ökostrom Lüge

Ökostromlüge

Dieses System wurde Anfang des Jahres als "Ökostromlüge" kritisiert. Gasindustrie: Lügen zu Ihrem eigenen Vorteil. Dieser Umstand wird in den Medien leider oft als Ökostromlüge verkauft. Den Glauben an die ökologische Lüge. THE LIGHTS OF KEUR ÖKOSTROM Kommentar von franz alt.

Der grüne Strom liegt. Telefonpol.

Der lukrative Elektrizitätsmarkt in Deutschland wurde im Kern von vier Stromkonzernen aufgeteilt: Außerdem wird massiv in verschmutzten Elektrizität investiert, über 40 neue Steinkohlekraftwerke sind in Planung. Das wollen viele Menschen nicht mehr akzeptieren und auf einen angeblichen "Ökostrom"-Tarif umsteigen. Im Vergleich zum vorherigen Tarif "dirty electricity" sparen sie einen EUR pro Monat, aber ist ihr Elektrizität wirklich grün?

Nach wie vor wird sie körperlich mit Kern- und Kohleenergie versorgt. Dennoch kann der Stromversorger seinen gelb-braunen Elektrizität "grün" aussprechen. Ermöglicht wird dies durch ein Kennzeichnungssystem zur Umbenennung und Verheimlichung der Herkunft von Elektrizität namens RECS (Renewable Energy Certificate System). Zum Verständnis des Schwindels werfen wir einen kurzen Blick auf den Elektrizitätshandel der realen Ökostromerzeuger:

Auf RECS wird in Deutschland ganz bewußt von drei unabhängigen Ökostromanbietern verzichtet: EWS Schönau, Greenpeace Energie und NATÜRLICH. Diese Netznutzungsdauer ist die tatsächliche Menge an Strom, die rechtzeitig zum Lastgang des Verbrauchers physikalisch in das Netz eingespeist wird. Die renommierten Ökostromlieferanten, die explizit keine RECS-Zertifikate nutzen, versorgen ihre Abnehmer mit echter Ökostromversorgung: Sie erwerben vor allem Wasserbändchen (aber auch Biomasse, Solar- und Windkraft), die sie an ihre abnehmen.

Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke werden somit keinen einzelnen Pfennig für die Erzeugung von "schmutzigem Strom" ausbezahlt, der Umstieg auf ein ernstzunehmendes Ökostromunternehmen ist gleichbedeutend mit einem Bock, das Ankaufsgeld für Elektrizität kommt unmittelbar den Betreiber von Ökostromanlagen zugute. Auch stellen alle namhaften Lieferanten sicher, dass sie ihren Elektrizitätsbedarf aus neuen Anlagen beziehen und/oder neue Anlagen mit einer bestimmten Menge pro kWh aufwerten.

Dabei wird der Elektrizität in zwei Produktgruppen unterteilt: den effektiv produzierten physischen Elektrizität und einen physischen Elektrizität in Gestalt von RECS-Zertifikaten. Kohle und Kernenergie werden zu Grünstrom, und Grünstrom zu Kernenergie und Kohle. Die Kundin, die wirklich grünen Elektrizität einkaufen will, wird in den Kern- und Kohlekraftwerksbereich gedrängt. Der Ersteller wird von RECS in seine Datenbasis aufgenommen.

Für jede Mehrwertsteuer auf erzeugten und in der Datenbasis vorgehaltenen Stroms wird ab dem Zeitpunkt der Anmeldung eine RECS-Bescheinigung erstellt. Jetzt hat ein Elektrizitätshändler die Chance, "Ökostrom" mit einem simplen Kunstgriff zu liefern, ohne wirklich Grünstrom zu kaufen: Der Kunde erwirbt die dem Energieverbrauch seines Öko-Kunden entsprechende Anzahl von RECS-Zertifikaten zu einem extrem niedrigen Preis. Dazu bringt er die entsprechende Anzahl von RECS-Zertifikaten auf dem " Schmutzfilm " an, der an seinen Öko-Kunden geliefert wird.

Allerdings ist sein Strombezug identisch: Er ist nach wie vor Atom- und Kohlekraft, aber er kann den Elektrizität nun als grünen Elektrizität umkennzeichnen, in unserem Beispiel 100 Prozent Wasserleistung. Beim Verkauf des RECS-Zertifikats muss der umweltverträgliche Energieproduzent, das Kraftwerk, auch seinen physikalisch erzeugten Elektrizität in der selben Mengen wie die verkauften RECS-Zertifikate neu kennzeichnen.

Es handelt sich dabei hauptsächlich um Atom- und Kohlekraft. Die Wasserkraft wurde in nuklearen und kohlebefeuerten Strom umqualifiziert und wird auch nach dieser neuen Qualitätskennzeichnung bezahlt. Private Verbraucher glauben, dass sie Grünstrom empfangen und abrechnen. Fakt ist jedoch, dass die Kasseler Unternehmen ihre Abnehmer nach wie vor mit "schmutzigem Strom" beliefern und die entsprechenden RECS-Zertifikate erwerben, die nichts anderes beweisen, als dass überall in Europa die gleichen Mengen an Grünstrom produziert wurden wie der von den Kasseler Unternehmen für ihre Abnehmer bezogene "schmutzige Strom".

Als Kundin bin ich davon Ã?berzeugt, dass die Haltung von Legehennen in KÃ?figen abscheulich ist, und ich möchte Bio-Eier einkaufen. Weil das RECS-Symbol auf der Verpackung nur sagt, dass in Europa dieselbe Anzahl von Bio-Eiern produziert wurde wie ich Käfigeier kaufte. Dennoch können sich RECS-zertifizierte Erzeugnisse als Ökostrom bezeichnen, denn der Terminus "Ökostrom" ist nicht festgelegt, jeder kann ihn nutzen, es gibt keine einheitlichen Normen.

Einzig das Green Power Labels erlauben keine RECS. Im Falle von RECS-Zertifikaten erhalten die Anlagenbetreiber der RECS-zertifizierten Anlagen nur den Mindestbetrag, der durch den Vertrieb der Anlagen generiert wird. Bei den regenerativen Energieträgern kommen nur 0,1 bis max. 0,25 Cents, bei Atom- und Kohlehändlern ca. 6 Cents zusammen (der restliche Strompreis ist die Netznutzungsgebühr, Abgaben, etc.).

Ein Teil des Geldbetrags, den der Verbraucher an seinen Lieferanten für "Ökostrom" zahlt, geht an erneuerbare Energien, 24 Prozent an Atom- und Kohlenhändler. Für einen Durchschnittspreis von nur 0,1 Cents pro kWh erscheint das Preisverhältnis noch ungünstiger, hier nur 1: 1: 1 Sechzig. Die RECS-Zertifizierung ist eine extrem kostengünstige Möglichkeit, Elektrizität umweltfreundlich auszufärben.

Damit ist RECS auch das präferierte Verfahren zur "Förderung" der erneuerbaren Energieträger der vier großen Unternehmen auf dem dt. Elektrizitätsmarkt, da es an den Vertrieb alter Energieträger gebunden ist und sie diese verlängern kann. Der erste Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende des RECS Deutschland e. V. sind Repräsentanten von Vattenfall und E. ON.

Mit den Gründungsmitgliedern des RECS Deutschland e. V. ist die Spitze der bundesdeutschen Umweltbewegung: Elektrabel Deutschland AG, Energiedienst AG, E. ON Energy AG, EnergieWatt AG, HEW AG, RWE Trading in Deutschland, Tüv Süd Umwelt AG & Co. RECS zahlt sich natürlich nicht aus für die Mehrheit der neuen Energieanlagen, die in Deutschland durch das EEG vermarktet werden.

Lobbyverbände der alten Energiewirtschaft bemühen sich seit einiger Zeit, das EEG in Brüssel zu stürzen, um es durch ein Zertifikatsystem zu ersetzen - denn damit würde auch der Ausbau moderner Stromerzeugungsanlagen in Deutschland gestoppt. Über diese Vorteile des Verfahrens haben wir in der Werbeschrift von RECS Schweiz gelesen: "Denn RECS ermöglicht eine unkomplizierte Erweiterung des Produktportfolios ohne jegliche Erweiterungen.

"Jeder, der RECS-zertifizierten Elektrizität kauft, setzt sich für den Schutz von Atom- und Steinkohlekraftwerken ein und beugt der Enwicklung vor. Würde (hypothetisch) 100% der Bundesbürger mit RECS-Elektrizität versorgt werden, dann müßte der Kohle- und Kernkraftwerkspark gar erweitert werden, um genügend "schmutzigen" Elektrizität zu haben, die reinwaschen werden kann!

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