Erneuerbare Energiequellen

Regenerative Energiequellen

Regenerative Energiequellen und Klimaschutz. Erneuerbare Energiequellen wie Wasser, Sonne, Wind, Biomasse und Geothermie sind vielversprechend. Der Energiebedarf der Schweiz sollte so schnell wie möglich aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. In fossile Brennstoffe fließen milliardenschwere Subventionen, während der Klimaschutz stagniert. Der Einsatz erneuerbarer Energien nimmt stetig zu.

ETH-Klima-Blog der ETH Zürich| Erneuerbare Energiequellen

Zur Bekämpfung des Klimawandels muss die Verwendung von fossilen Brennstoffen erheblich begrenzt werden. Damit noch genügend Strom zur VerfÃ?gung steht, mÃ?ssen neue Energiequellen genutzt werden. Erneuerbare Energiequellen wie z. B. Strom, Wärme, Wasser, Sonneneinstrahlung, Windkraft, Biomasse und Erdwärme sind aussichtsreich. Regenerative Energiequellen sind insofern zukunftsfähig, als sie im Gegensatz zu fossilen Energieträgern erst nach einigen Jahrzehnten oder Jahrhunderten verbraucht werden.

Außerdem schafft ihre Verwendung nur wenig CO?. Daher ist eine verstärkte Verwendung regenerativer Energiequellen von Bedeutung, um den Klimawechsel zu verlangsamen. Erneuerbare Energiequellen sind unter anderem: Im Inland machen die regenerativen Energieträger 19,4% des gesamten Energieverbrauchs aus. Der Strom des Trinkwassers kann in Strom umwandelt werden. Die Schweizer Wasserburg ist daher ein optimales Beispiel für die Stromerzeugung aus Wasser.

Anfang der 70er Jahre kamen noch knapp 90% der heimischen Stromerzeugung aus der Wasserkraft. Heutzutage macht die Wasserkraft rund 54% der Stromerzeugung aus. Damit ist die Wasserwirtschaft nach wie vor die bedeutendste heimische Stromquelle für die Stromerzeugung. In der Schweiz wird in der Schweiz Elektrizität aus Wasserkraft in Laufwasserkraftwerken (>Funktionsweise) und in Speicheranlagen (>Funktionsweise) erzeugt.

In der Schweiz wurden seit der Umsetzung der kostendämpfenden KEV für Elektrizität aus regenerativen Energiequellen eine Vielzahl von Projekten für Kleinwasserkraftanlagen umgesetzt. Mit der 2009 vorgestellten KEV können die Erzeuger den aus regenerativen Energiequellen erzeugten Elektrizität zu einem garantiert günstigen Tarif in das Stromnetz einbringen. Der Einsatz von Wasser kann in Zukunft nur noch leicht gesteigert werden, da das Potential der Schweizer Wasserwirtschaft bereits sehr gut ausgenutzt ist.

Solarenergie, die in Gestalt von Strom und Hitze auf die Erde auftrifft, kann auf drei verschiedene Weisen eingesetzt werden: Zurzeit werden in der Schweiz pro Jahr rund 4'000 Systeme zur Warmwasserbereitung oder zur Nachheizung installiert. Würden alle Bestandsgebäude energieeffizient renoviert, könnten Solarkollektoren den gesamten Heizwärmebedarf der schweizerischen Haushalten decken.

Weil in der Wildnis viel mehr Elektrizität produziert werden kann, als lokal konsumiert wird, kann der daraus resultierende Überschussstrom mit Hilfe von Hochspannungsgleichstrom nach Europa (EU) transportiert werden. - Photovoltaik: Mit Photovoltaikanlagen kann Solarenergie in Elektroenergie umgewandelt werden. Derzeit macht diese Technik rund 0,04% der schweizerischen Stromerzeugung aus.

Die Potenziale des Solarstroms aus der Photovoltaik sind beträchtlich: Bis 2050 könnte rund 20% des heutigen Elektrizitätsbedarfs in der Schweiz durch Photovoltaik gedeckt werden. In Windkraftanlagen antreibt der Blitz die Rotorblätter der Turbine, die diese Bewegungsenergie mit einem Generator in Strom verwandelt. 1986 wurde in Langenbruck/BL die erste Windkraftanlage der Schweiz erbaut.

Im Jahr 2007 gab es in der Schweiz über 30 Installationen. Die Windkraft erlebt ein starkes weltweites Wachstum: Die weltweite Zuwachsrate für neue Windkraftanlagen beträgt 20%. In der Schweiz kann sich die Windkraft auch noch gut entwickeln: Wer die hohen Anforderungen des >Konzepts "Windenergie Schweiz" erfüllt, könnte bis 2030 rund 0,6 Milliarden Kilowattstunden Elektrizität pro Jahr erzeugen.

Mit einem derzeitigen Jahresstromverbrauch in der Schweiz von fast 60 Milliarden Kilowattstunden kann die Windkraft jedoch höchstens 1 Prozent des Strombedarfs decken. Allerdings wirft die Windkraft neue Herausforderungen für die Kraftwerke auf: Weil die Stromerzeugung nicht gleichbleibend ist, sondern von der Windstärke und -richtung abhängig ist, variiert die produzierte Strommenge.

Darüber hinaus können unter anderem Biomassen, Abfälle und Geothermie zur Strom- und Wärmegewinnung eingesetzt werden. - Biomassen und Abfälle: Biomassen sind organische Stoffe, die nicht durch Geologie beeinflusst wurden (im Unterschied zu fossilen organischen Stoffen, d.h. Öl, Steinkohle, Erdgas). So können zum Beispiel Holz, aber auch Jauche, Schlamm oder Speisereste zur Energiegewinnung aufbereitet werden.

Mit Hilfe von Biomassen können Energieträger wie Hitze, Elektrizität oder Brennstoff erzeugt werden. Der Einsatz von Biomassen ist mehr oder weniger CO?-neutral, da das Wachstum der Pflanze CO bindet, die dann bei der thermischen Verwertung wieder abfällt. Die Energieerzeugung kann auch durch die Abfallverbrennung erfolgen. - Umweltwärme: Die in der Raumluft, im Boden und im Grundwasser enthaltene Abwärme (sogenannte Umgebungswärme) kann verwendet werden.

Allerdings hat diese Erwärmung ein verhältnismäßig niedriges Temperaturniveau. Ihr effizienter Einsatz ist daher nur mit einer Wärmepumpe möglich. - Geothermie ist die in der Regel in Gestalt von Hitze unter der Erdoberfläche gesammelte Erdwärme, vor allem durch den Abbau von natürlich vorkommenden radioaktiven Elementen. Die Temperaturen in der Schweiz liegen in einer Wassertiefe von 5000 Meter bei rund 200°C.

In der Schweiz wird zurzeit kein Strom aus Geothermie erzeugt. In der Schweiz ist das Potential für die geothermische Energieerzeugung sehr hoch.

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