Strompreisentwicklung Industrie Prognose

Entwicklung der Strompreise Industrieprognose

Die Entwicklung der Strompreise ist für die Industrie deutlich günstiger. Auch die Entwicklung der Wettervorhersagen für den Winter ist ein wichtiger Faktor. Die Entwicklung und Prognose des Endenergieverbrauchs in. Das hätte nach Angaben des DIHK fatale Folgen für die Industrie - und für die Verbraucher.

Elektrizitätspreise für die Betriebe erhöhen sich auf Höchststand

Der Anstieg der Elektrizitätspreise für Industrie und Handel setzte sich im Monat Oktobert fort und erreichte den höchsten Stand seit 2014, wobei insbesondere Betriebe mit längerfristigen Verträgen davon profitierten. Im Bereich der Erdgasbeschaffung haben sich die Vertragskonditionen für Firmen im Vgl. zum Monat August noch leicht verbessert. Beide sind die Ursache für den Anstieg der Elektrizitätspreise an den Handelsstandorten im Monat Dezember.

Der Durchschnittspreis für "Baseload" ist - im Vergleich zum Septemberpreis - für das Bezugsjahr 2018 um rund 70 Cents pro MW-Stunde gestiegen. Mit rund 1,30 EUR pro MW-Stunde wird sich der Tarif für das Jahr 2019 nahezu verdoppeln, aber durch Aufträge für 2020 mit rund 2,30 EUR pro MW-Stunde ergänzt.

Damit sind die Erlöse für 2020 erstmals in diesem Jahr höher als im kommenden Auslieferungsjahr. Auch im Monat September wurden die Betriebe wieder mit verschlechterten Strompreisen in Berührung kommen. Bringt man das Kursniveau des Vorjahresmonats May auf den niedrigsten Stand, liegt der Anstieg bei 0,80 Cents pro kWh.

Besonders betroffen sind Betriebe mit langfristigen Aufträgen. Im Vergleich zum Monat Sept., als Kontrakte mit einer Dauer von zwei oder drei Jahren zu günstigeren Bedingungen als solche mit einer Dauer von einem Jahr offeriert wurden, ist es nun umgekehrt: Die Kurse für 2020 liegen inzwischen über denen für 2018, weshalb sich viele Firmen aktuell für Kurzfristverträge aussprechen.

"Dennoch nutzen viele Firmen den Kalendarium als Orientierungshilfe beim Energieeinkauf und schliessen ihre Kontrakte im Herbsten ab, anstatt dem Preisniveau des Marktes zu folgen. Wegen des massiven Zuwachses in der jüngeren Vergangenheit werden viele Firmen im kommenden Jahr mit zusätzlichen Kosten zu kämpfen haben", fügt Seegers hinzu. Nimmt man den aktuellen Kontraktpreis oder eine Budgetplanung an und möchte krasse Kursschwankungen für zukünftige Lieferschwankungen vermeiden, ist es für viele Betriebe sinnvoll, Marktpreisgrenzen festzulegen, anhand derer Kaufzeiten ermittelt werden können.

"Wie in den vergangenen Monaten wird der Steinkohlepreis voraussichtlich ausschlaggebend für die weitere Strompreisentwicklung sein", meint Andreas Seegers. Darüber hinaus werden jedoch für die Angebotsjahre ab 2020 Gespräche über einen Kohleabbau wichtig sein. Die Gaspreise blieben im vergangenen Kalendermonat weitestgehend stabil. Erst in der letzen Monatswoche sind die Erlöse um rund 0,50 EUR pro MW-Stunde gestiegen.

Für die nächsten drei Jahre werden die Kurse voraussichtlich auf einem ähnlichen hohen Stand verbleiben - im Gegensatz zu den Preisen im Stromsektor. Im Gegensatz zum Elektrizitätsmarkt ist der Erdgasmarkt in diesem Jahr sehr zuverlässig auf einem konstanten Stand gehalten worden. Auf das Jahr gesehen gibt es nur eine Differenz von rund 0,13 Cents pro kWh, die auf dem Höhepunkt im Monat Feber und im Vergleich zum Tiefststand im Monat Julis liegt.

Deshalb sollten die Firmen den Wettbewerb im Auge behalten und zum rechten Zeitpunk einen langfristigen Kontrakt abschließen", empfiehlt Analyseexperte Seegers. Dabei werden nur die Preise für Lieferorte von speziellen Vertragskunden und nur das günstigste Leistungsangebot der beteiligten Energieversorger für einen Lieferort herangezogen.

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