Erneuerbare Energien Weltweit

Weltweite erneuerbare Energien

Regenerative Energien weltweit | Erneuerbare Energien, Windkraftanlagen, Offshore-Windparks, Energieautarkie. Es ist das erste Mal, dass Kohle durch erneuerbare Energien als größte Energiequelle ersetzt wird. Die Commerzbank: Erneuerbare Energien weltweit auf Wachstumskurs bei sinkenden Kosten. Ich verbrauche nicht so viel Energie! Milliarden von Menschen weltweit werden mit Strom aus Sonnenenergie versorgt.

Balance des weltweit erfolgten Aufbaus erneuerbarer Energien in der Energieerzeugung

Der weltweite Aufbau erneuerbarer Energien zur Energieerzeugung war 2017 ein weiteres Spitzenjahr. Zwischen Ende 2016 und Ende 2017 erhöhte sich die Stromproduktionskapazität um 167 GW auf der Grundlage von Wasser-, Wind-, Solar-, Bio-, Geothermie und Meeresenergie. Gegenüber Ende 2008 hat sich die Leistung der Werke bis Ende 2017 mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 8,4 Prozent auf 2.179 GW mehr als vervielfacht.

Hervorzuheben ist die beschleunigte Wachstumsgeschwindigkeit, die sich auch in der Weiterentwicklung der Elektrizitätserzeugung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien widerspiegelt. Zwischen 1997 und 2007 stieg die Stromproduktion aus Wasser-, Wind-, Solar- und Biotechnologie sowie Meeres- und Erdwärme weltweit um 30%. Im Jahrzehnt von 2007 bis 2017 lag der Anstieg bei 75 vH.

Damit war das durchschnittliche jährliche Wirtschaftswachstum in den vergangenen zehn Jahren mit 5,7 Prozent mehr als doppelt so hoch wie in den vergangenen zehn Jahren, als die Stromerzeugung aus regenerativen Energien um 2,6 Prozent pro Jahr gestiegen war. Die weltweit stärksten Kapazitätssteigerungen zwischen Ende 2008 und Ende 2017 wurden mit 399,1 Gigawatt mit Windkraft, 375,5 Gigawatt mit Sonnenenergie und 287,5 Gigawatt mit Wasserkraft erreicht - vor Bioenergie mit 55,4 Gigawatt, Erdwärme mit 3,4 Gigawatt und Marinenergie mit 0,3 Gigawatt.

War das Wachstum der Wasserwirtschaft bis 2010 noch stärker als bei der Windenergie und der Sonnenenergie, so hat sich das Verhältnis zugunsten des Windes und 2017 vor allem zugunsten der Sonnenenergie verändert. Bis Ende 2017 hat sich die Leistung der Windkraftanlagen mit 514 Gigawatt im Vergleich zum Jahresende 2008 mehr als verdreifacht.

Ende 2017 lag die Gesamtkapazität der Solarkraftwerke mit 391 GW 26 mal so hoch wie Ende 2008. Die Leistung der Wasserkraftwerke (ohne Pumpspeicher) stieg im gleichen Zeitabschnitt um ein Drittel und erreichte 1.152 GW. Obwohl auch die Kapazitäten der Meeres-Energieverdoppelung erreicht wurden, lag die Gesamtkapazität Ende 2017 bei nur 0,5 AGW (Tabelle 1).

Technologisch war die Gesamtkapazität der erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen Ende 2017 wie folgt aufgeteilt (Abb. 1): China ist nicht nur das energie- und kohleintensivste Staat weltweit. Per Ende 2017 waren 619 GW oder 28,4 Prozent der weltweiten Gesamtstromerzeugungskapazität auf der Grundlage regenerativer Energien in China verbaut.

Mit 113 Gigawatt liegt Deutschland im globalen Kapazitätsranking auf dem vierten Rang (Abb. 2). Selbst wenn man sich nach individuellen Technologien für erneuerbare Energien differenziert, liegt China nach wie vor an der Spitze der Rankingliste für die Bereiche Wasserversorgung, Windkraft und Solar. Die 6 Gigawatt gehören nicht zu den 20 weltweit größten Wasserkraft-Nationen. Vor allem bei der Windkraft und der Sonnenenergie ist die Lage anders.

Deutschland ( "Deutschland") liegt beim Thema Windkraft (Ende 2017) an dritter Position - hinter China und den USA - und beim Offshore-Wind an zweiter Position - hinter Großbritannien und vor China - und im Weltranglistenranking der Sonnenkapazitäten an vierter Position - in diesem Falle hinter China, Japan und den USA (Abb. 3).

Ende 2017 lag Deutschland bei der Bioenergie auf Platz fünf - hinter Brasilien, den USA, China und Indien. Deutschland hat einen Anteil von 5,2 Prozent an der weltweiten Gesamtstromerzeugungskapazität auf der Grundlage von erneuerbaren Energien (Stand Ende 2017). Die Leistung von Stromerzeugungsanlagen auf der Grundlage regenerativer Energien ist in den vergangenen Jahren in allen Regionen der Welt deutlich angestiegen (Abb. 5).

Das betrifft vor allem die Erschließung im Jahr 2017, als Chinas Stromerzeugungskapazitäten auf der Grundlage regenerativer Energien zwischen Ende 2016 und Ende 2017 um rund 78 Gigawatt gestiegen sind. Damit wurden 47 Prozent des globalen Kapazitätswachstums des Vorjahres erreicht. Mit 16 Gigawatt im Jahr 2017 verzeichnete Indien den weltweit zweitgrössten Anstieg der Kapazität von Elektrizitätserzeugungsanlagen auf der Grundlage von erneuerbaren Energien.

Der Anstieg der Solarkapazität machte in beiden Staaten den grössten Teil aus. Die Stromerzeugungskapazität auf der Grundlage regenerativer Energien stieg in Deutschland im Jahr 2017 um gut 8 TW. Bei den Kapazitätserweiterungen von Ende 2016 bis Ende 2017 liegt Deutschland damit an vierter Position vor Japan und Brasilien.

In Zentral- und Südostasien verdreifachte sich von Ende 2008 bis Ende 2017 die Kapazität zur Stromerzeugung auf der Grundlage von Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie, Bioenergie, Geothermie auf der Grundlage von Meeresströmungen. In Afrika wurde die Kapazität von regenerativen Energieanlagen um 80 Prozent erhöht - allerdings von einem sehr niedrigen Startniveau aus. Allerdings unterscheidet sich die Situation in Südamerika aufgrund der bereits vor 2008 dort installierten beträchtlichen Wasserkraftkapazitäten erheblich von der in den meisten anderen Regionen der Welt.

Den geringsten prozentualen Anstieg verzeichnete die eurasische Eurasierregion zwischen Ende 2008 und Ende 2017 mit einem Wachstum von 45 vH. Grund dafür ist der Anstieg um nur 10% in Russland, das mehr als die Hälfe der Erzeugungskapazität der Region ist. Infolge dieser Entwicklungen hat sich Asien zur Leitregion für erneuerbare Energien etabliert.

Auf Zentral- und Südostasien, 24% auf Europa, 16% auf Nordamerika, 10% auf Mittel- und Südamerika, 4% auf Eurasien (Russland, Armenien, Aserbaidschan, Georgien und die Türkei), 2% auf Afrika und je 1% auf Ozeanien und den Nahen Osten (Tabelle 2) entfallen zum Ende des Jahres 2017 42% der Gesamtkapazität.

Für Afrika wird auf der Grundlage von Bioenergie eine Stromproduktionskapazität von 1 Gigawatt ausgewiesen. Dies entspricht 14 Prozent der im Inland installierten Kapazität. Im Bereich der Wasserkraftwerke ( "Pumpspeicher" ausgenommen) stehen dem gesamten afrikanischen Festland 32 Gigawatt an Stromerzeugungskapazitäten zur Verfügung, was genau so hoch ist wie die in Norwegen installierte Wasserkraftkapazität. So stieg die globale Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 75 Prozent von 3.553 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2007 auf 6.211,4 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2017.

Im selben Zeitabschnitt stieg die Gesamtstromerzeugung um 27,5 Prozent auf 25.551,3 Milliarden Kilowattstunden (brutto). Dadurch stieg der Marktanteil der regenerativen Energien an der weltweiten Stromproduktion von 17,7 Prozent im Jahr 2007 auf 24,3 Prozent im Jahr 2017. Technologisch bestand die Stromproduktion aus regenerativen Energien im Jahr 2017 aus folgenden Komponenten (Abb. 6): Bioenergie und geothermische und marine Energie: 586,2 Milliarden kWh.

Der Unterschied in den dargestellten Teilwerten für Kapazität und Stromproduktion erklärt sich durch die unterschiedliche Kapazitätsauslastung der Werke. Bio- und Geothermieanlagen erzielen im Vergleich zu den lieferabhängigen Energiequellen Trinkwasserkraft sowie Windenergie und Solarenergie eine signifikant erhöhte jährliche Volllastzeit. Außerdem hat die Trinkwasserkraft eine wesentlich günstigere Nutzung als der Windkraft. Im Jahr 2017 wurden mehr als zwei Dritteln der weltweit erzeugten Elektrizität aus regenerativen Energien in den zehn Ländern mit der größten Stromproduktion aus den Bereichen Wasserversorgung, Windenergie, Solar, Biotechnologie, Erdwärme und Meerestechnik erzeugt.

Der weitaus größte Teil der regenerativ gewonnenen Elektrizität in Brasilien, Kanada, China, Russland und Norwegen stammt aus der Wasserkraft. Im kanadischen, russischen und norwegischen Raum macht die Wasserwirtschaft gar 90 Prozent oder mehr der gesamten Stromproduktion aus regenerativen Energien aus. Im Jahr 2017 ist die Wasserverstromung in den USA, Indien, Japan und Italien trotz geringerer Anteilsquoten als in den drei vorgenannten Ländern die bedeutendste erneuerbare Stromquelle bei der Stromproduktion: In Deutschland ist die Lage ganz anders.

Die Windenergie ist dort heute die wichtigste erneuerbare Energiequelle. Der Anteil der Wasserwirtschaft in Deutschland an der Stromproduktion aus regenerativen Energien betrug 2017 nur 9 Prozent. Der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion ist in Mittel- und Südamerika am größten. Im Jahr 2017 waren es rund 65,5 Prozent. Dies gilt vor allem für die Wasserwirtschaft, die 83 vH ausmacht.

Länder mit besonders hohem Anteil an erneuerbaren Energien sind Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Peru, Paraguay, Uruguay, Ecuador und Costa Rica, allerdings ist der Anteil wie in Mexiko immer noch auf gut 16% beschränkt. Seit 2016 ersetzt das Erdöl die Steinkohle als wichtigste Energiequelle für die Energieerzeugung in den USA. Im Jahr 2017 entfielen 32% der Elektrizitätserzeugung in den USA auf Gas und 31% auf Steinkohle.

Die Atomenergie machte 20 Prozent aus, während Erdöl und andere Energien 1 Prozent ausmachten. Im Gegensatz dazu basiert 65 Prozent der Stromproduktion in Kanada auf der Nutzung regenerativer Energien, vor allem der Wasserkraft. In Kanada werden die erneuerbaren Energien genutzt. Im Jahr 2017 betrug der Marktanteil der erneuerbaren Energien an der Elektrizitätserzeugung in Europa - einschließlich Eurasien (Russland, Armenien, Aserbaidschan, Georgien und Türkei) - 28,4%; in der EU-28 waren es 29,6%.

Vor allem in den nordischen Ländern Norwegen, Schweden und Finnland, Island, der Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich, die durch den Einsatz von Wasser in den Bergen, aber auch in einigen Balkanländern wie Kroatien und Albanien besonders bevorzugt werden, überwiegt die Wasserwirtschaft. Im Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Deutschland, Polen, Spanien und Portugal ist die Windenergie heute die bedeutendste erneuerbare Energien.

Den stärksten Solarausbau in Europa gab es in Deutschland. Der eurasische Raum wird vor allem durch die Lage in Russland und der Türkei mitbestimmt. So ist in Russland der Marktanteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion derzeit auf 16,9% immens. Davon sind 99 Prozent Wasser.

In der Türkei überwiegt auch die Wasserkraftnutzung, wo der Marktanteil der regenerativen Energien bei der Stromproduktion zweimal so hoch ist wie in Russland. Wasser ist in Georgien mit Abstand die bedeutendste Energieressource zur Stromproduktion. Die Länder mit der größten Stromproduktion aus regenerativen Energien sind in Asien, China, Indien und Japan.

In diesen Ländern ist der Marktanteil der regenerativen Energien an der Gesamtstromerzeugung 2017 mit 15,5 Prozent in Indien, 17,5 Prozent in Japan und 24,9 Prozent in China jedoch noch relativ gering. Auch in China - genau wie in Indien - überwiegt nach wie vor die Koks. In China beispielsweise macht die Steinkohle 67% der Stromproduktion aus.

Der Anteil der Atomenergie beträgt 4 Prozent, des Erdgases 3 Prozent und des Öls, der anderen fossilen Brennstoffe und der Pumpspeicherwerke zusammen 1 Prozent. In Ländern wie Nordkorea, Laos, Myanmar, Nepal und Bhutan hingegen wird die Energieerzeugung vorwiegend aus Wasserkraft betrieben. Der Anteil der Wasserwirtschaft an der Gesamtstromerzeugung in Vietnam beträgt 37,1%.

In den beiden grössten ozeanischen Bundesstaaten Australien und Neuseeland ist die Energieerzeugung sehr unterschiedlich strukturiert. In Australien entfallen 15,0 Prozent der Stromproduktion auf erneuerbare Energien, in Neuseeland sind es 81,3 Prozent. Der größte Teil davon ist die Wasserwirtschaft. Afrikas ist der Erdteil mit der geringste Elektrizitätsrate und auch mit der geringste Stromproduktion aus regenerativen Energien.

Der durchschnittliche Pro-Kopf-Stromverbrauch in Afrika beträgt ein Drittel des vergleichbaren Wertes für Deutschland. In Afrika belief sich die Erzeugung von Strom aus regenerativen Energien im Jahr 2017 auf 153,0 MWh. 128,5 Milliarden Kilowattstunden davon entfallen auf die Energieerzeugung aus Wasser. Im Jahr 2017 lag die afrikanische Gesamtwasserkraftproduktion um 9% unter der norwegischen Wasserkraftproduktion.

In Anbetracht des großen vorhandenen Naturpotenzials der regenerativen Energien und des niedrigen Elektrizitätsgrades des afrikanischen Kontinents ist klar, wie viel Aufholbedarf Afrika hat, um die Möglichkeiten, die die regenerativen Energien für die dortige Wirtschaftsentwicklung mit sich bringen, zu nutzen. Durch die in den vergangenen Jahren erreichten Kosteneinsparungen, vor allem bei Solarmodulen und Windkraftanlagen, haben sich die Bedingungen für die Erschließung dieses Potentials erheblich erhöht.

Ein Wandel der Energielieferungen vollzieht sich weltweit, bisher vor allem in der Energieerzeugung. Die Tatsache, dass diese Umwandlung tatsächlich stattfindet, spiegelt sich auch in der erhöhten Dynamik des Wachstums beim Aufbau der regenerativen Energien wider[3]. Der steigende Bedarf an Elektrizität, der durch erneuerbare Energien gedeckt wird, spielt eine zentrale Rolle bei der Eindämmung des weltweiten Temperaturanstiegs. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Stromnachfrage steigt. Die Substitution fossiler Energien, vor allem von Gas und Erdöl, im Heizungsmarkt und im Transportwesen durch erneuerbare Energien kann auch in diesen Bereichen einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten.

Dennoch werden konventionelle Energien in vielen Gebieten noch in den nächsten Jahrzehnten eine bedeutende Bedeutung haben. Daher ist es neben dem weiteren Aufbau erneuerbarer Energien unerlässlich, die Energie-Effizienz weiter zu erhöhen und die Implementierung der Technik zur Abtrennung, Lagerung oder Verwendung von CO 2 voranzutreiben. 1] IRENA: Renewable Capacity Statistics 2018, Agence internationale pour les énergies renouvelables (IRENA), Abu Dhabi 2018. 2] BP Statistical Review of World Energy, juin 2018. 3] REN21, Renewables 2018, Global Status Report, juin 2018.

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