Erneuerbare Energien Geothermie

Regenerative Energien Geothermie Geothermie

Erdwärme - kostenlose Energie aus dem Erdinneren. Bild: Agentur für Erneuerbare Energien, Berlin. Die Geothermie nutzt die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie. Die Geothermie - auch Erdwärme genannt - ist nach menschlichem Ermessen eine unerschöpfliche und ständig verfügbare Energiequelle. Sie stellt eine hervorragende Ergänzung im Energiemix der erneuerbaren Energien dar.

Geothermie: Forschungsnetzwerk Erneuerbare Energien

Die Geothermie ist eine erneuerbare Energienutzung, die krisensicheren und umweltfreundlichen Elektrizität sowie Hitze oder Wärme zu jeder Zeit zur Verfügung stellen und so die Fluktuationen anderer regenerativer Energien auffangen kann. Nutzungstechnologien - Die Erdwärme oberflächennah kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden: als Heizquelle für die Erwärmung einzelner Gebäude und Stadtteile in Kombination mit einer Wärmepumpe oder als Kühlkörper zur Gebäudekühlung.

  • Saisongerechte Wärme- oder Kühllagerung im Boden oder in Grundwasserleitern. - Tiefengeothermie über Bohrlöcher in einer Wassertiefe von 2-5 Kilometer zur Einspeisung von größeren Wärmenetzen und Elektrizität. Potenziale In der künftigen Stromversorgung werden alle drei Techniken eine stärkere Bedeutung haben. Enhanced Geothermal Systems (EGS) gelten als die Variante mit dem grössten Potential in Mitteleuropa.

Dabei handelt es sich um Tiefengeothermieanlagen, in denen im Speicher zur wirtschaftlichen Verwertung Produktivitätssteigerungsmaßnahmen vorgenommen werden. Die EGS-Technologien sind einer der wichtigsten Faktoren im gesamten System der Technologien zur Geowärmenutzung. Das enorme geothermische Potenzial kann durch die sichere Erforschung und Erschließung von Heizquellen und durch hocheffiziente Oberflächenanlagen genutzt werden.

Elektrizität und Hitze aus der Erd- und Luftleitung

Geothermie ist die Verwendung von Geothermie zur Erzeugung von Elektrizität, Wärme und Kälte. Dabei wird zwischen der oberflächennahen Nutzbarmachung der Erdreichwärme (bis zu 400 Meter tief) oder der Umweltwärme und der tiefen Geothermie unterschieden. Mit einer Erdinnentemperatur von bis zu 6.000 Graden wärmen sich die obersten Gesteins- und Erdungsschichten sowie die unterirdischen Wasserspeicher auf.

Dort, wo die Hitze nahe der Erdschicht ansteigt, wird sie bereits in größerem Maßstab eingesetzt. In Ländern wie den USA, Island, Neuseeland, Indonesien und den Philippinen wird seit langem Elektrizität aus Geothermie erzeugt. Die erste geothermische Elektrizität wurde 1904 in Italien produziert. Der Aufwand rechnet sich, denn nach der Nutzung steht die Geothermie nahezu kostenfrei und wetterunabhängig, zu Tages- und Jahreszeiten zur Verfüg.

Doch nicht nur die Erdwärme aus dem Erdinnern kann zur Energiegewinnung herangezogen werden, auch die Umgebungslufttemperatur wird mittels Wärmepumpe zur Wärmeversorgung herangezogen. Steht die energetische Verwertung der (Tiefen-)Geothermie zur Elektrizitätserzeugung in Deutschland noch am Beginn, so konnte die Wärmegewinnung aus Erd- und Umgebungswärme bis 2016 12,27 Mrd. kWh oder 1 Prozentpunkt zum deutschen Wärmebedarf beitragen.

Die Wärmepumpe benötigt Elektrizität, um die von ihr erzeugte Erdwärme und Umgebungswärme zu nutzen. Damit sind sie in der Lage, im Laufe der Zeit eine Überversorgung mit regenerativem Elektrizität aufzunehmen. Sie ermöglichen als Speichermedien das Zusammenwirken von regenerativen Energien.

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