Grüner Strom Label Kritik

Kritik am Ökostrom-Label

Die RECS-Zertifikate werden von Verbraucherschutzverbänden teilweise heftig kritisiert: Einen Kritikpunkt bildeten die vom Label vorgegebenen Richtlinien. Dazu gehören das OK Power Gütesiegel, das Grüne Strom-Label und das TÜV-Gütesiegel. Das ist auch der Grund, warum RECS-Zertifikate von Umweltschützern kritisiert werden: Die Kriterien für das Ökostrom-Label sind besonders streng.

Grünstrom: wenn die Preise nicht so umweltfreundlich sind.

Gebäudeisolierung, Solaranlagen, Wärmepumpen - so bemühen sich die meisten ihrer Auftraggeber, die anfallenden Baukosten zu mindern. "Sie denken immer, dass erneuerbare Energien besonders kostspielig sind", sagt der Berater. In Berlin bezahlt ein Doppelhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh rund 1070 EUR für normalen Strom an die Grundversorgung. Es gibt sogar Ökostrom-Tarife, die 250 EUR billiger sind.

Merkwürdig: Auch wenn Sie nicht ausdrücklich nach Grünstrom suchen, ist das billigste angebotene Produkt ein Ökostrom-Tarif. Für jede erzeugte Ökostromeinheit bekommen die Energieversorger ein Gesetz. Damit soll gewährleistet werden, dass der Strom wirklich umweltfreundlich ist. Während in Deutschland nur etwa ein Drittel des Elektrizitätsbedarfs aus regenerativen Energiequellen kommt, gibt es eine Fülle von Wasser- und Windkraft.

"Damit kann ein deutsches Versorgungsunternehmen seinen Abnehmern grünen Strom bieten - ohne jemals in regenerative Energien zu investieren ", erläutert Joß Bracker vom Öko-Institut in Freiburg. "â??Er meldet seinen Strom mit dem auslÃ?ndischen Zeugnis an. Die Kosten für ein Energieversorgungsunternehmen, den jährlichen Verbrauch eines Zwei-Personen-Haushalts als grünen Strom anstelle von normalem Strom anzubieten, liegen derzeit bei nur etwa 35 Euro.

"Die Menge ist so klein, dass die Lieferanten lieber ein paar Cents weniger einnehmen, sondern vermeintliche natürliche Energien verkaufen", sagt Udo Sieverding, Leiter der Energieabteilung im Verbraucherzentrum Nordrhein-Westfalen. "Dies erleichtert es ihnen, neue Kundschaft zu akquirieren und zu binden. Woher kommt der echte Grünstrom? Echte Ökostromanbieter meiden den sauberen Zertifikatehandel und setzen auf Nachhaltigkeit.

Jeder, der Strom von einem echtes Öko-Unternehmen bezieht, steigert den Marktanteil der erneuerbaren Energieträger am Höchstverbraucher. Aus dem großen deutschsprachigen Strombecken müssen die kWh, die ein Hausgebraucher bezieht, mit natürlichem Strom versorgt werden. Aber wie können wirklich tragfähige Lieferanten von angeblichen unterschieden werden? Produkt-Siegel wie das Label "Grüner Strom" der Bundesnaturschutzverbände und das Siegel "OKPower" des Öko-Instituts sind eine Hilfe.

Lieferanten mit Qualitätssiegel erhalten zwischen 0,2 und 0,5 Cents mehr pro kWh, die sie unmittelbar in den Aufbau von neuen, effizienten Kraftwerken investieren. Der billigste Ökostromtarif für einen Zwei-Personen-Haushalt beträgt nicht 820 EUR, sondern rund 80 EUR mehr. Verglichen mit dem Standard-Tarif des lokalen Anbieters können noch 170 EUR eingespart werden.

Übrigens hat Maxatomström eine eher eigentümliche Begriffsbestimmung für grüne Energien. Der Kunde bezahlt dafür, dass sein Bedarf mit Sicherheit vollständig aus Kernkraftwerken ins Stromnetz gespeist wird.

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