Erneuerbare Energien Sachsen

Regenerative Energien Sachsen

Hier finden Sie Informationen zu Studium, Aus- und Weiterbildung im Bereich der erneuerbaren Energien in Sachsen. Energiekosten sparen mit erneuerbaren Energien. Teilzeitpräsenzstudie Regenerative / Erneuerbare Energien Studie in Sachsen gesucht? Dr. Gerd Lippold und Wolfram Günther, unsere energie- und umweltpolitischen Sprecher, hatten zu einer öffentlichen Debatte eingeladen.

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Weshalb ein neuartiges Energie- und Klimaschutzprogramm in Sachsen? Mit dem Energie- und Klimaschutzprogramm Sachsen 2012 (EKP 2012) wurde das bedeutendste Grundlagendokument zur Energie- und Klimaschutzpolitik der Landesregierung Sachsen verabschiedet. Die aktuelle EKP wurde im MÃ??rz 2013 verabschiedet. Die beiden regierenden Parteien haben sich in ihrem Regierungsvertrag 2014 darauf geeinigt, die EKP zu modernisieren und weiter zu entwickeln.

Im Mittelpunkt steht der weitere Aufbau regenerativer Energien (RE) in Sachsen - unter Einbeziehung der Bürger. Sachsen hat sich in der EKP 2012 ein Expansionsziel für den Marktanteil der regenerativen Energien am Brutto-Stromverbrauch von 28% in 10 Jahren aufgesetzt. In 2016 lag der Marktanteil bei ca. 21 vH.

Energiepolitische Grundsätze im Land Sachsen

In ihrem Energielieferprogramm 2011 hat sich die Regierung für den Aufbau der regenerativen Energien in Deutschland die Ziele für die Elektrizitäts- und Wärmewirtschaft gesetzt. Im Jahr 2020 soll der Prozentsatz der regenerativen Energien am Gesamtstromverbrauch auf mehr als 35% (40%) steigen. Bis zum Jahr 2050 soll der Marktanteil auf 80% erhöht werden.

Im Wärmesektor ist dagegen bis 2020 ein erneuerbarer Energieträgeranteil von 14% geplant. Entscheidend für den weiteren Aufbau der regenerativen Energien ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das seit 2000 die Einspeisevergütung für 20 Jahre festlegt.

Für Neubauten gelten monatliche oder jährliche Absenkungen der Vergütung. Im Wärmesektor soll das am 01.01.2009 verabschiedete Erneuerbare Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) dem weiteren Aufbau der regenerativen Energien neue Impulse geben. Indem sie Energieimporte, oft aus wirtschaftlich unsicheren Gebieten, vermeiden und die Energieversorgungssicherheit verbessern, stärkt man mit regenerativen Energien die lokale Wirschaft.

Darüber hinaus vermeidet die Verwendung dieser Energiequellen beträchtliche Anteile an klimaschädigenden Treibhausgasemissionen. Diesen föderalistischen politischen Prinzipien kann sich der sächsische Staat bei der Gestaltung seiner energiepolitischen Ausrichtung nicht grundlegend entziehen. Bei der Gestaltung seiner Technologie. Für das aktuelle Energie- und Klimaschutzprogramm Sachsen[EKP] (Stand: 13. Mai 2013) ist bis 2022 nur ein weiterer Anstieg des Beitrags der erneuerbaren Energien zum Brutto-Stromverbrauch von 28% geplant (weitere Infos findest du hier).

Damit liegt sie weit unter dem von der deutschen Regierung gesetzten Ziel. Die niedrigste Zielvorgabe für den Einsatz erneuerbarer Energien hat sich auch der sächsische Staat im Verhältnis zu den anderen neuen Bundesländern gesetzt. Gegenüber dem ersten Vorschlag der EUK im Jahr 2012 wurden die Ziele nochmals reduziert. Urspruenglich sollten die regenerativen Energien bis 2022 einen Beitrag von 33% zum Gesamtstromverbrauch leisten.

Während der 2012er Vorentwurf ( "weitere Informationen") eine Erweiterung auf 3500 GWh/a bis 2022 vorsah, ist nun geplant, diesen auf 2200 GWh/a zu reduzieren. Nach den Plänen der Landesregierung soll dies durch nur 20 neue Werke sichergestellt werden. Bis 2022 sollen hier 1800 GWh/a anwachsen.

Nachfolgend erhalten Sie einen Einblick in die regenerativen Energien und den Entwicklungsstand im Bundesland Sachsen. Zu diesem Zweck werden die von der Fachagentur für Erneuerbare Energien herausgegebene und vom Portal www.foederal-erneuerbar. de für die Jahre 2009, 2010 und 2011 herausgegebene Studie zu den Themen Ausbreitung, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit im Bereich der regenerativen Energien der Län -der verwendet sowie Angaben des Statistikamtes des Freistaates Sachsen.

Hans-Jürgen Schlegel, VEE-Mitglied, hat den Ist-Zustand für das Jahr 2011 vorbereitet und aus seinen Zahlen eine Vorschau für das Jahr 2012 abgeleit. Keine wirkliche Senkung, sondern nur das Verschieben innerhalb von Energieträgern. Nach SCHLEGELs Prognosen wird der Stromerzeugungsanteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2012 auf rund 4.420 Gigawattstunden steigen.

Der Marktanteil beträgt damit 21,9%. In Sachsens aktuellem Energie- und Klimaschutzprogramm (EKP 2012) ist als Ziel für die Windkraft bis 2022 ein Anstieg auf 2.200 GWh/a geplant. Bereits 2010 wurden 1.335,7 GWh/a in das Netz einspeist. Laut Untersuchungen des Landesstatistischen Bundesamtes Sachsen ist die Einspeisemenge an Windkraft im Jahr 2011 auf 1.653,3 GWh/a gestiegen.

In Sachsen ist die Windkraft die mit großem Vorsprung wichtigste Quelle für erneuerbare Energien. In der EKP 2012 ist geplant, dass der weitere Aufbau der Windkraft vor allem durch das erneute Einschalten von Altanlagen erfolgt. Darüber hinaus ist geplant, dass bis 2022 nicht mehr als 20 neue Installationen erbaut werden. Zum 31. Dezember 2012 belief sich die in Sachsen installierte Kapazität der Windkraftanlagen auf rund 1019 Megawatt.

2012 wurden 14 30,5 Megawatt Turbinen erbaut und inbetriebgenommen. In den Jahren 2010 und 2011 wurden insgesamt 42 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 79,05 Megawatt erbaut und inbetriebgenommen. Neubauten haben eine größere Kapazität als ihre Vorgängermodelle. Im Jahr 2012 liegt die Durchschnittsleistung aller südsächsischen Windenergieanlagen bei rund 1,2 Megawatt, während die nominale Kapazität der neuen Kraftwerke zwischen 2 und 3 Megawatt liegt.

Gegenüber den anderen flächenbezogenen Ländern in Deutschland liegt Sachsen in der Unterhälfte. Es ist davon auszugehen, dass die Länder Baden-Württemberg, Thüringen, Hessen und Bayern aufgrund ihrer ambitionierten Expansionsziele in wenigen Jahren den Free State erobern werden. Danach würde der Free State auf den zweitletzten Rang vor dem Saarland schlüpfen.

Mit 10 seit Beginn des Jahrs 2013 im Aufbau befindlichen Kraftwerken wird bei der Inbetriebsetzung eine Leistungssteigerung von 25 Megawatt erreicht. In Sachsen lagen die Annahmewerte bei 51% für die Windkraft und 13% für Steinkohle. Sachsen befindet sich damit im überregionalen Bundesvergleich im kleinen Bundesdrittel der Bundesländer. Im Jahr 2011 wird die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich 1.602 betragen. 101.080 Menschen sind in der Windenergiebranche in ganz Deutschland mit dabei.

Dabei ist davon auszugehen, dass die Abschwächung des Aufbaus der erneuerbaren Energien im Windbereich zu rückläufigen Beschäftigtenzahlen führen wird. Nach dem im MÃ??rz 2013 verabschiedeten Energie- und Klimaschutzprogramm Sachsen 2012 ist geplant, den Stromanteil aus Photovoltaik-(PV)-Systemen in den nÃ?chsten zehn Jahren bis 2022 von rund 900 GWh/a auf 1.700 /a zu steigern.

Im Jahr 2011 entfielen 3,3% des gesamten Stromverbrauchs Sachsens auf die Stromerzeugung aus PV-Anlagen in Sachsen (20,2%-EE-Anteil am gesamten Stromverbrauch). Die Prognosen für 2012 gehen von einem Marktanteil von rund 4,2% aus. In Sachsen hat die Einspeisemenge aus der Fotovoltaik in den vergangenen Jahren stark angezogen. Waren es 2008 noch 111 Mio. Kilowattstunden, so werden es 2011 646 Mio. Kilowattstunden sein.

In Sachsen beträgt die montierte Photovoltaikleistung im Jahr 2012 1.087 MWp; im Jahr 2008 ist die Kapazität um rund 920 MWp angestiegen. Nach einer Prognose von SCHLEGEL wurden 2012 25.071 PV-Anlagen mit rund 850.000 Megawattstunden in das Stromnetz eingespeist. Im Jahr 2011 betrug die Anzahl der Mitarbeiter der Fotovoltaik im Bundesland Sachsen 6.801, im Jahr 2009 waren es sogar vier.

Mit 230 Mitarbeitern ist dies ein starker Zuwachs von rund 61% (Quelle: KREIBICH, SCHLEGEL). In den Jahren 2012 und 2013 wird die Zahl der Mitarbeiter in der Fotovoltaik aufgrund von energiepolitischen Entscheiden der Regierung sinken. Laut einer 2012 durchgeführten Befragung akzeptieren 75% der in Sachsen untersuchten Personen Solarkraftwerke in ihrer Stadt. Im Vergleich zu 2010 und 2011 ging der Anteil nur um einen einzigen Arbeitspunkt zurück.

Im Jahr 2011 wurden in Sachsen rund 271 Mio. Kilowattstunden Heizwärme mit Hilfe von Solarwärme produziert. In den Jahren 2006 bis 2011 stieg die Kollektorfläche für die solare Wärmegewinnung um 245.059 m2. Im Jahr 2011 belief sich die gesamte Kollektorfläche auf rund 695.411 m2. Im Jahr 2011 belief sich die Zahl der im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) subventionierten solarthermischen Systeme auf 1.671, im Vorjahresvergleich (3.258 Systeme) sank diese Zahl deutlich.

Im Jahr 2011 belief sich die Elektrizitätserzeugung aus Wasser in Sachsen auf rund 269 Mio. Kilowattstunden. Der EKP Sachsen 2012 plant bis 2022 keinen weiteren Ausbauschritt in der Wasserkraftstromerzeugung, obwohl beispielsweise RINDELHARDT für 2007 noch ein Potential von 450 MWh/a erwartet. Weitere Autorinnen und Autoren gehen von einem Expansionspotenzial von rund 110 Megawatt installierbarer Kapazität aus (KREIBICH; SCHLEGEL, 2008), das eine Strom-Einspeisung von rund 433 Gigawattstunden pro Jahr im "normalen Wasserjahr" ermöglichen würde.

Der frühere Schwankungsbereich der Wasserkrafteinspeisung von 2002 bis 2011 liegt zwischen mindestens 171GWh/a und höchstens 310GWh/a. Gegenwärtig gibt es im Bundesland Sachsen 314 Wasserkraftwerke (WKA) mit einer Anschlussleistung von 87,45 Megawatt, die teilweise aus unterschiedlichen GrÃ?nden nicht in Funktion sind. Mit 269 Millionen Kilowattstunden eingespeister Wasserkraft im Jahr 2011 konnten rund 113.000 Haushalten in Sachsen das ganze Jahr über mit Elektrizität versorgt werden.

Während 2009 ca. 8640 neue Sole-Wasser-Wärmepumpen und ein Jahr später ca. 7200 neue Sole-Wasser-Wärmepumpen aufgestellt wurden, sind es für 2011 nur 1972. 396 kW der vom MAP beworbenen Wasser-Wasser-Wärmepumpen wurden auch im Jahr 2011 eingesetzt. Im Jahr 2011 wurden 298 Erd- und Luft-Wärmepumpen aus diesem Förderprogramm gefördert.

Auch die Zahl der subventionierten Heizungswärmepumpen ist von 2010 bis 2011 um rund 600 auf 201 gesunken, und 2011 wurden 184 Sole/Wasser- und 17 Wasser/Wasser-Wärmepumpen nachgerüstet. Im Jahr 2011 beläuft sich die im Rahmen des Marktanreizprogramms (MAP) geförderte Neuinstallationsleistung der Geothermie-Wärmepumpen auf 2341 kW.

Diese betrug 9200 Kilowatt im Jahr 2009 und 7850 Kilowatt im Jahr 2010. Daraus resultieren pro 1000 Einwohnern 2,2 Kilowatt im Jahr 2009, 1,9 Kilowatt im Jahr 2010 und 0,6 Kilowatt im Jahr 2011. Es gibt für 2011 weitere Zahlen von 0,1 Kilowatt Neuinstallation pro Quadratkilometer und 517 Kilowatt installierter Kapazität pro Quadratkilometer Wohnraum. Im Freistaat Sachsen ist zurzeit ein Tiefengeothermieprojekt im Gebiet Schneeberg in Vorbereitung.

In Sachsen wurden im vergangenen Jahr rund 1.440 Millionen Kilowattstunden Elektrizität aus fester, flüssiger und gasförmiger Energie erzeugt. Gemäß dem Ziel der EKP Sachsen 2012 soll dieser Betrag bis 2022 auf 1800 Mio. Kilowattstunden steigen. Die Landesregierung schreibt im Staatlichen Entwicklungsplan 2012 vor, dass Gebiete für Biomassekraftwerke nur dann durch einen geeigneten Entwicklungsplan festgelegt werden dürfen, wenn auch die anfallende Abwärme vorrangig nutzbar ist und darüber hinaus der Biomassebedarf vorrangig aus dem Umland abgedeckt werden kann.

So wurden im Statistikjahr 2011 744,7 Mio. Kilowattstunden Elektrizität aus Biogasen (Gesamt-Biogas, Deponiegas, Klärgas) gewonnen. Die Stromerzeugung aus Biomasse wird 2011 7,3% des Nettostromverbrauchs ausmachen. Im Jahr 2011 gab es im Bundesland Sachsen 220 Biogaserzeugungsanlagen (BGA) mit einer Stromleistung von rund 86 MW. In Sachsen sind ab 2012 3 Biogasbehandlungsanlagen in Kraft.

Deponiegas wird in 25 Werken und Klärgas in 30 Werken (Stand 2011) produziert und in Strom umgewandelt. Im Jahr 2011 lag die gesamte Elektroleistung aller Biomassekraftwerke (ohne Abfall) bei rund 204 MW. Auch in den Systemen wird die Hitze bei der Stromerzeugung entkoppelt. Die Trendwende in der Mobilität hin zum vermehrten Einsatz von Elektroautos im Land Sachsen schreitet nach den aktuellsten Angaben des Landeswirtschaftsministeriums Sachsen zurzeit nicht voran.

So ist es nicht überraschend, dass am 1. Jänner 2013 in Sachsen nur 414 Vollelektrofahrzeuge und 3726 Hybridgetriebe registriert wurden. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) waren in Sachsen anfangs Jänner 2013 nur 213 Autos mit rein elektrischem Antrieb auf der Straße, bei einer Gesamtbevölkerung von über 2 Millionen Autos. Darüber hinaus sind in Sachsen nur 155 Tankanlagen für Fahrzeugnutzer verfügbar.

Zwar gibt es in Sachsen seit 2009 eine Musterregion für Elektro-Mobilität, für die 10 Mio. EUR an Fördermitteln (bis Ende 2011) zur Verfuegung stehen, eine messbare Infrastrukturverbesserung gibt es jedoch bisher nicht. In ihrem Kooperationsvertrag von 2009 hat die Freistaat Sachsen auch die Wichtigkeit der E-Mobilität für die sachsenländische Volkswirtschaft hervorgehoben.

"Wir werden die Elektromobilitätsinitiative fördern und Sachsen zum Pionier für moderne Verkehrs- und Kraftfahrzeugtechnologien machen. Die Elektromobiliät vergbünden, ein gemeinsames Vorhaben von Bayern und Sachsen mit den Schwerpunkten Fernmobilität, Stadtmobilität und Landmobilität, besteht seit der Jahresmitte 2012 ebenfalls mit dem Bestreben, den entsprechenden Mobilitätsbedarf zu decken.

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