Energiekosten Industrie

Stromkosten Industrie

Das Ziel des folgenden Kapitels ist es, den Einfluss der Energiekosten auf die industriellen Strukturen einer Nation zu untersuchen. auf der Grundlage statistischer Daten über die Entwicklung individueller, erfolgreicher Energieeffizienz-Projekte in Industrie und Gewerbe als Best Practice-Projekte. Die Themen Energieeffizienz und Energiekosten haben weltweit höchste Priorität - insbesondere bei der So steigt der Anteil der Energiekosten stetig an und belastet die Unternehmen zunehmend.

Energieverbrauch Energiekosten für die heimische Industrie weiter gesunken

Der Energiekostenindex für die Industrie hat ein weiteres mehrjähriges Tief überschritten. Im Vergleich zum Jahr zuvor sind die Beschaffungspreise für Erdöl, Erdgas und Elektrizität der inländischen Industrie weiter gefallen. Die Energiekostenbelastung der dt. Industrie sank trotz EEG-Abgabe und uneinheitlicher Preisentwicklung bei Kraftstoffen im MÃ??rz 2017 auf ein absolutes Mehrjahreshoch.

Der von der Europäischen Klimastiftung (ECF) herausgegebene Energiekostenindex (ECI) sank im Jahresvergleich um 11,3 Prozentpunkte und erreichte damit den tiefsten Wert seit Berechnungsbeginn im Jahr 2010. 8,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresmonat ist auf geringere Energiekosten zuruckzuführen. Die Firmen mussten 17,7 Prozentpunkte weniger für Erdöl und Erdgas und 6,1 Prozentpunkte weniger für Strom ausgeben.

Die ECI wird vom Ökologischen Zentrum und dem Allgemeinen Deutsche Zentrum für Wirtschaft berechnet und spiegelt die Energiekostenbelastung der Industrie wider. Grundlage des Indexes sind die aktuellen Energiepreis- und Wirtschaftserhebungen sowie die historischen strukturellen Daten. Die EKI zeigt die am Brutto-Produktionswert der Branche (Energiestückkosten) gemessenen Aufwendungen, d.h. die jeweilige Aufwandsbelastung, und wird montal. berechnet.

Das B2B-Unternehmen sucht nach Industrie und Handel: Kostenlose Suche in Unternehmensprofilen für Zulieferer, Hersteller, Dienstleister und Händler. Der Ausbau des zentraleuropäischen Energiesystems und vor allem die Fortentwicklung der energetischen Infrastruktur sind mit einer ständig wachsenden Vielfalt von Aufgabenstellungen, aber auch mit einer wachsenden Vielfalt an Lösungsmöglichkeiten verbunden. In diesem Zusammenhang symbolisiert die Fortentwicklung von Hybriden Netzen das gesamte, sich im Umbruch befindende Energiesystem: Die notwendige Errichtung und der Bau von Hybridenetzen aus systematischer und wirtschaftlicher Sicht wird gleichsam mit einer Komplexitätstralle konfrontiert, mit der die Industrie in der vergangenen Zeit nicht so sehr konfrontiert war.

Welchen Stellenwert haben die Erntepreise für die Industrie?

In der Europäischen Kommission wird von einer "industriellen Renaissance" geträumt, während die europäischen Unternehmen über höhere Strompreise klagen. Trotz grosszügiger Spezialregelungen besteht die Gefahr der Auswanderung, da die verhältnismässig höheren Strompreise die globale Konkurrenzfähigkeit beeinträchtigen würden. Aber welche Bedeutung haben die Energiekosten für die Industrie? Sind denn wirklich große Ausnahmeregelungen, wie die Förderung von erneuerbaren Energien, legitim?

Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass die einerseitsseitige Konzentration auf die Energiekosten nicht weit genug geht. In der Regel spielt der Energiepreis auch im Hinblick auf die Preiswettbewerbsfähigkeit nur eine nachgeordnete Funktion. Ohne die Sicherung wettbewerbsfähiger Strompreise werden wir im weltweiten Konkurrenzkampf nicht überleben können", sagte WKO-Präsident Christoph Leitl Ende letzten Jahres. Die WKO hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiekosten zu senken. Wolfgang Eder, CEO von voest alphine, rechtfertigt zudem den Neubau eines neuen Werks in Texas mit den dort niedrigen Energiekosten: "In einem wirtschaftlich tragfähigen, berechenbaren Rahmen können wir uns in den USA billig mit Strom versorgen".

Dies lässt sich zum Beispiel an der Unterstützung der erneuerbaren Energien ablesen. Die Industrie bekommt hier jedoch grosszügige Ausnahmeregelungen. Dazu gehören nicht nur export-orientierte Branchen mit einem hohen Energiebedarf, sondern beispielsweise auch die Produktion von Federkernen, Möbel, Schmuck oder Reisig. Das bedeutet, dass für die Industrie nach wie vor grosszügige Ausnahmeregelungen möglich sind und ein EU-Rennen um Beihilfen unvermeidlich ist.

In der Tat haben die Strompreise nur in wenigen Industriezweigen einen erheblichen Einfluss. Neben der technischen und sozialen Infrastuktur und anderen Wettbewerbsfaktoren spielt sie für die überwiegende Mehrheit der Industrie nur eine geringe Bedeutung. Die Energiekosten werden zum Beispiel im Wettbewerb des Weltwirtschaftsforums gänzlich außer Acht gelassen. Zu den Top 10 gehören in diesem Rang sechs osteuropäische Staaten sowie drei osteuropäische Staaten (mit signifikant gestiegenen Erdgaspreisen).

In Europa sind die Energiekosten signifikant über denen in den USA. Beispielsweise redet die International Energy Agency von doppelten höheren Kosten in Europa. Aber auch innerhalb der USA gibt es erhebliche Preisunterschiede, und Ausnahmen werden bei diesem Abgleich weitestgehend ignoriert. Am Beispiel eines produzierenden Unternehmens mit einem jährlichen Verbrauch von 15 GWh hat Price Waterhouse Cooper im Namen von Austria's Energy die Elektrizitätspreise in Österreich, Deutschland und Massachusetts (einem US-Bundesstaat mit vergleichbaren strukturellen Eigenschaften) verglichen.

Die Folge: "Deutsche Industrieunternehmen, in internationalem Konkurrenzkampf, haben (jedoch) die Möglichkeit, die EEG-Abgabe zu senken, wobei der Stromverbrauch auf ein vergleichbares Maß wie in den beiden vergleichbaren Ländern absinkt (Note: Österreich, USA). "Energiewirtschaftliche Entwicklungen in Europa, S 35; 2005 aufgrund des nahezu identischen Preises für industrielle Energiepreise als Bezugsjahr gewählt." Quelle: EK (2014).

Im Bereich des Erdgases sind die Unterschiede zwischen den USA und Europa erheblich (bis zu viermal) und haben sich in jüngster Zeit verstärkt. Nicht so sehr wegen der in Europa herrschenden Preissteigerung - an den europäischen Aktienbörsen ist Benzin günstiger als z.B. in Japan, China, Indien oder Brasilien -, sondern viel mehr wegen der niedrigen Preise in den USA.

In der Tat sind die Erlöse derart drastisch gefallen, dass die Produktion von Shale Gas oft ineffizient wird. In ihrem Report Energy Economic Development in Europe (1/2014) stellt die Europakommission auch fest, dass die Produktionskosten die Umsatzerlöse zum Teil übertreffen: "Der aktuelle Großhandelspreis erscheint zu niedrig, als dass viele (laufende und geplante) Schiefergasfelder profitabel gefördert werden könnten".

Der Chefökonom von E-Control, Johannes Mayer, schreibt im Branchenmagazin (12/2013, S.12): "Die derzeitigen Benzinpreise in den USA decken die Kosten nicht und sind nicht nachweisbar. Die International Energy Agency (IEA) erwartet im derzeitigen World Energy Outlook (2013, S. 272) einen Abbau der Preisunterschiede für Gas zwischen Europa und den USA. In Europa befinden sich die Strompreise für die österreichische Industrie ohnehin im mittleren Bereich und damit unter dem Niveau von z.B. Deutschland.

Preisunterschiede innerhalb der EU liegen bei bis zu 270% für Elektrizität und bis zu 280% für Erdgas (Eurostat). In der Tat spielt der Energieaufwand für große Bereiche der Industrie sowieso nur eine sehr geringe Bedeutung. Beispielsweise sagt das DWF: "Für 92 Prozentpunkte der Bruttowertschöpfung im Industriesektor liegen sie[Hinweis: Energiekosten] durchschnittlich bei 1,6 Prozentpunkten vom Umsatz.

"Gleiches trifft auf Österreich zu: Für 92 Prozentpunkte der Industriewertschöpfung belaufen sich die Energiekosten für Licht und Wärme zusammen auf weniger als 1,8 Prozentpunkte des Gesamtumsatzes (Quelle: Weltweite Input-Output-Datenbank, Ausgaben für Erdgas, Elektrizität und Wasserversorgung, ohne Energiewirtschaft). Die Energiekosten je Stück repräsentieren die Energiekosten pro Wertschöpfungseinheit. Ihr Niveau hängt von den Wirtschaftsstrukturen (energieintensive Industrien oder nicht), der unterschiedlichen Energieeffizienz (Effizienz der verwendeten Techniken und Nutzungsgrad) und den Strompreisen ab.

Abgesehen von den beiden Jahren 2007 und 2008 liegen die Energiekosten je Einheit in den USA und der EU auf einem sehr ähnlichen Stand und haben sich im Laufe der Zeit ähnlich entwickelt. Daher können wir im Berichtszeitraum nicht von einem großen Unterschied in der Wettbewerbssituation der Energiepreise zwischen der EU und den USA sprechen.

Dass sich die unterschiedlichen Strompreise nicht in den Energiekosten pro Stück niederschlagen, deutet auf eine effizientere Energienutzung in Europa hin. In der Tat ist der Benzinverbrauch hoch. Zu den Energiekosten dürften neben den niedrigen CO2-Kosten auch die individuellen Steuervergünstigungen, der Zugang zur Hohen See und der Kurzstreckenweg zum reichen brasilianischen Erzmineral eine wichtige Bedeutung bei der Standortwahl gehabt haben.

Die Energiekosten, insbesondere die Benzinpreise, sind in Europa teurer als in den USA. Trotz erheblich gestiegener Kosten ist die Durchschnittskostenbelastung für die europäische Industrie jedoch vergleichbar mit der in den USA, nicht zuletzt durch eine effizientere Energienutzung. Im Großen und Ganzen spielt der Energiepreis als Kostentreiber jedoch nur eine nachgeordnete Funktion. Darüber hinaus gibt es in energiereichen und wettbewerbsgefährdeten Gebieten sowieso spezielle Regelungen, zum Beispiel beim CO2-Zertifikatehandel oder bei der Förderung von erneuerbaren Energien.

Allerdings sind grosszügige, flächendeckende Ausnahmen, die fast den ganzen Industriebereich betreffen, unangemessen. Daher scheint es für Europa nahe liegend, sich auf seine eigenen Kräfte zu beschränken, nämlich Innovationen im wirtschaftlichen und energiepolitischen Umfeld. Mit weiteren Schritten zu mehr Energie-Effizienz wird die Abhängigkeit von Rohstoffen reduziert und die Kostenlast langfristig reduziert.

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