Flexstrom

Flex-Strom

München, der Gründer und ehemalige Chef des Stromanbieters FlexStrom. Nach den Insolvenzen von Teldafax und Flexstrom sind die Stromkunden bei den Vorauszahlungstarifen zurückhaltend geworden. Berichten Sie Ihre Adressänderung schnell und einfach an FlexStrom. Nach Angaben von Flexstrom ist das Unternehmen profitabel, kann aber seine Rechnungen nicht mehr bezahlen. Das Energieversorgungsunternehmen Flexstrom kann seine Kunden nicht mehr beliefern.

Zahlungsunfähigkeit von Flexstrom: Robert Mundts Wohnhaus wurde untersucht.

Robert-Mundt, der Begründer und frühere Leiter des aktuellen Anbieters FlexStrom. Bislang hat der Konkursverwalter keinen einzigen Pfennig von Robert Mundt gesehen. Ein Töchterchen von Robert Mundt hatte die Türe aufgemacht - und der Ex-Manager war auch da gewesen, sagen sie. Offensichtlich soll der Tritt aber dazu beitragen, dass Schulen-Kaubrügger die Millionengrenze erreichen.

Mundt ist nicht mehr als Eigentümer der Liegenschaft registriert. Bereits 2013 - kurz nach der Insolvenzmeldung von FlexStrom - überschrieb der Pionier das Herrenhaus. Der Kunde hat nach eigenen Angaben keinen direkten Draht zu Robert Mundt. Deshalb konnte "Herr Robert Mundt [....] bei der Suche in den Räumen unseres Mandanten nicht gefunden werden".

Nach Gerichtsverfahren und einem Beschluss im Jahr 2015 hatte sich der ehemalige Vorstandsvorsitzende Mundt bereits auf die Rückzahlung von sechs Mio. EUR an den Zahlungsbefehlshaber geeinigt. Der Geldfluss war kurz vor der Insolvenzmeldung von FlexStrom im Rahmen eines konzerninternen Vertrages auf Mundts-Konto erfolgt. Doch nach seiner Konzession ging Mundt plötzlich nach England. Allerdings ist dies anscheinend nicht ganz gelungen: So soll beispielsweise Mundt in England in seinem privaten Insolvenzverfahren nur einen Teil der Million Schulden ausgewiesen haben.

Er war nicht von rund 3,8 Mio. EUR befrei. Der Robert Mundts-Anwalt Carsten Wegner nimmt dazu auf Anfrage nicht im Einzelnen Stellung und ist sich nicht bewusst, "dass ein unternehmensnaher Konkursverwalter nach Abschluss des einzelnen Insolvenzverfahrens von Hr. Mundt noch Ansprüche gegen Hr. Mundt (privat) haben oder geltend machen könnte".

Damit könnte Schuld-Kaubrügger die ganzen sechs Mio. nachfragen. Der Anwalt Ben Irle erklärt unterdessen, dass der letztmalige Wohnort von Robert Mundt, den sein Mandant - die Villa-GmbH - kennt, London ist. Mundt hat sich dort in einer spannenden Gegend angemietet, als er 2016 die Privatinsolvenz anmeldete, wie Registereintragungen aufzeigen.

Der Flexstrom - ein Warnbeispiel für die Konsumenten.

Flexstrom? Die Zahlungsunfähigkeit der Flexstrom-Gruppe ist damit höher als die von Teldafax im Jahr 2011, in dem rund 750.000 Kreditgeber von der Zahlungsunfähigkeit erfasst waren. Die Flexstrom AG konnte als mittelständisches, kostengünstiges Stromversorgungsunternehmen aus Berlin über viele Jahre hinweg mit ihrem Prepaid-Modell viele Kundinnen und Verbraucher anlocken. Bis Ende 2011 versorgte das Unter-nehmen mehr als 400.000 Verbraucher mit Elektrizität.

In 2010 wurden 293.929 neue Kundinnen und Servicepartner gewonnen. Flexstrom hat im Jahr 2011 370.000 neue Abonnenten gewonnen, aber rund 240.000 bestehende mitgenommen. Die Firma Flexstrom wurde 2003 von den Gebrüdern Mundt gegrÃ?ndet und war 2011/2012 mit mehr als 550.000 Verbrauchern einer der groÃ?en selbstÃ? ndigen Strom- und Gasversorger in Deutschland.

Flexstrom umfasste auch die Brands ÖkoFlex, Löwenzahn Energy und Bestalgrün sowie den Gasversorger FlexGas. Flexström hat so genannte "Strompakete" angeboten. Er musste seinen jährlichen Verbrauch schätzen und dann für ein Jahr seinen Elektrizität im Voraus kaufen. Allerdings waren die Pauschalpreise so vorteilhaft, dass Flexstrom mit diesem so genannten billigen Elektrizität viele Verbraucher gewinnen konnte.

In einigen Fällen wurde neuen Verbrauchern Elektrizität zu niedrigeren Tarifen zur Verfügung gestellt als die Aufwendungen für Zuteilungen, Abgaben, Konzessionsgebühren und Netzgebühren. Bereits im zweiten Jahr wurden die Kurse dann zum Teil um 50 oder gar 100 Prozentpunkte anheben. Die Verbraucher waren jedoch nicht dabei. In Scharen verließen und das Geschäftsmodell von Flexstrom ging schwimmen.

Der Flexstrom und auch die Teldafax-Insolvenz sind nach wie vor ein Warnbeispiel für die Konsumenten. Die Konsumenten sollten den so genannten kostengünstigen Stromangeboten gegenüber kritisch sein. Schon jetzt locken einige Stromversorger neue Kundinnen und Konsumenten mit exzessiven Boni, ändern die Anzahl der Vorauszahlungen bei einem Kundenwechsel und verschieben die Zahlung des Bonusses, wenn der Kunde nach einem Jahr wieder umkehrt.

Basierend auf einem von uns weiterentwickelten Verfahren verleihen wir das Qualitätssiegel "Deutschlands bester Stromversorger". So unterscheiden wir zwischen fairen, zuverlässigen und sicheren Stromlieferanten und machen es den Verbrauchern leichter, den passenden Stromlieferanten zu wählen. Durch das Aktivieren des Schalters "Deutschlands bester Stromversorger" können wir nur Strompreise von erstklassigen und handverlesenen Stromversorgern aus unserer einmaligen Bewertungsdatenbank und unter Berücksichtigung der Ratschläge der Stiftung und der Verbraucherberatungsstellen einbeziehen.

So können die Konsumenten einfach und sicher zu einem renommierten Stromversorger wechseln. Die Markttransparenz nimmt zu und viele Konsumenten sind mit der Wahl des geeigneten Lieferanten unterfordert. Der Großteil der in den Tarifkalkulatoren angebotenen Stromversorger ist dem Endverbraucher nicht bekannt. Bei 58% der Konsumenten ist die Furcht vor einem zweifelhaften Lieferanten das wichtigste Hindernis für einen Lieferantenwechsel.

Mit der Auszeichnung als "Deutschlands bester Stromversorger" für den Endverbraucher nimmt uns diese Befürchtung ab.

Auch interessant

Mehr zum Thema