Gaspreise Verbraucher

Benzinpreise Verbraucher

wird den Rückgang der Gaspreise in Deutschland nicht an die Verbraucher weitergeben. Die Einkaufspreise für Gas sind seit Anfang des Jahres stark gesunken, die Gaspreise für die Verbraucher sind bisher kaum gesunken. Das Überangebot führt in der Regel zu Verwirrung bei den Verbrauchern. Internationale Gaspreise und Erdgaspreise sind seit Jahren sehr niedrig. In Deutschland sind die Gaspreise von Region zu Region sehr unterschiedlich.

Benzinpreis: Die Verbraucher werden gerechter gehandhabt.

Die Gasversorger haben in den Jahren 2015 und 2016 einen größeren Teil ihrer Einsparungen an ihre Abnehmer weitergegeben als im Jahr 2014, so das Fazit einer Studie des Energiedatendienstes Energiekommentar im Namen der grünen Fraktion im BZ. Der Anteil des niedrigeren Kaufpreises, der den Verbraucher erreicht, ist auch davon abhängig, wo er sich aufhält.

Laut der Untersuchung sanken die Einkaufskosten pro durchschnittlichem Haushalt im Grosshandel im Jahr 2016 um 94 EUR. Die Verbraucherinnen und Verbraucher partizipieren davon mit 70 EUR. Im Jahr 2014 sanken die Kaufpreise laut der Untersuchung um 104 EUR, aber die Haushalte erhielten nur 20 EUR.

Im Jahr 2015 wurden die Verbraucher am gerechtesten behandelt: Zu diesem Zeitpunkt sanken die Grosshandelspreise um 34 EUR, von denen 28 EUR von den Lieferanten an die Konsumenten weitergegeben wurden. Fazit: Ein Haus mit einem jährlichen Verbrauch von 20000 kWh in den letzten drei Jahren hat 114 EUR mehr bezahlt, als er bei vollständiger Weiterleitung der Einsparungen hätte bezahlen müssen.

Einschließlich der Mehrwertsteuer war die Abrechnung am Ende gar 136 EUR mehr, als ein Verbraucher hätte vermuten können. Demnach sind die Einkaufskosten der dt. Einführer seit 2012 um fast die Haelfte gesunken. In diesem Zeitraum konnte die Wirtschaft einen Preisverfall von 25 Prozentpunkten verzeichnen, während die Kurse der Privathaushalte nur um drei Prozentpunkte sanken.

Netzentgelte machen 27 Prozentpunkte des Benzinpreises für Privatverbraucher aus, 25 Prozentpunkte entfällt auf Steuer- und Abgabenzahlungen, und der von Gaslieferanten beeinflussbare Marktanteil ist mit 48 Prozentpunkten sehr hoch - insbesondere im Verhältnis zum Elektrizitätsmarkt. Denn nur ein Teil der 2016 an die Privathaushalte gehenden Erdgasmengen war bereits vor 2014 im Forward gekauft worden.

Auch aus der Perspektive des Verfassers ist es schwierig zu erläutern, warum die Einsparungen in den letzten drei Jahren so verschieden weitergegeben wurden - kaum 2014, nahezu komplett 2014 und zu einem großen Teil 2016. Berlin, Hamburg und Sachsen waren laut der Untersuchung die Besten, wenn es darum ging, in welchem Umfang die Bezugskosten in den Jahren 2015 und 2016 weiterverrechnet werden.

Dagegen mussten die Abnehmer in Nordrhein-Westfalen und im Saarland erheblich mehr bezahlen als bisher angenommen. Letztendlich bleibt den Konsumenten nichts anderes übrig, als die Einzelhandelspreise zu vergleichen und bei Bedarf den Lieferanten zu tauschen. Für 2017 gehen Fachleute von weiter sinkenden Preisen aus. Bis 2016 haben 511 Gasversorgungsunternehmen die Gaspreise bereits um fast sieben Prozentpunkte reduziert.

In den ersten beiden Monaten des Jahrs 2017 hatten 294 Provider weitere Preisnachlässe in ähnlicher Größenordnung angekuendigt. Lediglich acht Provider hatten dagegen eine Preiserhöhung von 6,5 Prozentpunkten geplant. Auch wenn der etablierte Gaslieferant die Kosten reduziert, gibt es oft noch billigere Varianten. Dies würde es den Verbrauchern ermöglichen, auch in der Folgezeit auf Marktpreisänderungen elastisch zu deuten.

Steffen Bukold von der Firma Energiekommentar rechnet erst in den nächsten Jahren mit einer Beantwortung der Fragen, wie faire Lieferanten ihren Abnehmern gegenüber sind. Dann wird die Preiskurve unmittelbar angezogen oder der Handlungsspielraum durch die zurückhaltende Weiterleitung von Einsparungen zum Nutzen der Verbraucher eröffnet.

Bei Bukold: "Es könnte eine Weile dauern, bis wir es herausfinden, denn im Augenblick gibt es wenig Hinweise auf einen starken Anstieg der internationalen Gaspreise."

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