Erneuerbare Energien Arbeitsplätze

Jobs für erneuerbare Energien

Der Aufbau und die Förderung erneuerbarer Energien trägt nicht nur nachhaltig zum Umweltschutz bei, sondern schafft auch Arbeitsplätze in großem Umfang. Die erneuerbaren Energien sind kein Nischenmarkt mehr. Viele übersetzte Beispielsätze mit "erneuerbare Energien Arbeitsplätze" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen. Arbeitsplatzeffekte der erneuerbaren Energien im Stromsektor pro Jahr. Die erneuerbaren Energien werden die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen.

Beschäftigung und Reichtum durch erneuerbare Energien?

Häufig wird in den Massenmedien darüber gesprochen, dass erneuerbare Energien zu einem Anstieg von Beschäftigung und Reichtum beitragen würden. Ein interessanter Ausblick auf den immer weiter steigenden Anteil der regenerativen Energien an der Energie- und Strombereitstellung in Deutschland ist der Report des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMWi) "Renewable Energies in Figures" vom Juli 2015. Entscheidende Berichte werden über Anlagen, Vergütung und wirtschaftliche Relevanz erstellt.

Der folgende Abschnitt untersucht, inwiefern die Aufwendungen für den Aufbau erneuerbarer Energien neue Arbeitsplätze schaffen und den Wirtschaftsaufschwung fördern. Generell sollte der Ausstoss erneuerbarer Energien im Strombereich zunächst den Anteil der Atomenergie ablösen und später auch die Stromproduktion auf Basis von Steinkohle, Braun- und Gas.....

Gesamtpolitische Ziele der Elektrizitätswirtschaft sind der Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022 und die langfristige Ablösung der fossilen Energieerzeugung durch erneuerbare Energien. Unterstützt werden diese energiepolitischen Entscheide im Strombereich im Wesentlichen durch das EEG und die atomrechtlichen Ausstiegsregelungen. Der Gesamtvergütungsaufwand für RES-E-Anlagen stieg von 0,88 Mrd. ? im Jahr 2000 auf 23,95 Mrd. ? im Jahr 2014 (siehe Tabelle).

Diese beliefen sich im Jahr 2000 auf 34 Milliarden Euro und stiegen bis 2013 auf 70 Milliarden Euro (vgl. "et", Ausgabe 10/2015, S. 28). Die Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen am Brutto-Stromverbrauch ist von 6,2% im Jahr 2000 auf 25,2% im Jahr 2013 gestiegen.

Seit 2000 sind die Investitionsausgaben für EEG-Anlagen zur Stromerzeugung** von 3,2 Mrd. ? auf rund 16 Mrd. ? im Jahr 2014 gestiegen. Vergleicht man diese Anlagesumme mit den getätigten Erhaltungsinvestitionen in den Kernbranchen der dt. Wirtschaft, so wird deutlich, wie sehr das Land die Investitionstätigkeit durch seine Gesetze steuert.

Im Jahr 2013 beliefen sich die Industrieinvestitionen auf rund 65,7 Milliarden Euro (siehe Abbildung). In keinem anderen Wirtschaftszweig werden so große Summen investiert wie in den Bereichen erneuerbare Energien. 2013 beliefen sich die Gesamtinvestitionen im Automobilbau auf 13,8 Milliarden Euro, in der chemischen Industrie auf 8 Milliarden Euro und im Maschinen- und Anlagenbau auf 6,2 Milliarden Euro.

Zusätzlich zu den getätigten Investments hat der Betreiben der regenerativen Energieanlagen auch eine ökonomische Relevanz. In der vorliegenden Studie des BBMWi "Erneuerbare Energien in Zahlen" werden die konjunkturellen Schwankungen auf 14,4 Milliarden Euro geschätzt (siehe Abb.). In dem noch vom Bundesumweltministerium erstellten Report "Renewable Energies in Figures 2013" wurde die Zahl der Mitarbeiter im Sektor Erneuerbare Energien auf rund 370.000 geschätzt.

Dies wurde auch in einer Presseerklärung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 26. Mai 2014 bekräftigt. Basis dafür ist ein Forschungsprojekt mit dem Namen "Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2013". Bemerkenswert ist, dass der BMWi-Bericht "Erneuerbare Energien in den Kennzahlen 2014" in Abschnitt 1 "Erneuerbare Energien in Deutschland" keine Angaben mehr zu den Beschäftigungseffekten enthält.

Lediglich in Kapitel 3 "Globale Verwendung erneuerbarer Energien" gibt es einige Informationen unter der Rubrik "Investitionen in erneuerbare Energien und Beschäftigung". Steht das Thema "Arbeitsplätze" auf der Kippe? In dem ersten Zwischenbericht über die energetische Systemwandlung des BBMWi (Dezember 2014) werden die Nettoarbeitsplatzeffekte der energetischen Systemwandlung vorgestellt, die für 2013 auf rund 60.000 Mitarbeiter geschätzt werden.

Die Tatsache, dass der Einfluss für 2013 noch intakt ist, ist nahezu ausschliesslich auf die Bauwirtschaft zurückzuführen. Allerdings sind die Gesamtauswirkungen auf die Beschäftigung eng mit den Investitionstätigkeiten verbunden. Die Beurteilung der Frage, ob Arbeitsplätze geschaffen werden, sollte nicht vergessen werden, dass die laufenden Ausgaben, die sich in den Vergütungen widerspiegeln, zu steigenden Strompreisen für alle Konsumenten führen.

Dies führt zu negativen Arbeitsplatzeffekten. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Gesamtauswirkungen auf die Arbeitsplätze langfristig nachteilig sind. Im Zusammenhang mit Wertsteigerung und Beschäftigung ist auch die Fragestellung wichtig, ob der Aufbau erneuerbarer Energien neue Techniken und Neuerungen fördern wird. In einem breiteren Zusammenhang wird die Beurteilung von Energiewirtschaft und energiepolitischen Beziehungen oft vereinfacht.

In diesem Zusammenhang erhebt sich die Fragestellung, ob die Förderungen der erneuerbaren Energien als originelle Staatsaufgaben zu betrachten sind, ebenso wie andere Staatsaufgaben, z.B. "Außensicherheit". Die militärischen Mittel dienen der äußeren Sicherstellung. Der Aufwand des Bundes dafür - rund 26,6 Mrd. im Jahr 2014 - wird in den VGR vorwiegend als Staatsverbrauch und in geringem Maße (rund 10%) als Investition erfasst.

Militärische Ausgaben schaffen Arbeitsplätze; unmittelbar bei den Militärs und Dienstleistungserbringern, mittelbar bei den Ausrüstern. Die Argumentation am Arbeitsplatz ist von untergeordneter Bedeutung, wenn es um "externe Sicherheit" geht. Bestenfalls wird es in der Verteidigungsindustrie eingesetzt. Es gibt dort eine Vielzahl von hochwertigen Arbeitsplätzen. Es ist unstrittig, dass die externe Sicherung und die militärischen Ausgaben von Bedeutung sind; zugleich gibt es keine Beweise dafür, dass die militärischen Ausgaben den Wohlstand erhöhen würden.

Ziel der regenerativen Energien ist es, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Nachfrage nach EEG-Anlagen hat der Parlamentarier im Wesentlichen durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) beziffert und die Vergütung der Stromerzeugung bestimmt. Die Argumentation für Beschäftigung oder Reichtum bei den regenerativen Energien ist wahrscheinlich eher mager. Die externe Sicherung durch militärische Aufwendungen ist logisch; es ist möglich, die Atomenergie und die fossilen Energieträger durch den Einsatz regenerativer Energien zu substituieren; es ist jedoch nicht erkennbar, dass die Aufwendungen für erneuerbare Energien insgesamt zusätzlichen Aufschwung oder Arbeitsplätze in Deutschland schaffen werden.

Nur wenn es Deutschland gelingen sollte, solche Pflanzen in großem Stil zu produzieren, sind die positiven Vermögenseffekte zu erahnen.

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