Strompreis ökostrom

Elektrizitätspreis Ökostrom

Ab dem nächsten Jahr soll die Ökostromabgabe sinken. Der Strompreis wird noch teurer sein. Allerdings bezahlt der Kunde freiwillig einen höheren Strompreis. Auch der rasante Ausbau des Ökostroms in Deutschland hat seine Schattenseiten. Übersicht über den Strom von oekostrom.

Allerdings fällt die Ökostromabgabe: Für 2019 wird ein Anstieg der Elektrizitätspreise erwartet.

Positive und negative Nachricht für die Verbraucher: Die EEG-Abgabe wird im nächsten Jahr fallen und damit die Stromkosten entlasten. Ungeachtet einer Senkung der Ökostromabgabe dürften die Stromkosten für die privaten Haushalte im nächsten Jahr in Summe leicht zulegen. Nach Angaben der Bundespresseagentur könnte die Abgaben zur Nutzung erneuerbarer Energieträger (EEG-Abgabe) im nächsten Jahr auf 6,4 Cents pro kWh sanken.

Der Betrag der EEG-Abgabe wird am kommenden Wochenende bekannt gegeben. Mit der Abgabe werden Ökostromfördermittel für Anlagenbetreiber von Solar-, Wind-, Wasser-, Biogas- oder Geothermiekraftwerken gefördert. Sie müssen von allen Stromverbrauchern bezahlt werden, aber es gibt für gewisse Branchen und Gewerke Ermäßigungen. Mit einem Anteil von rund einem Quartal ist die EEG-Abgabe ein wesentlicher Baustein des Stromabgabepreises.

Die Verteilungsnetze liefern Elektrizität sowohl an den Verbraucher als auch an den privaten Haushalt. Durch diese Erhöhungen konnten Erleichterungen in der EEG-Abgabe mehr als ausgeglichen werden. Laut dem Verbraucherportal Checker24 stehen für 60 Prozentpunkte der Stromeinspeiseflächen Netznutzungsgebühren für 2019 zur Verfügung. Im Durchschnitt sind diese um 3,5 Prozentpunkte gestiegen gegenüber 2018, was die Erleichterung für die EEG-Abgabe weitgehend beseitigen würde.

"Auch wenn die EEG-Umlage nach aktuellen Einschätzungen absinkt, werden die Stromkosten wahrscheinlich noch weiter ansteigen, sagte der Energienexperte des Konsumentenportals Verivox, Mathias Köster Niechziol. Derzeit deuten Meldungen für rund die Haelfte aller dt. Privathaushalte auf leicht ansteigende Netzgebuehren hin. Daher geht Verivox von einem kurz- bis mittelfristig steigenden Durchschnittspreisniveau von 2 bis 5 % aus.

"Dies würde für einen 3- bis 4-Personen-Haushalt zusätzliche Kosten von rund 30 bis 40 EUR pro Jahr bedeuten. "Der BDEW hatte bereits im kommenden Jahr mit einem Anstieg der Strompreise für die meisten Stromkonsumenten in Deutschland zu rechnen. Preisfaktoren im Strompreis sind gestiegene Einstandskosten. Darüber hinaus machen nun 54 Prozentpunkte des Stromverbrauchs aus.

In den letzten zehn Jahren sind die Elektrizitätspreise für die privaten Verbraucher vor allem deshalb kräftig angestiegen, sagte Stefan Capferer, Vorsitzender des BDEW-Vorstands. Die Regierung hatte von der Regierung eine massiven Senkung des Strompreises verlangt. Zusätzlich zur EEG-Abgabe drohte ein weiterer starker Anstieg der Stromabgabe und der Netzentgelte, sagte Ingeborg Neumann, Präsident des Gesamtverbands der angelsächsischen Textil- und Modebranche Deutschland.

Für die 95-prozentige, nicht entlastete mittelständische Industrie ist die EEG-Abgabe viel zu hoch. Dies würde es nicht ermöglichen, die unbedingt erforderlichen Sachinvestitionen in energieintensiven Sektoren zu tätigen.

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