Fernwärme Leipzig

Fernheizung Leipzig

Die Fernwärme dient in erster Linie der Gebäudebeheizung - welche (rechtlichen) Besonderheiten gelten in diesem Zusammenhang? Derzeitiges Stellenangebot als Asset Manager Basic Planning Fernwärme (m/w/d) in Leipzig bei der Netz Leipzig GmbH. Nun sprechen wir über Fernwärme und ein grünes Konzept. Inwieweit sind die durchschnittlichen Heizkosten in Leipzig hoch? Wärmeenergieverbrauch und Kosten für Gas, Heizöl und Fernwärme.

Wird Leipzig ab 2023 auf die Fernwärme aus Lippendorf verzichten?

Die Leipziger Grünen und die Leipziger Studentin sollten bald einen großen Wurf machen. Seit Jahren kämpfen die beiden Gemeinderatsfraktionen darum, dass sich Leipzig so rasch wie möglich von der Fernwärmeversorgung aus dem Braunkohlenkraftwerk in Lippendorf verabschieden kann. Lippendorf macht mehr als die Hälfe des Fernwärmebedarfs in Leipzig aus (rund 200 von 350 MW bei einem Durchschnittswinter).

Die Nahwärme ist im Besitz der Leipzigischen Stadtwerke. Bisher waren die Bosse dieses Kommunalunternehmens und ihrer Muttergesellschaft der Forderung nach einem raschen Ende für Lippendorf gegenüber ziemlich zögerlich. Es sei "ökologisch und wirtschaftlich unsinnig", die Braunkohleabwärme nicht zu verwenden, solange für rund drei Mio. Haushalten Elektrizität erzeugt werde.

Bürgermeister Burkhard Jung (SPD) wird heute, 10.00 Uhr, zusammen mit den Leitern der Stadtwerke eine Bilanzpressekonferenz zum Thema "Ein zukünftiges Konzept für eine zukunftsfähige Wärmebereitstellung in Leipzig" abhalten. In der Einladungskarte steht, dass es um "wie die Leipziger Wärmeumwandlung und die zukünftige Nahwärmeversorgung der Hansestadt geformt werden können" geht. Noch kurz vorher war Jung's Umfeld bekannt geworden, dass der Bürgermeister bereits ab 2023 für die eigene Versorgung Leipziger Landes zuständig war.

In welchem Fall ein Rücktritt von Lippendorf im Jahr 2023 oder im Jahr 2030 möglich wäre. Er hat eine Wärmeleistung von 200 MW. Die verbleibende Nachfrage nach dem rasch wachsenden Fernheizungsnetz könnte durch Dezentralisierung gedeckt werden - wie beispielsweise die vier von den Stadtwerken neu gebauten BHKWs mit einer Gesamtkapazität von acht Megawatt. Von den Stadtwerken wurden die restlichen vier BHKWs errichtet.

Allerdings hat das 2023er Modell zwei Messunsicherheitsfaktoren. Letztendlich würde die Umsetzung rund 300 Mio. aufwenden.

Fernwärme Lippendorf für Leipzig bis 2023

Das Warmwasser aus dem Braunkohlenkraftwerk Lippendorf versorgt das Fernwärmenetz Leipzig mit der Basis. Damit will das Unternehmen das Heizkraftwerk veräußern, hat aber nun den Fernheizvertrag mit den Leipzigischen Werken um zehn Jahre verlang. Bis 2023 hat die SWL Leipzig die Fernwärmeversorgung aus dem Lippendorfer Braunkohlenkraftwerk erweitert. SWL und der Lippendorfer Betreiber Wattenfall Europe haben am gestrigen Tag im Fernwärmeübergabewerk Leipzig einen entsprechender Kontrakt abgeschlossen.

Über eine 15 km lange Pipeline erreicht das Lippendorfer Warmwasser die Übertragungsstation im südlichen Leipzig, wo es in das Netz der Städtischen Werke geleitet wird. Mit rund 900 GWh pro Jahr decken die Lippstädter mehr als die Hälfe des Fernwärmebedarfs von Leipzig, der von 1.500 bis 1.600 GWh reicht. Mit einer Kapazität von 200 MW versorgt das Braunkohlenkraftwerk die Fernwärmeanlage mit der Basislast.

Bei Spitzenlasten kann die SWL weitere 130 Megawatt aus Lippendorf beziehen oder drei eigene Heizkraftwerke in Leipzig-Nordost nutzen. Die wirtschaftlichen Bedingungen für die von Vattenfall bereitgestellte Fernwärme sind, wie SWL-Geschäftsführer Raimund Otto sagte, unverändert hoch. Die SWL in Lippendorf kann bei Aussentemperaturen von weniger als -4° C die Wärmeversorgung aus beiden Kraftwerkseinheiten anordnen.

Die aktuellen Absatzpläne von Vattenfall für das Lippendorfer Kernkraftwerk sollten die Fernwärmeversorgung Leipzigs nicht beeinträchtigen, bestätigten Otto und Vattenfall-Vorstand Klaus Aha. Zugleich wies er darauf hin, dass sich die dänische Konzernmutter nicht nur von Lippendorf, sondern von ihrem gesamten Deutschlandgeschäft distanzieren könnte. Zur Sicherung der Fernwärmeversorgung Leipzigs auch unter widrigen Bedingungen plant die SWL, bis spätestens zur Jahreswende 2014 zwei neue Werke zu bauen.

Das zweite Vorhaben betrifft einen Warmwasserspeicher in Leipzig-Süd, die erste dieser Art für die Stadt.

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