklung für einen Musterhaushalt 2015 im Vergleich zu 2000 und 2007 für Strom, Benzin und Heizöl. In Deutschland betrugen die Energiekosten eines Drei-Personen-Modellhaushalts* im Jahr 2014 insgesamt knapp 280 Euro pro Monat. Im Mittelpunkt steht die Optimierung der Energiekosten. Unternehmens-Zeitung 48 | Nr. 3 2015.

INNOVATION.

Strompreise sollen auf Rekordtiefststände im Jahr 2015 sinken.

Die Strompreise sind im aktuellen Jahr außerordentlich kräftig zurückgegangen. Dies hat es den Verbrauchern ermöglicht, erhebliche Kosteneinsparungen zu erzielen. Ausschlaggebend für den Einbruch waren unter anderem die in den letzten 18 Monaten gefallenen Erdölpreise, die Heizöle und Treibstoffe erheblich billiger machten. Im Jahr 2015 sind die Strompreise in Deutschland so drastisch zurückgegangen wie nie zuvor in 25 Jahren.

Bereits in den ersten Lebensmonaten wurde, wie von "Die Zeit" gemeldet, ein Minus von 6,6 Prozentpunkten beobachtet, und im Monat September sanken die Kurse dann wieder signifikant. Ein Grund dafür ist der sinkende Rohölpreis. Im Jahr 2015 konnten die deutschen Konsumenten aufgrund sinkender Strompreise gegenüber dem Vorjahrespreisniveau rund neun Mrd. zulegen.

Solche starken Energiepreisverluste waren in den letzten Dekaden vor allem im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Krisen entstanden. Damit wird nun auch kompensiert, dass die Strompreise in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Erstmalig seit zehn Jahren sank auch der Strompreis im Jahr 2015 um 1,4 Prozentpunkte von 29,53 Cents auf 29,11 Cents pro kWh.

Der Rohölpreis sinkt seit Jahresmitte 2014 kontinuierlich. Betrug der Durchschnittspreis für ein Fass Erdöl im Juli 2014 auf den internationalen Märkten 110 US-Dollar, sank er kürzlich auf unter 50 US-Dollar. Auch wenn er im Jahr 2014 noch unter 110 US-Dollar liegt. So konnten die deutschen Konsumenten vor allem bei den Preisen für Heizoel (minus 22% gegenüber 2014) und Kraftstoffe (minus 9%) einsparen.

Im Jahr 2015 wurde hier ein Höchststand innerhalb der letzten zehn Jahre erreicht. Allerdings ist der auch rückläufige Ausgabenrückgang der Bundesbürger für Fern- und Zentralwärme mehr auf den strengen Frost als auf den sinkenden Rohölpreis zurückzuführen. Diese Entwicklung ist vor allem auf den rückläufigen Marktverhaltens.

Energiekosten für Privathaushalte: Jahresbericht 2015

Der von der Österr. Agentur für Energie errechnete durchschnittliche jährliche Energiepreisindex (EPI) sank im Jahr 2015 um 7,3 Prozent gegenüber 2014; im Jahr 2014 sank der ÖPNV um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ab dem zweiten Halbjahr 2015 fiel der Indikator nach einem kleinen Schwung zu Beginn des Jahres deutlich auf sein niedrigstes Niveau seit Juni 2010 im Monatsdezember 2015. Im Vergleich zum Indikator erhöhte sich der Konsumentenpreisindex (CPI) im Vergleich zum Vorjahr um 0,9%, verzeichnete aber den stärksten Zuwachs seit 2009 Energiebereinigt würde der durchschnittliche jährliche Zuwachs des CPI 1,7% im Vergleich zu 2014 ausmachen.

Am deutlichsten fiel der Ölpreis für Extra Light Heizoel (EL) unter allen vom EVPI erfassten Energiequellen: Er fiel um 20 Prozent im Vergleich zu 2014, der größten Preissenkung seit 2009. Infolgedessen lag der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffen im Juni 2015 bei maximal 15 Cents pro l, d.h. im Vergleich zu Premium-Benzin war Diesel in diesem Jahr knapp 15 Cents günstiger.

Zum Jahresende 2015 lagen die Benzin- und Dieselpreise auf dem tiefsten Niveau seit Januar 2010 Die deutlichen Einbrüche bei den Mineralölprodukten folgen weitgehend der Entwicklung auf dem Weltölhandel. Im Vergleich zum Vorjahr (-47%; 2014: -8,8%) sank der Weltölpreis (Brent) im Monatsdurchschnitt deutlich auf ein Zehnjahrestief von 38 US-Dollar pro Fass im Monatsdom.

Der durchschnittliche Jahresgaspreis lag nach den Preisnachlässen im Monat Mai und September 2015 insgesamt um 0,5% unter dem Niveau von 2014. 2013 und 2014 sank der Strompreis um 0,3% bzw. 0,2%. Die Fernwärmepreise stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent und damit etwas mehr als 2014 (+2,6 Prozent).

Hauptgrund dafür war ein Anstieg der Arbeitskosten (+3,4% im Jahr 2015 gegenüber +2,8% im Jahr 2014). Die Preise für feste Brennstoffe nach der Preiserhöhung im Monatsnovember 2015 stiegen im Vorjahresvergleich um 1,1%, waren aber der stärkste Kursanstieg seit 2008, was vor allem auf den Rückgang der Preise für Holzbriketts ersichtlich ist, die im Vorjahresvergleich um 3 bzw. 4,8 Prozent fielen.

Beide lagen 2014 noch 1,5 bzw. 3,5 Prozent über den Vorjahreswerten. Die Brennholzpreise stiegen ebenfalls viel langsamer (+2,2%) als 2014 (+4,8%). Nach einem unveränderten Niveau im Jahr 2014 ist der gesamte Strompreis im Jahr 2015 im Durchschnitt leicht um 0,5 Prozent gestiegen.

Zwar sanken die Arbeitskosten (durchschnittlich -4,4%), diese Ersparnisse wurden jedoch durch den Anstieg der nicht energiereichen Bestandteile (einschließlich der Ökostrom-Flatrate) weitgehend ausgeglichen. Die Gesamtenergieausgaben der heimischen Privathaushalte beliefen sich nach Schätzungen der ÖA im Jahr 2015 auf 10,35 Milliarden EUR. Gegenüber 2014 entspricht dies einem Minus von 0,7 vH.

Die Gesamtenergieausgaben der öffentlichen Hand sind damit auf den niedrigsten Wert seit 2009 gesunken, allerdings gab es je nach Anwendungsbereich der Energiequellen unterschiedliche Ausprägungen. Dies ist vor allem auf den starken Preisverfall ab dem zweiten Halbjahr 2015, aber auch auf den stagnierenden Konsum zurückzuführen. Gemäss Statistiken Austria ist die Zahl der Heiztage im Jahr 2015 um 11,6% gestiegen; im Jahr 2014 sank die Zahl der Heiztage um 19,2%.

Berücksichtigt man die Gesamtstromkosten, so sind sie im Vorjahresvergleich vergleichsweise konstant geblieben. Durchschnittlich gab jeder heimische Hausstand 2015 fast 760 EUR oder 1% mehr für Elektrizität aus als 2014. 28,1% der Ausgaben entfallen auf Elektrizität (2014: 27,6%), 34,4% auf Wärme (2014: 31,7%) und 37,6% auf Mobilitätsmaßnahmen (2014: 40,7%).

In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Energitagentur und allen an der Zusammenstellung der Indizes Beteiligten wurden die Berechnungen und Stellungnahmen zum Inhalt mit Sorgfalt vorbereitet. Für die Fehlerfreiheit, Vollzähligkeit und Genauigkeit der enthaltenen Angaben, vor allem im Hinblick auf mögliche konkrete oder mittelbarer Folgeschäden, die sich aus der direkten oder indirekten Nutzung der bereitgestellten Daten ergeben, kann daher keine Gewähr übernommen werden.

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