Erneuerbare Energien Europa

Regenerative Energien Europa

Die installierte Kapazität in Europa hat sich im gleichen Zeitraum nahezu verdoppelt. Für ihre Energiezukunft braucht die Europäische Union eine gemeinsame Vision. In Europa liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien. In den letzten Wochen wurden zwei massive Energieerzeugungsprojekte gestartet. Regenerative Energien in Europa nach FiT.

Zielsetzungen der Energie- und Klimaschutzpolitik der EU

Im Rahmen der EU werden übergeordnete klima- und energiestrategische Zielsetzungen und Richtlinien aufgesetzt. Allerdings liegt die Konkretisierung des Strommixes und die Implementierung des Aufbaus erneuerbarer Energien zum Erreichen dieser Zielsetzungen weiterhin in der Kompetenz der jeweiligen Staaten. Mit dem Dreieck der Zielvorgaben wirtschaftliche Effizienz, Versorgungssicherheit auf der einen und Energieversorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit auf der anderen Seite wurden auch die Richtlinien der europ. energiepolitischen Ausrichtung in den Lissabonner Staatsvertrag miteinbezogen.

Seit 2007/2008 gibt es für die Energie- und Klimaschutzpolitik der EU bis 2020 folgende bindende Ziele: eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent gegenüber 1990, eine Reduzierung des Energiebedarfs um 20 Prozent durch verbesserte Energieeffizienz.

Die Zielvorgabe von 20% für den Marktanteil regenerativer Energien wurde in der 2008 verabschiedeten EURichtlinie über die Verwendung von Energien aus regenerativen Energiequellen zwingend vorgeschrieben. Diese Direktive führte zum ersten Mal eine gesamteuropäische Regelung für die einzelnen Sektoren der Erneuerbaren Energien (Strom, Wärme/Kälte und Verkehr) ein. Je nach Ausgangssituation wurden für die Mitgliedsstaaten verschiedene Zielvorgaben erarbeitet, für Deutschland beträgt das Ziel bis 2020 18 Prozent des Bruttoendgasverbrauchs, nach der Schätzung der Regierung aus dem Jahr 2010 wird es aller Wahrscheinlichkeit nach leicht überschritten werden.

Der Bund ist wie die Staaten der anderen EU-Mitgliedstaaten dazu angehalten, der EU-Kommission über die Massnahmen und Expansionspfade zu berichten, die zur Erfüllung des bindenden Zieles ergriffen werden. Der Nationale Handlungsplan erklärt auch Massnahmen und Zielvorgaben für den Aufbau der Offshore-Windenergie in Deutschland. Schon immer war die Realisierung des gemeinsamen Energiemarktes ein wesentliches Ziel der Kommission.

Ein verstärkter Wettbewerbsdruck sollte die Effizienz der Stromversorgung mit direkten Verbrauchervorteilen verbessern und unter anderem die Versorgungssicherheit durch eine verbesserte Netzwerkbildung erhöhen. Mit der Errichtung des europaweiten Energiebinnenmarktes wird auch das angestrebte umwelt- und klimafreundliche Energieangebot verfolgt: Ein großer, geografisch erweiterter Elektrizitätsmarkt ermöglicht die Einbindung eines wachsenden Stromanteils aus schwankenden erneuerbaren Energien.

Der begleitende europäische Verkehr mit CO2-Zertifikaten treibt auch die Stromproduktion durch klimafreundliche Kraftwerke voran. Die Verwirklichung des Energiebinnenmarkts erfordert auch eine bessere Einbeziehung der einzelstaatlichen Transportnetze, die daher bei den Tätigkeiten der EU im Bereich der Energiepolitik eine große Vorrangigkeit haben. Beispielsweise ermittelt und kofinanziert das Förderprogramm für die transeuropäischen Energienetze (TEN-E) besonders bedeutsame Netzentwicklungsprojekte.

Darüber hinaus stimmt der Verbund der europäischen Netzbetreiber für Elektrizität (ENTSO-E) die Ausbaupläne der Netze in den Mitgliedsstaaten nicht verbindlich ab. Ein derart umfassendes Stromnetz würde einen grenzüberschreitenden Handel mit Strom sowie eine optimale Einbindung der erneuerbaren Energien in den Strom-Mix erlauben.

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