Gaspreise zu hoch

Zu hohe Gaspreise

Die Energiepreise sind in Thüringen besonders niedrig und besonders hoch. Überall beklagen sich die Verbraucher darüber, dass die Gaspreise zu hoch sind. Der ZEV-Chef Schneider versucht, dies zu erklären. Weshalb Öl billig ist - aber der Gaspreis hoch bleibt. ist für beide Marktgebiete (NCG und Gaspool) gleich.

Die Gaspreise sind zu hoch? Gasversorger in Österreich müssen sich begründen.

Der Alpenstaat will ein neues Recht erlassen und die Gasversorger dazu zwingen, in absehbarer Zeit die hohen Gaspreise nachzuweisen. Bislang mussten die Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden den Anbietern zeigen, dass ihre Energiekosten zu hoch sind. Das soll sich nun ein wenig verändern, die hohen Benzin- und Strompreise müssen von nun an von den Energiekonzernen begründet werden.

Das könnte zu fallenden Benzinpreisen für die Konsumenten aufkommen.

Benzinpreise zu hoch - Gruene empfehlen nach der Untersuchung einen Gaslieferantenwechsel

Wie ein Bericht der Fraktion Die Gruenen im Bundestag zeigt, hätten die deutschen Erdgasversorger ihren Umsatz im vergangenen Jahr um mehr als 1,5 Mrd. EUR erhöht, wenn sie die niedrigeren Grosshandelspreise nicht weitergegeben hätten. Der Schriftsteller Steffen Bukold erklärt in der von den Gruenen in Auftrag gegebenen Untersuchung, dass die Gaspreise zwei Jahre lang bis zu ihrem Zusammenbruch im Jahr 2014 weitestgehend konstant waren.

Im Jahr 2013 mussten 2,71 Cents pro kWh Erdgas im Grosshandel bezahlt werden. In der ersten Jahreshälfte 2014 sank der Strompreis dann auf 2,29 Cents pro kWh und in der zweiten Jahreshälfte auf 2,14 Cents pro kWh. Im selben Zeitabschnitt sank das Preisniveau für Letztverbraucher um nur 0,05 Cents auf 6,52 Cents pro kWh.

Weil andere Kostenbestandteile wie z. B. Gebühren, Abschöpfungen oder Netzgebühren zwischenzeitlich gleich geblieben sind, kommt Bukold zu dem Schluss, dass es zu einer "erheblichen Erhöhung der Gewinnspannen der Gasversorger" kommen würde - sei es bei Stadtwerken, Gashändlern oder (über-)regional tätigen Gasversorgern. Nach Angaben von Bukold haben die Erdgasversorger ihre Gewinnspannen um 0,45 Cents pro kWh erhöht, was zu den 1,04 Mrd. EUR zusätzlichen Umsätzen für die Industrie 1,04 Mrd. EUR beigetragen hätte.

Die Mehrwertsteuer auf die Benzinkosten hätte dazu geführt, dass die privaten Haushalte 1,24 Mrd. EUR zu viel bezahlt hätten, während der Handel gut 540 Mio. EUR bezahlt hätte. Die nicht verteilten Preisnachlässe für Erdgas im Grosshandel begründet der BDEW damit, dass die Gaslieferanten zum Teil an längerfristige Gasbeschaffungsverträge geknüpft sind, d.h. das Erdgas weit im Vorhinein beziehen.

Allerdings ist Bukold nicht der Meinung, dass die Erdgasversorger die Preisnachlässe nur aufschieben. Nur gut 4,8 Prozentpunkte der landesweit tätigen Gasversorgungsunternehmen haben seit September 2014 ihre Gaspreise abgesenkt oder Reduktionen angekuendigt. Wenn die Gaspreise im Jahr 2015 auf dem Stand der zweiten Jahreshälfte 2014 blieben, muessten die Gaspreise fuer die Konsumenten um 10 Prozentpunkte gekuerzt werden, wie Bukold in seinem Bericht fuer die Gruenen forderte.

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