Erneuerbare Energien 2016

Regenerative Energien 2016

So soll beispielsweise in Sierra Leone bis Ende 2016 rund ein Viertel des erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Schaubild 1: Anteil der erneuerbaren Energieträger, 2004 und 2016 Leichter Rückgang des Anteils der erneuerbaren Energien im Jahr 2016: Rückgang bei Wärme und Verkehr stärker als Wachstum im Stromsektor. Der Paradigmenwechsel bei der Förderung erneuerbarer Energien. ENTWICKLUNG IN DEN ZAHLEN 2016. ENTWICKLUNG IN ÖSTERREICH.

Größte Nutzer von erneuerbaren Energien (Strom) 2016 Quelle: BGR.

Grafik - Fachagentur für Erneuerbare Energien

2016 emittierten die regenerativen Energien rund 159 Millionen Tonnen Treibhausgase. CO2-Äquivalente werden umgangen. Über drei viertel der Vermeidung wurden im Strombereich erreicht, die meisten davon durch den sehr dynamischen Aufbau der Stromproduktion aus Sonnen-, Wind-, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme. In der Heizungsbranche wurden 36,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente und 4,4 Millionen Tonnen Treibhausgase im Transportwesen durch den Einsatz von Biotreibstoffen umgangen.

Betrachtet man die verschiedenen Energiequellen, so ergibt sich, dass die meisten klimaschädlichen Gase durch die Nutzung von Biotechnologie eingespart werden, da sie in allen Gebieten genutzt werden kann und den überwiegenden Teil der Wärmeverwendung und damit auch den Gesamtanteil der regenerativen Energien im Verkehrssektor in dem betreffenden Segment einnimmt. Der größte Teil der Vermeidung von Treibhausgasen entfällt im Stromsektor auf die Windenergie, danach auf die Elektrizitätserzeugung aus Biomasse und die schnell wachsende Fotovoltaik- und Wasserkraftbranche.

Stromproduktion in China 2016: Großes Potenzial an erneuerbaren Energien inmitten der thermischen Produktion

Mehr als 25 Prozentpunkte davon entfielen auf erneuerbare Energien, die thermische Produktion verzeichnete das höchste Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Chinas Strombedarf betrug 2016 mit einem Plus von 5 Prozentpunkten 5920 Milliarden Kilowattstunden, wovon der größte Teil von der Wirtschaft konsumiert wurde. Mit je über 10 Prozentpunkten sind die höchsten Steigerungsraten des Stromverbrauchs im Dienstleistungssektor sowie in den privaten Haushalten der Städte und ländlichen Gebiete zu verzeichnen (Quelle: National Energy Administration).

Vor allem die geringen Überlaststunden der Wärmeerzeugung zeigen die Überschüsse im asiatischen Strombereich. Diese fielen 2016 um 200 auf 4165 Stunden Volllast, noch geringer als das Jahrestief von 2015. 125 GW neue Kapazität wurden aufgebaut, wodurch die installierte Kapazität zum Jahreswechsel 2016 auf 1646 GW stieg.

Die Zuwachsraten der Erzeugungskapazitäten lagen mit einer Wachstumsrate von mehr als 80 Prozentpunkten über denen des Vorjahres (Quelle: China Electricity Council). An dieser Stelle wird klar, dass Steinkohle den asiatischen Strommarkt ausmacht. Die Ergänzung von Solarstrom (77 GW installierte Kapazität Ende 2016) und Windkraft (149 GW installierte Kapazität Ende 2016) in den letzten Jahren hat jedoch zu einem steigenden Prozentsatz der regenerativen Energien an der installierten Kapazität geführt.

Allerdings muss diese Untersuchung durch den Marktanteil der unterschiedlichen Techniken an der eigentlichen Stromproduktion ergänzt werden. Es überrascht nicht, dass der Anstieg der installierten Kapazität der Solar- und Windkraft auch Auswirkungen auf ihre Energieerzeugung hat. Die Windkraftanlagen lieferten im vergangenen Jahr 241 Milliarden Kilowattstunden Elektrizität, 30 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2015. 2016 stieg die solare Energieerzeugung um 72 Prozentpunkte auf 66 Milliarden Kilowattstunden. 2016 wies die Kernenergie mit 24 Prozentpunkten die dritthöchste Steigerungsrate im Vorjahresvergleich auf, die chinesischen Atomkraftwerke stellten etwa 213 Milliarden Kilowattstunden bereit.

Waren es bei der Wärmekraftwerkskapazität "unauffällige" 5 Prozentpunkte, kann die gegenüber dem Vorjahr gestiegene Stromproduktion aus Steinkohle- und Erdgaskraftwerken - wie in Figur 2 dargestellt - mit der aus regenerativen Energien konkurrieren (Quelle: China Energy Portal). Der größte Anstieg der Stromproduktion ist auf konventionelle thermische Kraftwerke wie Steinkohle, Erdgas und Erdöl zurückzuführen.

Im Jahr 2016 wurde eine neue Generation aus Wasser-, Wind- und Sonnenenergie mit 153 Tonnen pro Stunde erzeugt. Der neue Elektrizitätsbedarf aus erneuerbaren Energien in China liegt damit im vergangenen Jahr mit 186 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2016 nahezu auf dem Niveau der Gesamtstromerzeugung der deutschen Erneuerbaren Energien Das enorme Potenzial der erneuerbaren Energien in China ist zweifellos beachtlich.

Für viele der Megacitys Chinas ist die Stromerzeugung aus Steinkohlekraftwerken in den Wintersonnenmonaten die bedeutendste Wärmelieferantin, und es wurde in Millionenhöhe in eine Fernwärme-Infrastruktur mit weit über europäischen Ausmaßen hinausgehender Leistung gesponsert (Quelle: ThinkChina). Der chinesische Stromsektor ist sehr stark von Steinkohle abhängig und wird dies auch in den kommenden Jahren sein.

Obwohl erneuerbare Energien, insbesondere Wasser, eine immer bedeutendere Bedeutung im Energiemix haben, muss der Ersatz von Steinkohle durch erneuerbare Energien wie Windkraft und Photovoltaik oder andere emissionsfreie Techniken wie Kernenergie oder Erdgas noch an Tempo gewinnen. Mehr als 65 Prozentpunkte des in China erzeugten Stroms wurden 2016 in Steinkohlekraftwerken erzeugt, wie Abb. 3 eindrucksvoll zeigt (Quelle: China Energy Portal).

Mit 4 Prozentpunkten an Windkraft oder nur 1 Prozentpunkten an Sonnenenergie - trotz des hohen Zuwachses beider Techniken in den vergangenen Jahren - wird die Aufgabenstellung deutlich. Der größte Teil der erneuerbaren Energien entfällt nach wie vor auf die Wasserkraft. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird nach wie vor der größte Teil der Energieerzeugung eingesetzt. Dies könnte mindestens eine Voraussetzung für die Flexibilität des Systems sein, die für die Einbindung der stärker schwankenden erneuerbaren Energieerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik notwendig ist.

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