Gaspreisentwicklung 2016

Entwicklung der Gaspreise 2016

2016, 6.09. Der Bundesgerichtshof hat im Frühjahr 2010 die ausschließliche Bindung der Gaspreise für Endverbraucher an den Rohölpreis für unzulässig erklärt. Bei den Gaspreisen in den Jahren 2003-2013 ist ein deutlicher Preisanstieg zu beobachten. Im Jahr 2017 lag der wettbewerbsfähige Anteil des Gaspreises bei rund 49 Prozent.

Die Gaspreise sanken im gleichen Zeitraum schrittweise um 8 Prozent. Prognose der Gaspreisentwicklung für dieses Jahr und die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Preis.

Aktueller Gaspreisverlauf Prognosebericht

Im Mittelpunkt der heißen Stromthemen steht nun die Fragestellung der Gaspreisentwicklung im Jahr 2016, vor allem im Hinblick auf den weiteren Rohstoffrückgang in den vergangenen Jahren. Langfristig ist der Gaspreistrend negativ und nähert sich den 16-Jahres-Tiefs, was die Erdgasproduktion selbst für Gasproduzenten kaum rentabel macht. Ein weiteres wichtiges Problem für die Gaspreisentwicklung im Jahr 2016 sind Widerstands- und Unterstützungsleitungen.

Überförderung und wachsende Erdgasreserven werden die Erdgaspreise sowohl kurz- als auch langfristig unweigerlich unter erheblichen Preisdruck setzen. Der weitere Rückgang der Benzinpreise im Jahr 2016 legt das Stützungsniveau auf 1,6 US-Dollar pro MBtu (Millionen britischer Wärmeeinheiten) fest. Auf der anderen Seite des Atlantik können beispiellose niedrige Anbaumengen und eine Verringerung der Investitionen in die Exploration und Produktion von Erdgas den derzeitigen Erdgaspreis erhöhen, zumal die Befürchtung besteht, dass es auf dem Gasmarkt zu einer Verknappung kommt.

Der Widerstand wird im Jänner 2016 auf $2,4 pro MBtu festgelegt. Ein solcher Widerstand kann möglicherweise bereits kurzfristig wirksam werden. Im Hinblick auf die langfristigen Gaspreisprognosen wird der Preis auch bei anhaltendem Abwärtstrend nicht unter 1,5 US-Dollar pro Unze sinken. Die langfristigen Aussichten deuten darauf hin, dass die Erdgaspreise im Jahr 2016 steigen werden.

Werfen wir einen Blick auf die größtenteils aussagekräftigen Gaspreisprognosen für 2016 und die langfristige Prognose. Die Economist Intelligence Unit (EIU) prognostiziert, dass die US-Gaspreise bis 2020 oder früher auf rund 3,5 US-Dollar pro MBtu steigen werden. Darüber hinaus prognostiziert die Weltbank gerade einen Zuwachs auf rund 4 US-Dollar pro MBtu bis 2020.

Zudem prognostiziert der IWF (Internationaler Währungsfonds), dass die Benzinpreise bis Ende 2018 3,1 US-Dollar pro MBtu erreichen werden. 2016 und 2017 wird der Preis nach der Vorhersage der US Energy Information Administation ("EIA") 2,7 US-Dollar bzw. 3,32 US-Dollar erreichen. Sollten die Benzinpreise 2016 weiter sinken, werden die Gewinnmargen von Firmen wie Devon Energy, Gulfport Energy, Anadarko Petroleum, Cabot Oil & Gas, Comstock Resources, Memorial Resource Development und vielen anderen stark beeinträchtigt, da der Kursrückgang der Aktien zu mehreren Firmeninsolvenzen führen könnte.

Wenn man bedenkt, dass die erwähnten Firmen etwa 40% der Gasproduktion ausmachen, ist für 2016 mit einer enormen Gaspreisentwicklung zu rechnen. Die sinkenden Erdgaspreise im Jahr 2016 und der allgemeine Einbruch des Gasmarktes wirken sich auch auf die Energieversorger und die Volkswirtschaften der Industrieländer insgesamt aus. Nach dem kurzfristig weiter sinkenden Gaspreis dürfte es in anderen Wirtschaftszweigen zu einer Reihe von Verzögerungen kommen.

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