ökostrom was ist das

Ökostrom Was ist das?

Die Ökotarife halten nicht alle ihr Versprechen. Der Begriff Ökostrom ist nicht gesetzlich geschützt. Grünstrom - was ist das? " Ökostrom" ist kein rechtlich geschützter Begriff, so dass Energieversorger zunehmend eigene Kriterien zur Definition dieses Begriffs verwenden. Die Bezeichnung "Ökostrom" ist weder eine geschützte Produktbezeichnung noch gibt es ein einheitliches Qualitätssiegel dafür.

Grünstrom - Aus welchem Grünstrom besteht der Strom?

Nicht erst seit dem Reaktorunfall von Schukushima nimmt der Anteil von Ökostrom am deutschen Energiemix stetig zu. Ökostrom ist der Begriff, der allgemein für die Nutzung von Energien aus regenerativen Energiequellen wie z. B. Sonneneinstrahlung, Windkraft oder Wasserkraft verwendet wird. Zudem werden keine fossilien und damit begrenzten Rohstoffe genutzt, wie zum Beispiel bei der Stromerzeugung aus Braunkohle oder zur Kohle.

Um so erstaunlicher ist es, dass es keine einheitliche Begriffsbestimmung für Grünstrom gibt. Das ist für den Konsumenten unübersichtlich, denn es ist für ihn nicht leicht zu sehen, ob sein Energieversorger wirklich reinen und umweltfreundlichen Elektrizität bietet oder ob er einfach ein "grünes Feigenblatt" aufhängt. Darüber hinaus speisen alle Energieversorger ihren produzierten Elektrizitätsbedarf in das gleiche Stromnetz ein.

Das bedeutet jedoch, dass alle Konsumenten praktisch den gleichen Energiemix haben, der aus der Steckdose strömt, unabhängig davon, ob sie zu einem Ökostromanbieter wechseln oder nicht. Dies ist jedoch kein Anlass für umweltschonende Konsumenten, auf einen Ökostromanbieter zu verzichtet. Denn: Der Kauf von Ökostrom hat einen indirekten Einfluss auf den Gesamtenergiemix und ersetzt dauerhaft Elektrizität aus anderen Energieträgern aus dem Stromnetz.

Damit erhöht sich der Ökostromanteil am Gesamtstrompool, aus dem jeder dt. Verbraucher versorgt wird. Das zeigen die vorläufigen Ergebnisse zur Strommarktentwicklung, die der BDEW ( "Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft") vor kurzem veröffentlichte. Im Jahr 2011 erhöhte sich der Marktanteil der regenerativen Energieträger am Gesamtstrommix von 16,4 auf 19,9 vH.

Zu den natürlichen und/oder unbegrenzten Energieträgern, die heute in Deutschland einen wesentlichen Beitrag zur Stromproduktion leisten, gehören Windkraft (mit einem Beitrag von 7,6 Prozentpunkten zum Stromangebot in Deutschland im Jahr 2011), Bioenergie (5,2 Prozent), Sonnenenergie (3,2 Prozent) und Wasserkraftriebwerke ( 3,1 Prozent). In der Windturbine wird diese Leistung in Elektrizität umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist.

Biobiomasse ist zurzeit die zweistufigste Form der Energiegewinnung für Grünstrom. Elektrizität aus Biomassen wird in besonderen Anlagen auf unterschiedliche Weise produziert, zum Beispiel durch Fermentation oder Feuerung. Von diesen erneuerbaren Energieträgern müssen Fossilien wie Rohöl strikt getrennt werden. Mit den Solarmodulen wird die einfallende Sonnenenergie in Elektrizität umgewandelt. Diese Energie kann entweder für den Eigenbedarf verwendet oder in das Netz eingespeist werden.

In Wasserkraftwerken wird aus der kinetischen Kraft des Trinkwassers Elektrizität erzeugt. Die austretenden Wassermengen treiben Windkraftanlagen an, die die eingesetzte Wärme an die Stromerzeuger weiterleiten. Dort wird die von der Mechanik erzeugte Wärme in Elektrizität umgewandelt und dann in das Stromnetz eingespeist. Zur Trennung der Weizenspreu von der Muschel und zur objektiven Beurteilung der Leistung von Ökostromanbietern und -tarifen durch die Verbraucherinnen und Verbraucher werden von verschiedenen Verbänden Qualitätssiegel angeboten.

Die folgenden Fragestellungen erlauben eine gute Beurteilung der Ernsthaftigkeit eines Ökostromanbieters und seines Bekenntnisses zum Umwelt- und Klimaschutz: Führt der Lieferant eine offene und eindeutige Informationen? Arbeitet der Lieferant mit Kernenergiekonzernen zusammen oder ist einer dieser Gruppen an dem Ökostromanbieter beteiligt? Investitioniert der Lieferant in neue Werke zur Erzeugung erneuerbarer Energien, die über das gesetzliche Niveau der in der EEG-Förderung geforderte Niveau übersteigen?

Darf der Lieferant ein derzeitiges Ökostromgütezeichen vorlegen, das nach einer Reihe von möglichen Qualitätskriterien vergeben wird? Eine Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ist aus politischer Sicht wünschenswert und wird daher vom Land unterstützt. Sie schreibt unter anderem vor, dass vorzugsweise Elektrizität aus erneuerbarer Energie in das Netz eingespeist werden soll. Zudem setzt sie für die Ökostromerzeuger Entlohnungssätze fest, die laufend an die jeweilige Marktlage angepaßt werden.

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