Strom in Deutschland

Elektrizität in Deutschland

Die Strombilanz nach Ländern finden Sie hier. Bedroht uns die totale Vernetzung und sind wir gegen Cyber-Angriffe gerüstet? Wie sieht es aus, wenn es zu einem Totalausfall kommt? Ist Strom in Deutschland wirklich teuer? Rückgrat der Energieinfrastruktur in Deutschland sind die Stromtransportnetze der Übertragungsnetzbetreiber.

Der deutsche Stromexport ist ein Hindernis für die Klimaschutzziele.

Im Jahr 2017 hat sich in Deutschland ein Elektrizitätsrekord wiederholt: Nie zuvor wurde so viel Grünstrom, so viel Gesamtstrom erzeugt und so viel Strom ausgeführt. Laut Forschungsinstitut für Seefahrt (ISE) betrug der Ökostromanteil an der staatlichen Elektrizitätsversorgung 38,5 Prozentpunkte gegenüber 34 Prozentpunkten im Vormonat.

Obwohl die Stromproduzenten immer mehr Grünstrom in das Netz eingespeist haben, sinkt der CO2-Ausstoß in Deutschland jedoch nicht. In Deutschland wurden nach den neuesten Informationen des Umweltbundesamtes (UBA) im Jahr 2017 in Summe 909,4 Mio. t CO 2 in die Luft geschleudert, etwas mehr als im Jahr zuvor (906) und auch mehr als im Jahr 2009, was vor allem auf die vielen Kohlekraftwerke und insbesondere auf die klimaschädigende Braunbraunkohle zurückzuführen ist.

Darüber hinaus wurde mehr Strom als je zuvor aus Deutschland in die angrenzenden Länder geliefert. In Deutschland steigt der Marktanteil der erneuerbaren Energie. Ebenso der Strom-Export. Der Stromhandel zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern war bis 2000 ausgewogen. Die von den Anwohnern importierte Strommenge entsprach im Jahresschnitt in etwa derjenigen, die sie ausführten.

Damals war der Ökostromanteil noch niedrig. In Deutschland waren es sieben Prozentpunkte. Im Jahr 2017 war die Situation jedoch ganz anders: Gleichzeitig wurde jedoch die Stromerzeugung mit Braunbraunkohle nicht und die mit Steinwolle nur moderat zurückgefahren. Deutschland hat damit mehr Strom als je zuvor erzeugt und einen neuen Rekordwert bei den Stromexporten aufgestellt.

Mittlerweile ist Deutschland der mit großem Vorsprung wichtigste Strom-Exporteur in Europa. Im Jahr 2017 hat Deutschland nach Untersuchungen des ISE neun Prozentpunkte des zur Verfügung stehenden Stromes in die angrenzenden Länder geschickt, also rund 50 Mrd. Kubikfuß. Dieser Betrag ist ausreichend, um ganz Portugal ein Jahr lang mit Strom zu beliefern. Laut Kalkulationen der Ideenschmiede Agora Energywende haben die Energieversorger in Deutschland mehr als je zuvor rund 1,4 Mrd. EUR im Exportgeschäft verdient.

Weshalb beziehen die Anwohner deutsches Stromangebot? Der Strom wird an der Wertpapierbörse verkauft. Stromproduzenten, die ihren Strom besonders preiswert bereitstellen, werden immer Käufer vorfinden und können ihn auch in die Nachbarstaaten einkaufen. Strom aus Skandinavien ist besonders preiswert. Dem Agora-Bericht zufolge liegt Strom aus Deutschland mit einem durchschnittlichen Preis von 3,4 Cents pro erzeugter Kilowattstunde im vergangenen Jahr auf Platz zwei.

"Vor allem Stein- und Braunkohle sind sehr billig, nicht zuletzt, weil Kohlendioxid im Rahmen des europ. Emissionshandels so gut wie nichts kosten kann. "Die Energieerzeugung mit Braun- und Stahlbraunkohle ist für die Energieunternehmen besonders vorteilhaft. "Der Braunkohleabbau wird in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks betrieben und dann abgebrannt, was ihn kostengünstig macht", sagt Podewils. Bereits ab 1,1 Cents pro Kubikmeter Strom kann nach den Kalkulationen von Agora in Braunkohlenkraftwerken erzeugt werden und verdient damit einen entsprechenden Betrag.

RWE erzielt mit Braunbraunkohle gute Gewinne. Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) verursachen Braunkohlenstrom aufgrund von Klimawandel und Luftverunreinigung durchschnittliche CO pro angefangener Kilowattstunde bis hin zu einer CO von 16,6 CO pro Kilowattstunde aus Kohle. Verschmutzter Strom wäre dann weniger ertragreich. "Aus Gründen des Klimaschutzes muss das Zielsystem des Elektrizitätssystems immer darin bestehen, dass nach der Netzeinspeisung erneuerbarer Energien der mangelnde Stromverbrauch in erster Linie durch CO2-ärmere Kraftwerke abgedeckt wird", erläutert der Stromsystemkenner Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. Der Stromexperte ist ein Experte.

Für ihn ist die CO2-Abgabe in Deutschland auch ein möglicher Weg, um die Emission wie erwünscht zu reduzieren, "aber um die Braunkohlenverstromung auf diese Weise aus dem Verkehr zu ziehen, müssten die Preise recht hoch sein", sagt er. Welche Richtung die Bundespolitik einschlagen wird, ist noch umstritten.

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