Strompreis Börsenentwicklung

Elektrizitätspreis Börsenentwicklung

Diese sinkt im Gegensatz zum Verbraucherstrompreis seit Jahren kontinuierlich. Die Kraftwerke werden an der Börse angeboten. Mit der Naturstrombörse wird die nachhaltige Produktion von Naturstrom aus Ihrer Region gefördert. Diese OTC-Geschäfte können aber auch an einer Börse verrechnet werden. Strom wird wie viele andere Waren heute an der Börse gehandelt.

Herkunft des Elektrizitätspreises (Archiv)

Mit der 2002 gegründeten European Energy Exchange EEX in Leipzig ist sie heute eine der bedeutendsten europäischen Strombörsen. Leipzig handelt mit Elektrizität, Gas und Steinkohle sowie mit Emissionsrechten, d.h. CO2-Zertifikaten. Die Zusammensetzung des Strompreises wird erläutert. Der EEX - besser bekannt als Leipzig Strömbörse - arbeitet wie jede andere Energiebörse, weicht von ihr nur durch die handelbaren Waren ab: Die EEX ist eine der größten Börsen der Welt:

So werden in Leipzig vor allem Elektrizität und Erdgas, aber auch CO2-Zertifikate im Zuge des Emissionsrechtehandels ge- und veräußert. Die wichtigste Säule ist jedoch der Elektrizitätshandel, für den heute gut 200 Stromgroßhändler lizenziert sind: Energieversorger, regionale Versorger und Kommunalunternehmen, aber auch Elektrizitätshändler und Kreditinstitute. Um es ganz offen zu sagen, sie handelt nur mit nacktem Elektrizität, wie sie aus dem Kraftwerk kommt, aber auch aus Solar- oder Windkraftanlagen, d.h. ohne Steuer oder Umlage.

An den Terminbörsen kauft und verkauft der Stromhändler Elektrizität auf Forward-Basis, d.h. für die zukünftige Auslieferung. So kosten die Stromlieferungen für den kommenden Jänner 5,5 Cents pro kWh heute Morgen; wer sich 2018 einen Festpreis für Elektrizität sichert, bezahlt jetzt fast 4,6 Cents. Hierbei wird Elektrizität zur kurzzeitigen Belieferung für den Folgetag eingetauscht, um Verbräuche zu kompensieren.

Könnte ein kommunales Versorgungsunternehmen also vorhersehen, dass es heute Morgen zwischen sechs und sieben Uhr einen Flaschenhals gibt, könnte es für diese eine Autostunde für 5,3 Rappen Elektrizität absichern, für einen Flaschenhals zwischen 11 und 12 Uhr wäre er mit 6,8 Rappen wesentlich kostspieliger. Derjenige, der - zum Abgleich - als Haushaltkunde 22, 23 oder bis zu 25 Cents pro angefangener Kilowattstunde bezahlt, wird kaum eine dieser Fluktuationen bemerken.

Für den Stromkonsumenten sind die Steuer- und Abgabenentscheidung wichtiger. Dies hat mittlerweile auch dazu geführt, dass die Konsumenten nicht einmal davon profitierten, dass das zunehmende Angebot an Grünstrom an der Leipziger Elektrizitätsbörse zu sinkenden Großhandelspreisen führte. Besonders gegen Mittag, wenn viel Sonnenstrom erzeugt wird, ist der Stromverbrauch in Leipzig heute viel günstiger als früher.

Denn die Stromnetzbetreiber, die den Grünstrom in der Vergangenheit von Windkraftanlagen oder Solaranlagenbetreibern zu einem garantierten Preis von bis zu 40 Cents beziehen und heute vielleicht 20 Cents, vertreiben diesen Grünstrom vollständig über die Elektrizitätsbörse. Auf der einen Straßenseite bedeutet mehr Grünstrom dann einen sinkenden Börsenkurs. Je grösser der Unterschied wird, je tiefer der Börsenkurs fällt, umso mehr müssen die Konsumenten aufkommen.

Insbesondere private Stromverbraucher werden zur Zahlung aufgefordert. Große Industriekunden hingegen können sich über die fallenden Börsenkurse in Leipzig aufgrund der zunehmenden Versorgung mit Ökostrom auszahlen.

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