Netzbetreiber Berlin

Netzwerkbetreiber Berlin

Dies liegt zum einen daran, dass die Netzbetreiber immer weniger in das Netz eingreifen müssen, um es stabil zu halten. AGBs, unter denen Netzbetreiber jedermann sein können. Darüber hinaus ist sie für den Betrieb der Erdgas-, Strom-, Wasser-, Fernwärme- und Kabelnetze für Stadtwerke und Netzbetreiber zuständig. Im Fehlerfall wenden Sie sich bitte an Ihren regionalen Netzbetreiber. Als Partner regionaler Energieversorger und Netzbetreiber decken wir mit unseren Dienstleistungen alle notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten ab.

Stromversorgungsnetz - BGB Berlin

Nein. Wenn es der BürgerEnergie Berlin gelingt, das Netz zu kaufen, werden wir das Berliner Verteilnetz betreiben. Dementsprechend müssen wir keine neuen Hochspannungsleitungen oder Stromleitungen über die ganze Innenstadt hinweg errichten. Der Treugeber erhält keine Zinsen für die Treuhandgelder. Der auf dem Treuhandkonto anfallende Zins wird für den Verwaltungsaufwand (Datenerhebung, Kontenführung und gegebenenfalls Stornierung von Geldern) verwendet.

Angesichts der derzeit niedrigen Zinssätze wird der größte Teil der Zinsen auch für diese Verwaltungsarbeit benötigt. Sollten darüber hinaus Zinsen anfallen oder das Zinsniveau insgesamt steigen, fließt der Erlös an die "Stiftung Neue Energie" der GLS Treuhand, die Projekte für eine nachhaltige, nuklearfreie Energieversorgung der Bürger fördert.

Wird das Stromnetz gekauft, so beteiligt sich jedes Mitglied und jeder Treugeber an der Gewinnausschüttung der Genossenschaft in Höhe ihrer gezahlten Beiträge. Sind Sie bereits Mitglied und möchten zusätzlich zu Ihren bereits gezeichneten Aktien weitere Genossenschaftsanteile erwerben, verwenden Sie einfach diese "Aufstockungserklärung". Der derzeitige Netzbetreiber hat noch keine genauen Angaben über den Zustand der Anlagen gemacht.

Offiziell redet Vattenfall davon, viel Zeit in das Netzwerk zu investieren. Vattenfall muss dem Bundesland Berlin und den anderen Antragstellern im Rahmen des Konzessionsverfahrens jedoch weitere Informationen über den Zustand des Netzes zur Verfügung stellen. Weil die Einnahmen aus dem Netzbetrieb von der Bundesnetzagentur gesteuert und reguliert werden, kann ein Netzbetreiber in der Praxis mit stabilen und konstanten Einnahmen rechnen.

Derzeit gewährt die Netzagentur den Verteilnetzbetreibern eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von sechs bis neun Prozent. Weil Vattenfall in Berlin wichtige Daten über den Zustand des Stromnetzes zurückhält, ist es derzeit nicht möglich abzuschätzen, wann tatsächlich Gewinne anfallen würden, wenn das Netz gekauft würde. Jeder, der bei uns an Netzkäufen teilnimmt, wird auch über Ausschüttungen an den Gewinnen aus dem Netzbetrieb beteiligt.

Die Mitgliederversammlung der BürgerEnergie Berlin entscheidet über diese Ausschüttungen, bei denen jedes Genossenschaftsmitglied am Entscheidungsprozess teilnehmen kann. Du kannst gleichzeitig Mitglied werden, Geld auf das Treuhandkonto einzahlen und uns Optionen anbieten. Die Mitglieder der BürgerEnergie Berlin können Treugeber und Mitglieder der BürgerEnergie Berlin werden. Soll die Transformation von Energiesystemen nicht an den Stromnetzen scheitern, sind intelligente Netzbetreiber gefordert, alles zu tun, um die Einspeisung erneuerbarer Energien zu fördern.

Die notwendige Neutralität des jetzigen Netzbesitzers Vattenfall ist durch seinen Kraftwerkspark, der überwiegend aus großen fossilen Kraftwerken besteht, nicht gegeben. Der Netzbetrieb, der den Anschluss erneuerbarer Energien an konventionelle Kraftwerke konsequent fördert, steht im Widerspruch zu den aktuellen Interessen der Muttergesellschaft Vattenfall Europe. Deshalb haben wir Berliner ein großes Interesse daran, das Stromnetz nachhaltig zu betreiben, damit wir auch in Zukunft eine zuverlässige Energieversorgung gewährleisten und unsere Heimatstadt nach unseren Vorstellungen gestalten können.

Als Aktiengesellschaft ist Vattenfall gesetzlich verpflichtet, in erster Linie die Interessen seiner Aktionäre zu verfolgen, die sich vor allem an der erzielten Rendite orientieren müssen. Nachhaltigkeit und Gemeinwohl sind keine zwingenden Bestandteile des geltenden Aktienrechts und werden daher von Aktiengesellschaften in der Regel nur untergeordnet behandelt. Um das Stromnetz im Geiste Berlins betreiben zu können, muss es den Bürgern dieser Großstadt gehören.

Vattenfall wird das Netzwerk wahrscheinlich nicht freiwillig verkaufen, weder an uns noch an andere. Für den Betrieb des Stromnetzes benötigt der Netzbetreiber jedoch eine Genehmigung des Landes Berlin, die sogenannte Konzession. Das aktuelle Konzessionsvertrag mit Vattenfall ist Ende 2014 ausgelaufen und wird derzeit vom Abgeordnetenhaus Berlin vergeben. Vattenfall wird dann gezwungen sein, das Stromnetz an den neuen Konzessionär zu verkaufen.

Die Stromverteilungsnetze werden im zukünftigen Energiesystem eine zentrale Bedeutung haben. Damit die Umstellung auf erneuerbare Energien gelingt, muss das Berliner Stromnetz bereits heute darauf ausgerichtet sein. Sie sollen der Energiewende und den Bürgern zugute kommen und in der Region wirksam werden. Mit dem Stromnetz gewinnt Berlin eine wertvolle öffentliche Dienstleistung und regionale Wertschöpfung.

An den Stromverbrauchern in Berlin wird sich vorerst wenig ändern: Wenn wir das Stromnetz kaufen, sind wir der Betreiber des Netzes. Dies bedeutet, dass jeder Berliner bei seinem Stromanbieter verbleibt, auch wenn das Stromnetz dann zur BürgerEnergie Berlin gehört. Die Höhe des Strompreises, auf den der Netzbetreiber Einfluss hat, ist strikt geregelt und kann (und sollte) nicht einfach erhöht oder gesenkt werden.

Teilt der Vorstand der BürgerEnergie Berlin dem Treuhänder mit, dass kein direkter oder indirekter Erwerb einer Beteiligung der BEB eG am Berliner Stromverteilungsnetz stattgefunden hat oder stattfinden wird, zahlt der Treuhänder die Beträge auf dem Treuhandkonto an die Treugeber zurück. In diesem Falle werden die Treugeber weder Genossenschaftsmitglieder der BürgerEnergie Berlin, noch entstehen ihnen weitere Kosten oder Verpflichtungen.

Hat sich die BürgerEnergie Berlin direkt oder indirekt am Berliner Stromverteilungsnetz beteiligt und ist sichergestellt, dass der Erwerb durchgeführt werden kann (d.h. entsprechende Darlehen zur Verfügung stehen), zahlt der Treuhänder die Beträge auf dem Treuhandkonto an die BürgerEnergie Berlin aus. Die BürgerEnergie Berlin wird auch alle Treugeber als Mitglieder der Genossenschaft aufnehmen.

Der auf das Treuhandkonto eingezahlte Betrag wird dann in Aktien der BürgerEnergie Berlin umgewandelt. Derjenige, der Treugeber wird, erklärt damit seine Absicht, der BürgerEnergie Berlin als Mitglied beizutreten, aber nur für den Falle, dass wir das Netzwerk kaufen. Sollten wir das Stromnetz nicht kaufen können, hat dies keine direkten Auswirkungen auf die Genossenschaftsanteile.

Dabei werden die Aktien nicht automatisch zurückgezahlt, sondern bleiben natürlich im Besitz der Mitglieder. Ihre Mitgliedschaft verstärkt auch den Rücken der BürgerEnergie Berlin in den Bereichen BürgerKraftwerke und Energieeinsparung, da wir mit Ihrer Unterstützung in die Energiewende unserer Großstadt investieren. Über die Verwendung des Genossenschaftskapitals und die Fortführung des Engagements der BürgerEnergie Berlin entscheiden die Mitglieder in der Mitgliederversammlung.

Unter dem Verteilungsnetz versteht man das Stromnetz der untersten Spannungsebene. Die Endverbraucher, d.h. die einzelnen Haushalte, werden über das Stromverteilungsnetz an die Netzwerke der höheren Spannungsebenen angeschlossen und mit Elektrizität versorgt. Im Rahmen der Energiewende gewinnen die Verteilnetze zunehmend an Bedeutung, da die Art der Energieversorgung geändert werden soll: Oftmals können diese dezentralen Anlagen in der Nähe des Verbrauchers platziert werden und den Elektrizitätsbedarf direkt in das Verteilnetz einspeisen.

In Großkraftwerken hingegen muss der Transport von Elektrizität in der Regel über längere Strecken erfolgen. Dazu bedarf es des gezielten Einsatzes von Speicher-, Erzeugungs- und Verbrauchskapazitäten und der intelligenten Neuausrichtung des Netzes auf die Bedürfnisse der erneuerbaren Energien. Soll die Transformation von Energiesystemen nicht an den Stromnetzen scheitern, sind intelligente Netzbetreiber gefordert, alles daran zu setzen, die Einspeisung erneuerbarer Energien zu fördern und die Netze für die Zukunft zu optimieren.

Wenn Sie nur den Netzwerkkauf unterstützen wollen, werden Sie Treugeber. Sie als Treugeber werden nicht direkt Mitglied der Genossenschaft, sondern zahlen nur auf ein Treuhandkonto, das unabhängig von der BürgerEnergie Berlin besteht. Gleichzeitig verpflichten Sie sich, Mitglied der BürgerEnergie Berlin zu werden, wenn es um den Netzbezug geht.

Gelingt es uns, das Netzwerk zu kaufen, werden die Mittel auf dem Treuhandkonto in Genossenschaftsanteile umgewandelt und alle Treugeber werden Mitglieder der BürgerEnergie Berlin. Erfolgt der Netzwerkkauf nicht, wird das Geld in voller Höhe an die Treugeber zurückgezahlt und die Absichtserklärung, Mitglied der Genossenschaft zu werden, erlischt. Der Mindestbeitrag für Treugeber beträgt 500 EUR (entspricht fünf Genossenschaftsanteilen).

Für den Betrieb des Stromnetzes benötigt die BürgerEnergie Berlin im Fall eines Netzbezugs erfahrene Mitarbeiter. Auch in Zukunft möchten wir mit Mitarbeitern zusammenarbeiten, die derzeit für den Netzbetrieb bei Vattenfall in Berlin zuständig sind. Da die BürgerEnergie Berlin einen nachhaltigen Netzbetrieb anstrebt, der sich anderen Grundsätzen verpflichtet fühlt als die Vattenfall-Gruppe, kann es zu Veränderungen in der Ausrichtung und Führungsebene des Netzbetriebs kommen.

Die bisherige Konzession für das Berliner Stromnetz ist am 31. Dezember 2014 ausgelaufen. Das Vergabeverfahren für die neue Konzession ist noch nicht abgeschlossen, so dass es derzeit keinen neuen Netzbetreiber gibt. Der Berliner Ständerat hat daher mit dem ehemaligen Netzbetreiber Vattenfall eine Übergangsvereinbarung getroffen, so dass er das Netzwerk zunächst vorläufig weiterbetreiben wird, um die Zeit bis zur Übernahme des neuen Netzbetreibers zu überbrücken.

Auch als Treugeber oder Genossenschaftsmitglied besteht die Möglichkeit, Optionen vorzusehen, d.h. eine verbindliche Zahlungsverpflichtung einzugehen, wenn wir das Angebot für das Stromnetz gewinnen. Die Optionen werden in diesem Falle wie Treuhandfonds behandelt, so dass Sie Genossenschaftsanteile der BürgerEnergie Berlin eG entsprechend dem von Ihnen zugesagten Geldbetrag erhalten.

Jeder, der uns Optionen anbieten möchte, muss Mitglied der Genossenschaft oder Treugeber mit einem Mindestbeitrag von 500 EUR werden. Sie können also keine Option anbieten, ohne Treugeber oder Mitglied zu werden. Über den endgültigen Kaufpreis für das Netzwerk wird zwischen dem bisherigen Netzeigentümer, derzeit Vattenfall in Berlin, und dem Käufer verhandelt.

Eine genaue Preisquantifizierung ist noch nicht möglich, da noch keine ausreichenden Informationen über den Zustand des Netzes vorliegen. In einem Kurzbericht im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft wird der Gesamtwert des Netzes auf rund 400 Millionen EUR geschätzt. Offiziell redet Vattenfall von einem Netzvolumen von 3 Milliarden EUR, aber wir halten das für sehr unrealistisch.

Dabei ist davon auszugehen, dass Vattenfall eine strategische Kennzahl veröffentlicht hat, die nach der derzeitigen Rechtslage nicht als Grundlage für den Erwerb des Netzes dienen kann. Für die Verteilung der Energie ist ausschließlich der Netzbetreiber verantwortlich. Dies bedeutet, dass die BürgerEnergie Berlin als Berliner Stromnetzbetreiber nur den Transport von Elektrizität vom Erzeuger zum Verbraucher durchführt und für den Ausgleich der Netzlast verantwortlich ist, aber weder Energie produziert (z.B. Kraftwerke baut) noch Energie verkauft (z.B. wird Stromlieferant).

Selbst das Gesetz schreibt vor, dass die verschiedenen Aufgaben von verschiedenen Unternehmen (oder zumindest Tochtergesellschaften) wahrgenommen werden müssen. Weil ein Stromnetz ein natürliches Monopol ist, d.h. der Netzbetrieb ein wettbewerbsfähiger Strommarkt ist, werden die Netznutzungsentgelte von der Bundesnetzagentur geregelt. Daraus ergibt sich, welche Kosten die Netzbetreiber an die Endverbraucher weitergeben können, d.h. wie hoch die Netzentgelte sein dürfen.

Der Netzbetreiber finanziert dann aus den Netznutzungsentgelten den Erhalt des Netzes und der Investitionen einschließlich der entsprechenden Fremdkapitalkosten. Darüber hinaus genehmigt die Bundesnetzagentur, dass jeder Netzbetreiber aus den Netzentgelten eine Eigenkapitalrendite erwirtschaften kann. Derzeit beträgt die durchschnittliche genehmigte Rendite für Verteilernetzbetreiber sechs bis neun Prozent. Die Berliner Energietisch ist ein Zusammenschluss verschiedener Initiativen, die im November 2013 das Referendum "Neue Energie für Berlin" durchgeführt haben.

Die Entscheidung hat jedoch noch nicht zu einer Entscheidung über das Stromnetz und die Konzession geführt. Aus diesem Grund hat sich die BürgerEnergie Berlin unter anderem entschieden, einen eigenen Antrag im Konzessionsverfahren zu stellen. Dennoch unterstützte die BürgerEnergie Berlin das Referendum zum Energietisch. Die Berliner kämpfen für ein Stromnetz in den Händen der Berliner.

Dabei setzen wir uns für eine ökologisch orientierte und demokratisch kontrollierte Energiewirtschaft und für ein nachhaltiges Stromnetz ein, das eine 100-prozentige erneuerbare Energieversorgung der Hauptstadt ermöglicht. Der Gewinn aus dem Betrieb des Berliner Stromnetzes soll regional wirken und in die City zurückfließen. Dabei haben wir uns für verschiedene Modelle entschieden, mit denen diese gemeinsamen Zielvorgaben erreicht werden können.

Ungeachtet der unterschiedlichen Verfolgung der beiden Initiativen verbindet uns ein gemeinsames Ziel: Das Berliner Stromnetz gehört in die Hände der Bürger, nicht in die Hände von Vattenfall. Das Stromversorgungsnetz des Landes Berlin möchte die BürgerEnergie Berlin erwerben. Derzeit gehört das Berliner Stromverteilungsnetz zur "Stromnetz Berlin GmbH", einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Energiekonzerns Vattenfall Europe.

Der V. ist Treuhänder der BürgerEnergie Berlin. Mit Ende 2014 ist der Nutzungsvertrag, der so genannte Konzessionsvertrag, für das Berliner Stromnetz zwischen dem Bundesland Berlin und dem derzeitigen Netzbetreiber Vattenfall abgelaufen. Seit Ende 2011 ist ein offizielles Vergabeverfahren im Gange, in dem der Berliner Bürgermeister die Konzession an einen neuen Bewerber vergibt. Im Konzessionsverfahren ist die BürgerEnergie Berlin einer von drei Antragstellern.

Gewinnt er das Vergabeverfahren, ist der ehemalige Netzbetreiber gezwungen, das Berliner Stromnetz an die BürgerEnergie Berlin zu verkaufen. Unabhängige, fortschrittliche Netzbetreiber können als Partner oder Dienstleister in einem Netzwerk agieren, um das notwendige Wissen und die Expertise für den Betrieb eines großen Stromnetzes bereitzustellen. Darüber hinaus hat die Hansestadt bereits viel Know-how gesammelt - die Mitarbeiter von Vattenfall, die derzeit für den Berliner Netzbetrieb zuständig sind, sind erfahrene Experten für unser Stromnetz.

Diese Kompetenz und die Arbeitsplätze möchte die BürgerEnergie Berlin erhalten und die derzeitigen Mitarbeiter im Netzbetrieb übernehmen. Wir schließen jedoch einen gemeinsamen Netzbetrieb mit Vattenfall oder einem anderen der großen Energiekonzerne aus, die unsere Zielvorgaben für eine bürgernahen und nachhaltigen Gestaltung des Energiesystems nicht teilen. Die BürgerEnergie Berlin als Treugeber.

Die Treugeber stellen alle Mittel zur Verfügung und beschaffen so gemeinsam das für den Erwerb des Netzes notwendige Kapital. Die Genehmigung für den Netzbetrieb wird im Rahmen des so genannten Konzessionsverfahrens vom Bundesland Berlin erteilt. Die bisherige Konzessionsvereinbarung mit Vattenfall lief Ende 2014 aus. Gemeinsam mit mehreren anderen Antragstellern hat die BürgerEnergie Berlin ihr Interesse an der Konzession mit dem Bundesland Berlin bekundet und dem Bundesland Berlin ein Angebot für den Erwerb und Betrieb des Netzes gemacht.

Die Senatsverwaltung wählt nach Auswertung der Angebote aller Bewerber nach einem umfangreichen Kriterienkatalog einen Bewerber aus und schlägt ihn dem Abgeordnetenhaus Berlin vor, das dann endgültig über die Vergabe der Konzession entscheidet. Als zukunftsorientierter Netzbetreiber will die BürgerEnergie Berlin das Stromnetz für die Energiewende rüsten und alles in ihrer Macht Stehende tun, um eine nachhaltige, erneuerbare Energieversorgung zu ermöglichen.

Mit den gesetzlichen Anforderungen, an denen sich die Netzbetreiber orientieren müssen, werden die Anforderungen an einen ökologisch fortschrittlichen Netzbetrieb nicht ausreichend abgedeckt. Deshalb brauchen wir einen Netzbetreiber, der sich konsequent für die Energiewende einsetzt und das Stromnetz an die Bedürfnisse der erneuerbaren Energien anpasst. Durch die Fokussierung auf den netzseitigen Mehrwert dezentraler Anlagen und die proaktive Förderung der Anbindung weiterer dezentraler Erzeugungs- und Verbrauchskapazitäten kann jedoch ein nachhaltiges Energiesystem gefördert und unnötige Investitionen vermieden werden.

So können wir beispielsweise durch Förderprogramme den Energieverbrauch senken und so die Berliner Haushalte dabei unterstützen, Energie und Kosten zu sparen. Die BürgerEnergie Berlin hat im Rahmen ihrer Ausschreibung im Konzessionsverfahren ihr Konzept für den Betrieb des Berliner Netzes ausführlich beschrieben und Maßnahmen und Investitionspläne vorgeschlagen. Weil die Einnahmen aus dem Netzbetrieb von der Bundesnetzagentur gesteuert und reguliert werden, kann ein Netzbetreiber in der Praxis mit stabilen und konstanten Einnahmen rechnen.

Die Bundesnetzagentur gewährt den Verteilnetzbetreibern derzeit eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von sechs bis neun Prozent. Weil der derzeitige Netzbetreiber Vattenfall in Berlin wichtige Daten über den Zustand des Stromnetzes zurückhält, ist es noch nicht abschätzbar, wann tatsächlich Gewinne anfallen werden, wenn das Netz gekauft wird. Jeder, der bei uns an Netzkäufen teilnimmt, wird auch über Ausschüttungen an den Gewinnen aus dem Netzbetrieb beteiligt.

Die Verteilung dieser Gewinne wird von der Mitgliederversammlung der BürgerEnergie Berlin beschlossen, bei der jedes Genossenschaftsmitglied ein Mitspracherecht hat. Unsere Zielsetzung ist: Das Stromnetz gehört in die Hände der Bürger. Dazu gehört auch die öffentliche Beteiligung am Stromnetz. Die BürgerEnergie Berlin ist daher offen für eine kommunale Partnerschaft mit dem Bundesland Berlin. Wir halten die Re-Kommunalisierung allein jedoch nicht für ausreichend, um einen ökologischen und nachhaltigen Netzbetrieb zu gewährleisten.

In diesem Falle liegen die Entscheidungen über den Netzbetrieb und die Gewinnverwendung weitgehend im Ermessen des Senats und der Verwaltung. Eine erneute Privatisierung in Zeiten knapper Mittel konnte ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Deshalb ist auch die Beteiligung einer Bürgergenossenschaft am Stromnetz notwendig. Als Miteigentümer des Stromnetzes kann die BürgerEnergie Berlin sicherstellen, dass die politischen Zielsetzungen nicht aus dem Blickfeld des Netzbetreibers verschwinden, sondern konsequent umgesetzt werden.

Darüber hinaus kann die direkte finanzielle Beteiligung der Bürger am Erwerb des Stromnetzes die Belastung des Berliner Haushalts deutlich verringern. Nicht nur für das Internet müssen wir den gesamten Kaufpreis bezahlen. Für die Finanzierung einer Netzübernahme wird davon ausgegangen, dass die Eigenkapitalquote 40 Prozent nicht übersteigt und rund 60 Prozent des Kaufpreises durch zusätzliche Kredite finanziert werden können.

Darüber hinaus bietet die BürgerEnergie Berlin ein Kooperationsmodell mit dem Bundesland Berlin an, bei dem wir nicht zu 100 Prozent am Stromnetz beteiligt sind, sondern maximal zu 49 Prozent. Unsere Zielsetzung ist: Das Stromnetz gehört in die Hände der Bürger. Schließlich sollten Berliner die Möglichkeit haben, ihr Netzwerk zu beeinflussen, auch wenn sie nicht Mitglied unserer Genossenschaft sind.

Die BürgerEnergie Berlin bietet daher ein Kooperationsmodell mit dem Bundesland Berlin an. Bei diesem Modell betreiben Berlin und unsere Bürgergenossenschaft das Stromnetz in einer gemeinsamen Gesellschaft. Nach den Vorstellungen des Landes Berlin und der Regierungskoalition wird das Bundesland mindestens 51 Prozent der Anteile halten. Damit wird die BürgerEnergie Berlin maximal 49 Prozent des Netzes besitzen.

Gleiches trifft auf die als Genossenschaftsanteile gezeichneten Fonds zu. Diese werden auf Tages- und Festgeldkonten der GLS Bank angelegt. Aktuelle Informationen zum Status der Netzwerkkaufkampagne finden Sie unter dem Menüpunkt "Informieren" oder auf der Facebook-Seite der BürgerEnergie Berlin. Nein. Wir schließen einen gemeinsamen Netzbetrieb mit Vattenfall oder einem anderen großen Energieunternehmen aus, das unsere energiepolitischen Zielvorgaben nicht einhält.

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