Freie Wahl Stromanbieter

Frei wählbare Stromversorger

Prinzipiell ist es durchaus möglich, den Stromanbieter als Mieter eines Hauses oder einer Wohnung frei zu wählen. Aber sie entscheiden selbst, wo sie Strom kaufen. Aber sie entscheiden selbst, wo sie Strom kaufen. Neuer Bau: Kann ich auch den Stromanbieter wechseln, wenn ich einen neuen baue? Das Recht auf freie Wahl des Lieferanten.

In Kürze wird jeder Mensch die Möglichkeit haben, seinen Stromversorger zu bestimmen - Wirtschaftlich.

Die Bundesregierung beabsichtigt, den Elektrizitätsmarkt zu durchbrechen. Die Bewohner von Pfuschlav in der Kommune Brüssel bezahlen rund 440 CHF pro Jahr für den Stromverbrauch eines Vier-Personen-Haushalts. Wenn eine dort lebende Gastfamilie in eine von der BKW versorgte bernische Gemeinschaft umzieht, sind es dieselben 1060 Francs - beinahe zweieinhalb Mal mehr als in Bürgi.

Diese Gastfamilie hat keine Wahl, denn in der Schweiz gibt es heute einen obligatorischen Anschluss an das örtliche Elektrizitätsunternehmen (EW). Er sandte uns am gestrigen Tag einen Gesetzentwurf zur Konsultation, der die freie Wahl des Dienstleisters vorgibt. Mit der Verabschiedung des Gesetzes kann jeder Hausstand in der Schweiz Elektrizität bei Brüssel beziehen.

Mit einem bernischen Haushalten würden rund 600 Francs pro Jahr eingespart, mit einem Zürcher Haus rund 400 Francs. Überraschenderweise blieb jedoch Energaministerin Doris Leuthard in diesem Bereich nicht verbindlich. "â??Das Hauptziel ist es, keine niedrigeren Verkaufspreise zu habenâ??, sagte sie vielmals, als sie gefragt wurde. Es geht zum einen um die Versorgungssicherheit, zum anderen um die Effizienzsteigerung bei der Strombereitstellung und zum dritten um die Umstellung auf eine regionale Elektrizitätsversorgung.

Die freie Wahl sollte sich auf schweizerische Dienstleister beschränken. Aber sie entscheiden selbst, wo sie Elektrizität kaufen. "Man könnte es auch komplett im Auslande kaufen, zum Beispiel aus billiger Kohle", sagt Patrick Dümmler vom Think Tank Avenir Suisse. Aber dieses von Kritikern der Wahlfreiheit umrissene Phänomen wird nicht eintreffen.

Gleiches gilt für die Stromnachfrage", sagt Dümmler. Wie Leuthard am gestrigen Tag betonte, wären mit der kostenlosen Wahl beispielsweise Abonnements wie "Walliser Berstrom pur" oder "Reiner Aargauer Strom" möglich. Leuthard will nun mit einer so genannten Energiesparversicherung, d.h. ohne die EU, eine sichere Versorgung gewährleisten. Damit soll die Schweiz auch weiterhin von fremden Ländern getrennt sein.

Leuthard rechnet mit 1 bis 2 Francs pro Jahr und Jahr. Um das zweite Hauptziel, die höhere Energieeffizienz, zu erreichen, will sie die 640 Regionalversorger, die wir heute haben, in den Hintergrund drängen. Heute berechnen sie alle - im Strompreis in jeder kWh enthalten - auch Übertragungsentgelte. Aus diesem Grund bezahlt ein 4-köpfiger bernischer Hausrat allein in Transitgebühren rund 500 Schweizer Franken pro Jahr, während ein Züricher Hausrat rund 400 Schweizer Franken ausgibt.

Auf diese Netzentgelte entfallen insgesamt 5 Mrd. Euro jährliche Strompreise. "Es gibt ein beträchtliches Einsparpotenzial", sagte Leuthard. Die dritte Zielsetzung, die Umstellung auf die regionale Belieferung, ist das am wenigsten auffällige, aber wahrscheinlich das sicherste. Der Leuthard will sich davon lösen. Mit dem Konzept sollen Lieferanten dafür belohnt werden, dass sie vor Ort Elektrizität produzieren - wie beispielsweise Solarenergie - und diese vor Ort in Akkus oder Gascontainern abspeichern.

Die privaten und e-Velos würden daraus Elektrizität gewinnen, und das Stromnetz würde sich stabilisieren.

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