Strompreisentwicklung Statistisches Bundesamt

Entwicklung der Strompreise Statistisches Bundesamt

Die Analyse der Daten des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass Ministerium für Wirtschaft und Technologie, Statistisches Bundesamt, Eurostat. Datenquelle: Statistisches Bundesamt Deutschland, Statistik Österreich, eigene Berechnungen. Grundlage des Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes. Entwicklung des Energiebedarfs und der Strompreise in Deutschland.

Veröffentlichung - Preis - Index der Herstellerpreise für Industrieerzeugnisse (Inlandsverkäufe)

Erzeugerpreisindex für Industrieerzeugnisse (Inlandsverkäufe) gemäß der Warenklassifikation der Produktionsstatistik, Auflage 2009 (GP 2009). Für den Referenzmonat August 2018 wurden die Produzentenpreisindizes auf der neuen Grundlage 2015=100 errechnet. Damit haben die zuvor publizierten Kennzahlen von Jänner 2015 bis Jänner 2018 ihre Validität eingebüßt und wurden durch die nach dem neuen Wiegeschema 2015=100 ermittelten Kennzahlen abgelöst.

Untersuchung des Verhältnisses zwischen Strompreisen und CO2-Emissionen

Nachfrageseitige Management- und Effizienzmaßnahmen zielen oft darauf ab, CO2-Emissionen und Stromkosten zu reduzieren. Oft wird die These vertreten, dass die Optimierung der Kosten auch zu einer Reduzierung der mit dem Energieverbrauch einhergehenden CO2-Emissionen anführt. Dabei wird davon ausgegangen, dass geringe Energiepreise bei niedriger Belastung (hoher Kernenergieanteil ) oder bei starker Einbindung von erneuerbaren Energieträgern (vor allem Windkraft) entstehen.

Bei beiden Varianten würde dann ein größerer Teil der Leistung von Kraftwerken mit niedrigen CO ²-Emissionen an das Stromnetz angeschlossen, was zu vergleichsweise niedrigen durchschnittlichen Emissionswerten der Gesamtstromerzeugung zu diesen Zeiten führt. Der durchschnittliche stündliche CO2-Ausstoß der für 2009 befragten Wochenmitte lag zwischen 476 und 695 g/kWh (436 und 663 g/kWh im Jahr 2008).

Grafik 1 zeigt die Entstehung der einzelnen Kraftwerksarten und die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen für die Monate Mai und September. Der Emissionsausstoß ist im Monat Juli durch die niedrigere Kernenergieerzeugung und den geringeren Windenergieeinsatz signifikant gestiegen, da der Strommangel vor allem durch einen erhöhten Kohle- und Braunkohleeinsatz ausgleichen wird.

Bei der Bewertung der CO2-Emissionen nach den Stromkosten hat sich gezeigt, dass nur sehr hohe Strompreise (die Mehrzahl der betriebenen Kraftwerke) eine Stellungnahme zu den Emissionswerten ermöglichen. Allerdings ist es bei niedrigen Kosten nicht möglich, eine Erklärung zu den Treibhausgasemissionen abzugeben. Hier ist die Dispersion sehr hoch, da bei günstigem Strompreis entweder viel Regenerativeinspeisung und damit geringere Schadstoffemissionen oder nur eine geringere Belastung vorherrschen.

Bei Anpassung der Belastung an die Windenergie ergibt sich ein Punktfeld mit geringerer Dispersion, wie in Figur 3 dargestellt. Die Dispersion ist jedoch zu hoch, um eine CO2-Emission einem Elektrizitätspreis zuordenbar. Pumpspeicher-Kraftwerke versorgen Regenerativstrom in Spitzenzeiten. Dabei haben die Bewertungen ergeben, dass ohne Berücksichtigung weiterer Angaben keine verlässliche Aussage über das Verhältnis zwischen Strompreisen und CO2-Emissionen möglich ist.

Veränderungen der Verbraucherbelastung und die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energieträger erfordern den Einsatz von Kraftwerken, deren Einnahmen auf dem Kassamarkt keine Aussagen über deren Beschaffenheit zulassen. Das ist nur möglich, wenn die Verbraucherbelastung und die Energieeinspeisung von Regenerativproduzenten sowie die Überarbeitung der Anlagen mit einbezogen werden. Auch die Verlagerung der Belastung in Zeiträume, in denen ein großer Teil der Erzeugung regeneriert wird, bewirkt keine Zunahme der Regenerativstromerzeugung - die Mehrbelastung muss mit herkömmlicher Technologie weiter abgedeckt werden.

Nur in der weiteren Entwicklung, wenn so viel Regenerativstrom erzeugt wird, dass ein Teil der Energie von Stunde zu Stunde abgebaut werden muss, kann der Regenerativanteil durch Lastverlagerung gesteigert werden.

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