Strom Lübeck

Elektrizität Lübeck

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Für die lokale Energieversorgung in der Hanse Friedrichshafener Innenstadt sorgen die Lübecker Stadtteilwerke. Als eine der ersten Städte in Deutschland hat Lübeck eine eigene Energieversorgung aufgebaut. Dies geschah erstmals in Lübeck allein (d.h. über ein städtisches Unternehmen). 1884 wurde der Antrag der "Deutschen Edisongesellschaft für Angewandte Elektrizität" auf "Erteilung einer Genehmigung zur elektrischen Beleuchtungs- und Stromübertragung für die Gemeinde Lübeck mit dem Recht, Strassen und Gehwege für die unter- und oberirdische Kabelverlegung nach Weisung der verantwortlichen Stellen zu nutzen" zurückgewiesen, da die Elektrizitätsversorgung (wie die Gasversorgung) unter staatlicher Aufsicht verbleiben sollte und die technologische Entwick ung noch nicht als weit genug vorangeschritten galt.

Den Zuschlag erhielt am Ende des Jahres 1887 die Nürnberger Schuckert & Co., die das Kraftwerk zur Inbetriebsetzung am sechzehnten Quartal 1887 in der Münzstraße 26 fertig stellte. Der Strom wurde mit Hilfe von Dampfmotoren erzeugt. 1895 wurden die Einrichtungen in der Megstraße unter der Führung von Max Hase nach der Fusion der Gas-, Strom- und Wasserversorgungsunternehmen zur "Behörde der kommunalen Institute" kontinuierlich erweitert.

Von ca. 120 Kilowatt im Jahr 1887 auf 332 Kilowatt im Jahr 1895 und weiter auf 975 Kilowatt im Jahr 1902 stieg die Gesamtleistung der Vororte. 1902 wurde mit St. Lorenz begonnen, 1904/05 folgte die Anbindung an die Vororte vor dem Mülentor ( "Vorort St. Jürgen"), vor dem Bürgermeistertor und der Stadtgemeinde St. Gertrud (Marli). Seit 1906 wurde die Tram auch im Stadtbereich mit 550 V Gleichspannung aufgeladen.

Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage stießen die Energieerzeugung in der Münzstraße 26 und die zusätzlichen Gebäude in der Beckgrube 47-49 auf eine Begrenzung. 1909 wurden die Pläne für den Bau eines Kraftwerks auf dem Areal des Gaswerks II in der Genfer Strasse zugunsten der von der Siemens Electrical Werke AG, Berlin, beschlossenen externen Stromversorgung zurückgestellt und zu diesem Zweck ein regionales Kraftwerk neben dem Hochofenkraftwerk in Herrenwyk errichtet, das den benötigten Strom mit Gaserzeugern produzieren sollte.

Mit der Energieversorgung durch das Überlandkraftwerk wurde am 16. Februar 1911 begonnen. Die Drehstromversorgung des Überlandkraftwerks wurde durch Umrichter in der Megstraße in DC umgerechnet. Die 1909 von der Stadt übernommene Strassenbahn konnte auch mit dem externen Strom aus dem Fernbahnhof bedient werden. Seit 1914 wurde der Strom in der Travemünder Stadt nicht mehr vom Unternehmen selbst produziert, sondern vom regionalen Kraftwerk gekauft.

Kriege und Inflation verlangsamten die Entstehung und verursachten auch einen Rückgang des Angebots, aber bereits 1920 wurde das Land Lübeck (20 Ortschaften und 7 Herrenhäuser) in die Lieferung aufgenommen und damit ein bedeutender Expansionsschritt durchgeführt. Im Jahr 1921 wurde die Stromspannung im Stadtzentrum wie in den Vororten von 110 V auf 220 V DC erhöht.

1923 wurde die Autorität in eine öffentliche Anstalt, die "Städtischen Werke Lübeck", umgewandelt, und Henry Hencke wurde ihr neuer Geschäftsführer. Von 1923 bis 1929 wurden die neuen Ansiedlungen vor den ehemaligen Vororten an das Elektrizitätsnetz angebunden. Technologisch war die Umrüstung von Umrichtern auf die neuen wartungsarmen und platzsparenden Stromrichter ein Schritt nach vorne, der die Kapazitätserweiterung ermöglichte, die z.B. durch eine verstärkte Ausleuchtung der Schaufenster in der City erforderlich wurde (Osram Werbung: "Licht zieht Menschen an").

Im Jahr 1937 war das Gate of Hope der erste vollelektrische Wohnhausblock der Hansestadt. Während des Luftangriffs in der Palmsonntagnacht 1942 wurden auch die Einrichtungen in der Megstraße betroffen, so dass die komplette Energieversorgung der City über Nacht ausfiel. Lediglich der unbeliebte Cheminée, der seit knapp 50 Jahren in der Megstraße stand, wurde nicht wieder aufgebaut.

Im Jahr 1994 wurde die Umrichterstation des HGÜ Ostseekabels in Lübeck-Herrenwyk in Kraft gesetzt. Aus dieser auf dem Gelände eines mit metallurgischem Gas betriebenen Wärmekraftwerks errichteten Fabrik laufen eine 380-kV-Leitung und eine 110-kV-Leitung bis zum Kraftwerk Lübeck-Siems. Eine Besonderheit im dt. Stromversorgungsnetz ist die 380-kV-Leitung von Herrenwyk nach Siemens, da sie nicht über andere 380-kV-Leitungen mit dem restlichen int. kv. 380-Netz in Deutschland durchgestellt ist.

Weil es in den frühen 2000er Jahren keinen 380-kV-Anschluss von der Umrichterstation Lübeck-Herrenwyk an das restliche 380-kV-Netz gab, konnte das HGÜ Ostseekabel bis 2002 nur mit max. 372 Megawatt (statt max. 600 MW) gefahren werden.

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