Grüner Strom test

Ökostromprüfung

Doch nicht jeder Ökostromtarif leistet einen positiven Beitrag zur Energiewende. Aus Ökostrom wird der so genannte Graue Strom. Der ÖKO-TEST warnt vor schmutziger Energie im grünen Mantel. Vom grünen Fluss wird der bundesweite Strommix insgesamt grüner und die Energiewende schreitet voran! Von unabhängigen Instituten und in Vergleichstests.

Testberichte TEST

Der Test basiert auf den landesweit erhältlichen Ökostromangeboten, die das Öko-Institut in seinen ÖkoTopTen integriert hat. Das Kriterium ÖkoTopTen verlangt, dass der Preis einen zusätzlichen Umweltnutzen hat, der über die Vorgaben des EEG weit hinausgeht. Dieses Kriterium gilt auch für das EEG. Die Erfüllung dieser Vorgaben wird z.B. durch eine valide Zertifikation mit dem OK Power-Zeichen oder dem Green Power-Zeichen nachgewiesen.

Darüber hinaus prüft ÖKO-TEST, ob Lieferanten neben zertifiziertem Ökostrom auch andere herkömmliche Erzeugnisse anbieten oder zur Firmengruppe eines Fossilienlieferanten mitwirken. Mit einem sehr gut funktionierenden Ökostromlieferanten will der Verbraucher natürlich einen gerechten Entgelt auf der Grundlage von Dauer, Preisstellung und Auszahlung. Alle Prüfergebnisse und Erklärungen finden Sie im ÖKO-TEST "Spezial Energy 2018".

Ökostrom: So läuft der privatwirtschaftliche Ausstieg ab

Der ÖKO-TEST weist auf schmutzige Energien im Grünbereich hin. Jeder, der Ökostrom einkauft, möchte tatsächlich dazu beizutragen, dass mehr Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz eingespeist wird. Wer sich aber nicht erkundigt, hat oft den gegenteiligen Effekt: Die Umstellung der deutschen Haushalten auf Ökostrom wird unmittelbar zum Aufbau weiterer Kohle- und Kernkraftwerke führen. Dies wird vom französichen Verbraucher-Magazin ÖKO-TEST angeprangert.

Manche Energielieferanten haben bereits Konzepte erarbeitet, um ihren herkömmlichen Strom grün zu beziehen. So ist es beispielsweise die Absicht einiger Energielieferanten, Ökostrom in Deutschland zu vertreiben, der überwiegend aus Altwasserkraftwerken im In- und Ausland bezogen wird. Mit Investitionen in neue Kohle- oder Kernkraftwerke schliesst der auswärtige Stromerzeuger die Versorgungslücke.

Eine andere Form des Tünchens: Einige Energieversorger, die alle möglichen Formen der Stromerzeugung und massgeschneiderte Preise in ihren Portfolios haben, offerieren Ökostrom für die wachsende Anzahl von Ökostromabnehmern. Dies geht aber zu Lasten des übrigen Energiemixes, der dann lediglich weniger Ökostrom enthält. Jeder, der auf Ökostrom umschalten will, sollte sich daher genauer auskundschaften.

Die ÖKO-TEST AG rät den Konsumenten, keine blumigen Herkunftsbeschreibungen von Strom zu übernehmen. Weil hinter dem Wort "regenerative Energiequellen" vieles verborgen bleiben kann, wie z.B. 100-prozentiges Trinkwasser. Es gibt aber auch Strompreise, die durchaus zu empfehlen sind. Ökostromanbieter wie z. B. die Firmen Nationalpark GmbH, Regensburg, Naturstrom, Regensburg, München, Lichtblick, Greenpeace, Grünen, Naturenergie u. v. m. zeichnen sich als reiner Ökostromanbieter durch einen breiten Ökostrommix mit neuen Technologien aus.

Der Test Öko-Stromtarife, den Sie unter www.oekotest.de auf der Website von ÖKO-TEST kostenfrei downloaden können, gibt Ihnen eine gute Orientierungshilfe bei der Wahl eines sauberen Ökostromangebots.

Mehr zum Thema