Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien

Kosten der Stromerzeugung Erneuerbare Energien

V., Nguyen, H., Schlegl, T. Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Deshalb hat das Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE seine Studie "Stromerzeugungskosten erneuerbarer Energien" aktualisiert.

Studie des Frauenhofer Instituts für solare Energieversorgungssysteme (ISE) Veröffentlichungstermin: März. zu den sinkenden Stromerzeugungskosten der erneuerbaren Energien. Bereits heute sind erneuerbare Energien in einigen Fällen günstiger als konventionelle Kraftwerke.

Fotovoltaik und Onshore-Wind sind die billigsten in Deutschland.

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme haben heute die vierte Ausgabe ihrer Untersuchung über die Produktionskosten von Elektrizität aus regenerativen Energien vorgestellt. Sie analysiert die laufenden Ausgaben und prognostiziert die weitere Unternehmensentwicklung auf der Grundlage technologiespezifischer Lernquoten und Marktszenarien bis 2035: "Die Kostenvorhersagen der bisherigen Studien wurden beibehalten.

Auch die Produktionskosten für Elektrizität aus regenerativen Energien fallen stetig und sind kein Hemmnis mehr für die CO?-freie Stromproduktion. Photovoltaik-Neubauten und Windkraftanlagen an vorteilhaften Orten sind bereits heute billiger als fossil ereignete Anlagen, und dieser Entwicklungstrend wird sich bis 2035 erheblich verstärken", sagt Bauleiter Dr. Christoph Kost. Eine sich ständig verbessernde Wettbewerbssituation der regenerativen Energien würde zu neuen Anwendungsgebieten und wachstumsstarken MÃ??rkten fÃ?hren, die nicht mehr auf Subventionen zurÃ?

Bei herkömmlichen Kraftwerken hingegen sinkt die Volllastzeit weiter, da ein höherer Teil der regenerativen Energien ihre CO O in die Höhe trieb. Darüber hinaus steigen die Preise für Treibstoff und CO2-Zertifikate. "Man kann davon ausgehen, dass zur Ergänzung der schwankenden regenerativen Energien nicht notwendigerweise die billigste herkömmliche Erzeugung auf dem Strommarkt existiert, sondern diejenige, die ein hohes Maß an Variabilität beim An- und Abfahren zeigen kann, d.h. bevorzugt erdgasbasierte Kraftwerke", sagt Dr. Christoph Kost.

In der Fraunhofer-Studie werden die aktuellen Technologietrends und Kostensenkungen wie die photovoltaische Eigenstromversorgung, die Erhöhung der Volllastzeiten für Windkraftanlagen und neue Finanzparameter aufgegriffen. Derzeit erreichen PV-Anlagen Stromerzeugungskosten zwischen 3,71 und 11,54 Cent/kWh, je nach Anlagenart und globaler Strahlung - in Deutschland liegen sie zwischen 950 und 1300 kWh/(m²a). In der Windkraft haben fallende Anlagenkosten und zunehmende Höchstlaststunden zu geringen Produktionskosten von 3,99 bis 8,23 Cent/kWh geführt und sind damit die zweitgünstigste Erzeugungstechnik.

Onshore-Windräder erzeugen an günstigen Orten kostengünstiger als neue Kohle- oder Kombikraftwerke. Offshore-Windräder sind trotz hoher mittlerer Durchlaststunden von bis zu 4500 Stunden/Jahr mit fast 7,49 bis 13,79 Cent/kWh aufgrund gestiegener Installations-, Betriebs- und Finanzkosten (3100 bis 4700 Euro/kW) erheblich teuerer. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen des Strommarktes fallen für herkömmliche Kohlekraftwerke folgende Stromerzeugungskosten mit den entsprechenden Vollaststunden sowie Brennstoff- und CO Zertifikatspreisen an: Braunkohlenkraftwerke aus dem Jahr 2018 können für die ausgewählten Betriebsgrößen Produktionskosten von 4,59 bis 7,98 Cent/kWh aufweisen (mit dem heutigen sehr günstigen CO?-Preis und dem stark steigenden CO?-Preis).

Danach folgten große Kohlekraftwerke (6,27 bis 9,86 ? Cent/kWh) und Gas- und Dampfturbinenkraftwerke (7,78 bis 9,96 ? Cent/kWh). Benzinbetriebene Kohlekraftwerke sind mit 11,03 bis 21,94 Eurocent/kWh wesentlich teuerer. Dank des technologischen Fortschritts werden PV-Freilandanlagen in Süddeutschland und Onshore-Windkraftanlagen an windigen Orten die Durchschnittsstromproduktionskosten aller fossilen Energieerzeugungsanlagen bis 2035 erheblich unterbewerten. Die Stromerzeugungskosten für PV-Anlagen werden ab 2030 bei Dachanlagen auf unter 4,7 Cent/kWh und bei Freilandanlagen auf 2,41 Cent/kWh sinken.

Bis 2035 werden die konkreten Anlagekosten auf 350 bis 815 Euro/kWp gesenkt. Offshore-Windanlagen haben noch ein hohes Kostensenkungspotenzial und gleichzeitig ist aufgrund der technischen Weiterentwicklungen mit einer Erhöhung der Gesamtbelastungsstunden zu rechnen. Je nach Lage und Windversorgung werden sie bis 2035 einen Preis von 3,49 bis 10,07 Cent/kWh erreicht haben, vergleichbar mit den heutigen PV-Kraftwerken.

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