Erneuerbare Energien Afrika

Regenerative Energien Afrika

Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es einen großen Reichtum an Natur und Ressourcen sowie eine große Bandbreite an verschiedenen Klimazonen und Ökosystemen. Triebkräfte und Chancen für den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika. Regenerative Energien und Klimawandel in Afrika. Erneuerbare Energien geliefert", sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. In der Energieexportinitiative arbeiten wir mit qualifizierten, fachkundigen und branchenspezifischen Durchführungsorganisationen im Energiesektor zusammen.

Welche Maßnahmen könnten verhindern, dass afrikanische Bürger entkommen?

Lediglich ein Teil der nach Europa kommenden Menschen kommt aus den Ländern südlich der Sahara. Die Ausweitung der erneuerbaren Energien kann noch mehr Menschen in Afrika an der Flucht hindern. Unter den mehr als einer Millionen Menschen, die nach amtlichen Zahlen im Jahr 2015 nach Deutschland kamen, kommt nur ein kleiner Teil aus Afrika, vor allem aus Eritrea, Nigeria und Somalia.

Nach dem " Verzeichnis der fragile Zustände " des American Fund for Peace zieht sich ein Notfallgürtel durch Afrika. In den benachbarten mehr oder weniger beständigen Ländern ist die Zahl der Flüchtlinge längst überlastet, so dass der gefahrbringende Weg nach Europa für immer mehr Menschen zur letztendlichen Möglichkeit wird.

Worin besteht der Unterschied zwischen AREI und diesen Maßnahmen? Wozu eine weitere Maßnahme?

Der Klima-Gipfel in Paris im vergangenen Jahr hat nicht nur ein weltweites Übereinkommen beschlossen, sondern auch eine ganze Serie von Maßnahmen eingeleitet, die einen kurzfristigen und konkreten Beitrag zu mehr Umweltschutz leisten sollen. Von besonderem Interesse ist die Africa Renewable Energy Inititative ( "AREI"), die auch von Deutschland gefördert wird.

Langfristiges Anliegen ist es, allen Afrikanern den Weg zu modernen und nachhaltigen Energien zu ebnen und die Wirtschaftsentwicklung in den Ländern Afrikas auf der Basis regenerativer Energien zu erproben. Mit dem Beginn des nächsten UN-Klimagipfels in Marokko - einem der Pionierländer für erneuerbare Energien auf dem schwarzen Kontinent schlechthin - in wenigen Schwangerschaftswochen wird diese Aktion wieder im Mittelpunkt des Interesses sein.

Mit diesem Blog-Post bieten wir einen kleinen Einblick in den Stand der Diskussion über die Eigeninitiative und die erneuerbaren Energien in Afrika. Damit wird ein Problem angesprochen, das für eine weltweit gleichberechtigte nachhaltige und umweltgerechte Nutzung von Ressourcen von entscheidender Bedeutung ist. Weil die Menschen auf dem Kontinent unter Stromarmut leiden. Mehr als 620 Mio. Menschen in Afrika haben überhaupt keinen Stromanschluss und sind beim Garen und Erhitzen auf herkömmliche Biomassen, d.h. Feuerholz und Kohle, angewiesen.

Mit rund 160 GW ist die Kraftwerksleistung in ganz Afrika geringer als in Deutschland allein. Derzeit wird der Strom-Mix in Afrika noch immer von fossilien Brennstoffen bestimmt. Allerdings sind die Investitionsausgaben für erneuerbare Energien in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, und viele afrikanische Staaten haben bereits ambitionierte Ausbaupläne für erneuerbare Energien und Rechtsvorschriften, die es ermöglichen, diese Zielvorgaben zu erfüllen.

Darüber hinaus gibt es bereits eine Vielzahl von Politikinitiativen und Förderprogrammen, die sich zum Ziele gemacht haben, die regenerativen Energien zu fördern. Darunter fallen beispielsweise die 2010 ins Leben gerufene UN-Initiative "Sustainable Energy for All" (SE4ALL) und die Initiative "African Clean Energy Corridor" unter der Leitung der International Renewable Energy Agency (IRENA).

Die Energiepartnerschaft Afrika-EU (AEEP) und viele andere Einzelgeberprogramme konzentrieren sich ebenfalls auf erneuerbare Energien. Worin besteht der Unterschied zwischen AREI und diesen Maßnahmen? Wozu eine weitere Maßnahme? Das AREI ist anders - in dreierlei Hinsicht. Einerseits. Zunächst einmal wurde AREI im Unterschied zu anderen Maßnahmen und Projekten von Afrikanern ins Leben gerufen und wird von Afrikanern betrieben.

Die AREI steht unter dem Auftrag der AREI. Der Verwaltungsrat besteht aus Repräsentanten verschiedener afrikanischer Einrichtungen, wie CAHOSCC (Committee of African Heads of State and Governments on Climate Change), AMCEN (African Ministerial Conference on the Environment) und der African Development Bank (AfDB). Dies wird dazu beitragen, eine stärkere Verzahnung und Verzahnung mit den politischen Prioritäten Afrikas zu erreichen.

Zum anderen ist AREI ambitionierter als viele andere existierende Projekte. Die AREI hat sich das ehrgeizige Projekt zum ehrgeizigen Entwicklungsziel gemacht, bis 2030 300 GW zusätzliche Kraftwerkskapazität aus erneuerbaren Energien aufzubauen. Dies sollte allen Afrikanern den universellen Zugriff auf hinreichend saubere, angemessene und erschwingliche Energien ermöglichen und es den afrikanischen Ländern ermöglichen, einen Entwicklungsweg über die Grenzen fossiler Brennstoffe hinaus zu gehen.

Allerdings will AREI ausdrücklich nicht nur fossil befeuerte durch erneuerbare Energien ausgleichen. Statt dessen soll auch die Architektur des zukünftigen afrikanischen Energiesystems geändert werden: mit mehr Dezentralität, kleinen Kernkraftwerken, die auch in abgelegenen ländlich geprägten Regionen eingesetzt werden können. Drittes Argument: AREI hat nicht den Vorwurf, vorhandene Einzelprogramme und Einzelinitiativen zu durchbrechen. Statt dessen sollte AREI die bestehenden Maßnahmen besser aufeinander abstimmen und dann speziell Tätigkeiten bei noch bestehenden Defiziten vorantreiben.

Das AREI sollte einen gemeinschaftlichen Handlungsrahmen, eine gemeinschaftliche Sichtweise in Afrika bereitstellen. Deshalb ist auch geplant, dass sowohl Finanzmittel, die unmittelbar an AREI vergeben werden (z.B. über einen neuen Treuhandfonds bei AfdB), als auch solche, die über bereits existierende Förderprogramme und Förderkanäle geleitet werden, zu der Maßnahme beizutragen. Für die Koordinierung der Maßnahme wurde eine Form von Sekretäreinrichtung, die so genannte Liefereinheit, eingerichtet, die verwaltungstechnisch bei der African dB ansässig ist, aber selbständig tätig sein soll.

Zum Direktor wurde die renommierte Afrika-Klimaexpertin Youba Sokona aus Mali ernannt. Die fünf Kernbereiche werden durch eine Vielzahl von bereichsübergreifenden Themen wie die sozioökonomische und ökologische Beurteilung von Technologien für erneuerbare Energien und einen umfangreichen Multi-Stakeholder-Dialog vervollständigt. Die AREI schätzt, dass für die Förderung der Vorlaufphase, in der beispielsweise die Analyse-, Bewertungs- und Planungsarbeiten durchgeführt werden sollen, rund 5 Mrd. USD erforderlich sein werden.

Weitere 15 Mrd. US-Dollar werden für die Realisierung der angestrebten 10 GW erforderlich sein. Um das 300 GW-Ziel bis 2030 zu erreichen, waren 300-500 Mrd. US-Dollar erforderlich. Auch Gelder aus privaten Quellen sollten auf den Grundsätzen des AREI beruhen, wobei ökologische und soziale Aspekte besonders zu berücksichtigen sind. AREI schliesst auch nicht aus, dass es sich bei innovativen Geldmitteln wie dem Crowd Sourcing um eine Art Crowd Sourcing handelt.

Mehrere Industriestaaten, darunter Deutschland, Frankreich, die USA, Großbritannien, die EU-Kommission, Kanada, Japan, Italien, Kanada und Schweden, haben während des Simulationsgipfels von Paris Finanzzusagen in einer Größenordnung von 10 Mrd. USD gemacht. Mit 3 Mrd. USD ist Deutschland der wichtigste Geldgeber für die Aktion. Allerdings ist der dt. Anteil wahrscheinlich so berechnet worden, dass die von Deutschland bereits für 2020 geplante Gesamtzahl der Ziele im Feld der regenerativen Energien und verwandter Themen wie z. B. Strompolitik und Netzwerke in Afrika entstanden ist.

Aber auch die Anpassung der bestehenden Förderung an die Vorgaben und Schwerpunkte von AREI kann Sinn machen. Allerdings sollte die Regierung mehr Klarheit darüber herstellen, wie sich die vorgesehene Förderung für AREI zusammensetzt bei gleichzeitiger Abweichung von dem seit langem vorgesehenen "business as usual". Bisher umfasst das AREI hauptsächlich Papiere und Verpflichtungen.

Im Laufe der letzten Monate wurden bedeutende Entwicklungsarbeiten durchgeführt, wie z.B. die Verdeutlichung der Steuerung der Initiative, der Aufbau der Liefereinheit und die Erarbeitung von Entscheidungskriterien. Dies ist kein amtliches AREI-Dokument, und es ist von Bedeutung, dass die Entscheidung, welche Vorhaben in AREI aufgenommen werden sollen, auch von afrikanischer seiten auf der Grundlage eindeutiger Sozial- und Umweltkriterien gefällt wird.

Allerdings ist die französiche Aufstellung ein bedeutender Fortschritt, da sie eine genaue Vorstellung davon ermöglicht, was AREI sein sollte. Auf der anderen Seite steht auch ein sehr problematisches Vorhaben auf der Agenda, wie der große Staudamm Inga im Kongo, der überhaupt nicht zu den Zielsetzungen von AREI mitträgt. Es bedarf unabhängiger Beobachtungsbeamter der Zivilgesellschaft, um sicherzustellen, dass die Zielsetzungen und Kriteriums des AREI bei der Auswahl der Projekte ernstgenommen werden.

Der ambitionierte Energiewandel hin zu regenerativen Energien, die der Allgemeinheit zugute kommen, wäre ohne die Einbeziehung der Bürgergesellschaft nicht vorstellbar. Auf einem von Germanwatch, der Firma Brother für die World und Afrikapartnern im Januar in Berlin veranstalteten Meeting afrikanischer Nichtregierungsorganisationen wurde vereinbart, dass die Inititative nicht allein den jeweiligen Landesregierungen, weder den Geberregierungen noch den Afrikanerregierungen allein vorbehalten sein darf.

Auf weiteren Tagungen in Afrika wurde die African Coalition for Sustainable Energy Access (ACSEA) ins Leben gerufen, mit der die NRO ihre Bemühungen für den erfolgreichen Aufbau von AREI absprachen. Ein Call Paper wird gerade erstellt und afrikanische NGO-Netzwerke befragen ihre Mitglieder, um ihre Sichtweisen und Schwerpunkte auf AREI herauszufinden.

Die AREI ist eine ehrgeizige Idee, deren Grundlagendokumente die korrekten Grundsätze für eine entwicklungsfördernde, sozial- und klimaverträgliche Energiesystemtransformation in Afrika darlegen. In den letzten Wochen haben sich die einzelnen Beteiligten - die afrikanischen Behörden, die Geldgeber, die Versorgungseinheiten und die Zivilgesellschaft - strukturiert. Ob die Maßnahme wirklich ein voller Erfolgt wird, wird sich aber erst in den nÃ??chsten Jahren bei ihrer DurchfÃ??hrung erweisen.

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