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Jetzt ist klar, wie viel die großen Elektrizitätsunternehmen für den Atomausstieg bezahlen müssen. Erstmals gehören der Regionalversorger EAM und die Stadtwerke München zur Gruppe der zehn größten Stromanbieter in Deutschland. Auch unsere Nachbarn Deutschland, Frankreich und Österreich nahmen teil. Hausstromunternehmen wollen einen offenen MarktIn Deutschland läutet der Stromversorger gerne mal die Glocke.

Energieversorger in Deutschland: Der Kunde zahlt den Profit.

Viele Anbieter treiben trotz fallender Beschaffungskosten die Verbraucherpreise in die Höhe. In einer neuen Untersuchung wird der preisbestimmende Effekt von Ökostrom ins rechte Licht gerückt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung im Auftrage von Agora Energiewende. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 3.500 kWh Energieverbrauch wären das zusätzliche Jahreskosten von rund 36 EUR. Gegenüber 2009 würden die Konsumenten fast 400 Mio. EUR mehr pro Jahr an Unternehmen transferieren, die sie als Zusatzgewinn buchen würden.

Im Rahmen der Untersuchung "Verhältnis zwischen Stromhandel und Endkundenpreisen" werden die Gewinnspannen der Stromanbieter in zehn Modellregionen Deutschlands, darunter Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Dresden und Stuttgart, analysiert. Die Agora ist eine Ideenschmiede in Berlin, deren Beratungsgremium auch die Elektrizitätsversorger umfasst. Als Hauptursache werden nach Ansicht der Experten die niedrigeren Bezugskosten für Strom an der Elektrizitätsbörse genannt.

Sie sind im Verhältnis zu den Höchstwerten seit 2008 um bis zu acht Cents auf sechs Cents pro kWh gesunken. Diesen deutlichen Preisvorteil haben die Firmen jedoch kaum an ihre privaten Kunden weitergereicht. Für die Berechnung der Gewinnmargen der Stromversorger orientieren sich die Agora-Experten an den von den privaten Haushalten gezahlten Preisen der Endkunden - im Jahr 2013 im Durchschnitt 28,5 Cents pro kWh. Davon abziehen sie Gebühren, Zölle, Gebühren, Abschöpfungen, die Ökoallokation und schlussendlich die Bezugskosten der Stromunternehmen, die sie für den Energiebezug aufbringen.

Geblieben ist ein Paket von Distributionskosten und Gewinnen, das sich seit 2009 in vielen FÃ?llen erhöht hat. Da sie von mehr oder weniger stabilen Distributionskosten ausgehen, kommen sie zu dem Schluss, dass die Erträge wachsen müssen. Klar ist die Tendenz zum Beispiel bei der Stromversorgung in der Dortmunder Oberland. Demnach ist der Kostensatz aus Einkauf, Umsatz und Ergebnis im Zielkundenpreis zwischen 2009 und 2013 um knapp einen Prozent angestiegen.

Auf eine Stellungnahme zu den Gewinnspannen der Betriebe will der BDEW verzichten. "Sicher ist jedoch, dass der Teil des Strompreises, den die Wirtschaft unmittelbar mitbestimmen kann, immer kleiner wird", sagt eine Sprecherin des BDEW, "in diesem Jahr ist die Höhe der Staatssteuern und Abschöpfungen auf ein Rekordniveau gestiegen.

"Die Autoren der Untersuchung zeigen auch, wie die Konsumenten dem Preisanstieg wenigstens zum Teil begegnen können. Haushalten, die zu günstigeren Tarifen oder zu anderen Providern wechseln, könnte die Elektrizitätsrechnung um bis zu "250 EUR pro Jahr" reduziert werden. Bisher empfinden die meisten Stromverbraucher den Umstieg jedoch als zu nervig. Hinter der Auftragsvergabe der Studie verbirgt sich die Diskussion über steigende Energiepreise.

Nicht nur neue Ökostromanlagen, sondern auch die Erträge der Stromanbieter tragen wesentlich dazu bei, betonen die Experten. Die Ökostromallokation ist seit 2009 um rund vier Cents pro erzeugter Kilowattstunde gewachsen, während der Ergebnisanteil der Betriebe um rund einen Centimeter zugenommen hat - obwohl er laut der Untersuchung deutlich gesunken sein könnte.

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