Ultras Cottbus

Cottbuser Ultras

Infos, Dokumentationen und Ankündigungen über den FC Energie Cottbus und seine Fanszene. Wer die Fanszene von Energie Cottbus beschreibt, muss leider in die richtige Einstellung der Anhänger des FCE gehen: Von Cottbuser Ultras bis zu einer freundlichen polnischen Gruppe. Im Sommer wird Daniel Adlung die Energie Cottbus verlassen. Unglücklicherweise wieder kein Cottbuser Club als Gegner.

In Cottbus: Alle Nationalsozialisten - oder nicht?

Der vorliegende Beitrag von Slarti ist seit dem Druck des Überersteigers #132 am 5. März 2018 erschienen: Wer über die Zwischenfälle in Babelsberg spricht, muss auch über Cottbus sprechen. Die Tatsache, dass die Lage in Cottbus komplizierter ist, als es auf den ersten Blick scheint, wurde zum Beispiel im Nationalspiel gegen Babelsberg im Jahr 2016 deutlich.

Folgende Banner waren im Cottbuser Fanblock zu sehen: "Für Ticks sind wir Nationalsozialisten - für Nationalsozialisten sind wir Ticks....". Autorin war Ultima Raka, eine der grössten Ultra-Gruppen bei der Firma Cottbus. Kein Wunder, dass das Image der Cottbuser Fan-Szene von Inferno Cottbus (IC'99) bestimmt wird, die heute zu Recht als Nationalsozialisten bezeichnet werden können.

Als die IC'99 1999 gegründet wurde, war sie jedoch eine Dachorganisation, in die die Rechte von Beginn an einbezogen wurden, die aber zunächst Anhänger aller Couleur versammelten, die Atmosphäre und Ultra-Kultur wollten. Es dauerte nicht lange, bis der Club IC'99 verbot, 2002 aufzutreten und aufzutreten: Neben IC'99 wurden auch der Kollettivo Bianco Rosso (CBR'02) und Ultima Raka (UR'02) gegründet.

Die IC'99 wurde zum Treffpunkt für die organisierten Neo-Nazis, Hooligans und Kampfkünstler wie Markus Walzuck, 2011 Bundesmeister im Stickboxen. Diese " Verflechtung von Kampfkünsten, politischen und hooliganen Strukturen " ist an vielen Stellen zu sehen, wie Robert Claus - Rechtsextremist und Verfasser von "Hooligans: Eine Lebenswelt zwischen Fussball, Gewalttätigkeit und Politik" - betont: "Wir sprechen nicht nur von einem Fussballproblem, sondern von einem Sport- oder Kampfkunstproblem, das in die Fächerkulissen abstrahlt.

"In Cottbus fügte er hinzu, dass "Kampfsport, rechte Szenerie und Sicherheitsgeschäft stark miteinander verbunden und ein realwirtschaftlicher Faktor sind". Dazu kommen neben über 50 Sicherheitsunternehmen das von Markus Walzuck als "Boxing Connection" gegründete Modelabel "Label 23", das in der rechten Szene populär ist, sowie das rechtsextreme Rocklabel Rebel Records, bei dem die Gruppe Fronalkraft unter Vertrag ist und das seinerseits Anschlüsse an IC'99 hat.

IC'99 ist ein starkes und zentrales Element dieses rechten Netzwerkes, das in der City eine "Mafiadominantenkultur" aufgebaut hat, wie Joschka Fröschner es aus der Perspektive der Betroffenen ausspricht. Sie betreut die Betroffenen von rechter Gewalttätigkeit und Rassendiskriminierung. Gleichzeitig erinnert er aber auch daran, dass es in Cottbus nicht nur Nationalsozialisten gibt: "Das Ausmaß der Gewalttätigkeit ist auch deshalb so hoch, weil es hier noch eine Gegensatzkultur gibt, aus der sich die rechten Gebilde in Mitleidenschaft gezogen sehen.

"Wenigstens sollten Sie das auf Ihrem Bildschirm haben, wenn Sie über die Lage in Cottbus sprechen. Aber auch die Nachkommen von IC'99, die unbehagliche Cottbuser Jugendszene (UJC) und Gruppierungen wie die WK13 Boys verbindet eine enge rechte Weltanschauung und ausgeprägte Gewaltprävention. CBR'02 und ihre Nachkommen Front Side haben auch Recht auf Offenheit und haben Beziehungen zur richtigen Bühne und zum Rock-Milieu, insbesondere zum Neonazis-interspirierten Komiteadapter Spremberg.

Sowohl IC'99 als auch CBR'02 unterhalten intensive Kontakte zu den New Society Boys ("NS-Boys") aus Chemnitz - ihr Firmenlogo mit Hitlerjungen-Portrait ist auch im Ausland vielfach zu finden. Dass die Fan-Szene im rechten Vergleich zum IC'99 steht, wurde auch durch die lange besänftigende Haltung des Clubs gegenüber dem Thema unterstützt.

Ungeachtet klarer Angaben, auch von der Staatsseite, wurde man wieder angezogen, zum Teil grotesk - vielleicht auch wegen der persönlichen Beziehung und weil einige Angehörige von IC'99 aus der eigenen Kindheit kamen. IC'99 blieb somit seine Vorrangstellung erhalten, obwohl es seit 2002 nahezu immer von Auftritten und Auftritten ausgeschlossen ist, und trotz einiger seit vielen Jahren geltender Stadionverbote. Die IC'99 hat ihre Vorrangstellung behalten.

Die hohen Gewaltpotenziale von IC'99 geben der Band "einen Einfluß, der nicht ihrer tatsächlichen Grösse entspricht", sagt Claus und machen es anderen Spielern schwierig, ihrer Vorherrschaft zu widersprechen. Fröschner bestätigt: "Neben den offensichtlichen NS-Strukturen gab es immer wenig Raum für Ultras, Ultima Raka stand auch immer unter Druck".

Für UR' 02 erschien als "unpolitische" Ultras, die "Politik im Stadion" abgelehnt haben. Dies mag aus dem Müllerschen Tor "zu wenig" zu sein scheinen, aber es wäre zu simpel - viel mehr war und ist gegen das gewalttätige Potenzial der Szenerie um IC'99 kaum möglich, erklÃ??rt Fröschner: "Eine Truppe, die sich halb offen als "links" im Stadion vorkommt, wäre in fünf von ihnen außerhalb des Blocks.

Aber vor allem, wie Fröschner betont, waren sie "der Rückzugsort für die sensiblen Menschen" und bedeutsam, damit die Massen der Standbesucher "den Zusammenhang zwischen rechten Ideen und dem Fussball nicht als einzige Normalisierung erleben". Utima Raka wurde als "UR Antifa" verleumdet und mehrmals angriff. Nachdem 2016/17 einige der "alten Großen" des IC'99 nach langer Abwesendheit tatkräftig in die Fangemeinde zurÃ??ckkehrten, verschlimmerte sich die Lage, wie Fröschner berichtet: "Seitdem hat die Gewalt innerhalb der Fanszene signifikant zugenommen.

"Offensichtlich hatten andere ihrer Ansicht nach "die Kontrolle verlieren lassen" - jetzt nahm sie der IC'99 wieder stärker in die Hände. Nachdem einige Ereignisse innerhalb der Fangemeinde durch Medienberichterstattung und Drohung mit Untersuchungen zur Entstehung einer Verbrecherorganisation bekannt wurden, wurde IC'99 im Monat April 2017 vorbeugend aufgelöst - allerdings nur auf einem Blatt Papier.

Das neue Ziel: die Fan-Szene in einer neuen Form zu vereinen, in der IC'99 den Taktstock gesetzt hätte. In diesem Zusammenhang ist die Bekanntmachung von UR' 02 im Sept. 2017 über die "Einstellung der Aktivitäten" zu finden, in der es heißt: "So scheiße das auch ist, nach Gesprächen mit anderen Schauspielern über die künftige Richtung der Cottbuser Fangemeinde sieht man bedauerlicherweise keine Chance, unser Fandom nach unseren Ideen ungehindert ausleben zu können.

"In kostenloser, pointierter Übersetzung: Wir beteiligen uns nicht an den Planungen der IC'99, aber wir wollen auch nicht getötet werden. In der Zeit vom 1. Januar bis zum 1. Januar 2017 erschien die Website "Energy Fan against Nazis" auf der Website von GF. Aktive Mitglieder - zunächst etwa zehn, jetzt wesentlich mehr - sind schlichte Fan- und Clubmitglieder ohne nähere Bindung an Ultramultiple.

Noch gehören sie keiner parteipolitischen oder strukturellen Gruppe an; was sie verbindet, ist der Wunsch, im Fußballstadion etwas gegen die Nationalsozialisten zu unternehmen. Ihre erste Aussage: "Wir haben diese Website geöffnet, weil wir nicht mehr hinnehmen, als Energiefans gebrandmarkt zu werden. Zugleich bestreiten wir nicht, dass unser Verband anscheinend noch zu viele Nationalsozialisten anlockt.

"Die " Energiefanatiker gegen Nationalsozialisten " sind davon ueberzeugt, dass " die Mehrzahl der Fanatiker die Nationalsozialisten zurueckt. Sie wollen diese Bevölkerungsmehrheit ermutigen, sich von den Nationalsozialisten zu distanzieren und sich für Vielfältigkeit und Verträglichkeit einzusetzen. Darüber hinaus wird über Rechtsradikalismus, über Symbole, Bekleidung und Konzepte der rechten Szene unterrichten. Die Entfernung zur veranstalteten Fangemeinde soll es anderen Fangemeinden erleichtern, an Maßnahmen teilzunehmen.

Von der Umgebung von IC'99 war die Website "FC Energy Cottbus-Fans gegen Zecken" die Antwort, aber sie hatte nur etwa 200 Exemplare und wurde in der Zwischenzeit gestoppt. Die Debatte ist umstritten: Ob nun wirklich etwas mit der politischen Entwicklung zu tun hat, ob der linke Extremismus ebenso schlecht ist wie der rechte Extremismus, was man gegen die Nationalsozialisten tun kann und wie weit man gehen kann.

Es zeigt sich, dass viele Cottbuser die Nazin satt haben - aber auch, dass sie mit ihnen zusammengeschlagen werden. Eine Problematik, die die "Energiefans gegen Nazis" kennen: "Selbst einige von uns wurden immer wieder als Nationalsozialisten beleidigt. Ist es erlaubt, eine Fan-Szene zu "stigmatisieren", die zweifellos ein ernstes Versäumnis mit den Nationalsozialisten hat?

"Im Fussball, im Fitnessstudio - und noch mehr unter Ultras - sind Rivalität und Provo Teil davon und Nationalsozialisten sind Mist. Doch: Wenn man denkt, dass der Politikbereich zum Fußballstadion zählt, dass das Fußballstadion ein politisches Gebiet ist, wenn man sich als politischen Ventilator oder gar als politischen Verband versteht - dann fragt man sich, was die eigenen Handlungen sind.

Und dann muss man sich auch die Frage stellen, wie man auf ein Banner wie Ultima Raka anspricht. Diese Frage beantworteten die Ballberger beim folgenden Spiel: "Für Ticks seid ihr Nationalsozialisten - für Nationalsozialisten seid ihr Ticks.... Für uns seid ihr nur Abschaum". Doch: Werden damit diejenigen gefördert, die sich den Nationalsozialisten in ihrem eigenen Verband widersetzen - und ist es "nur" eine Variante, bei der man nicht Recht haben muss, um Ultra zu sein?

Das war auch für die "Energiefans gegen Nazis" "richtig, richtig und clever, so funktionieren Banner im Stadion". Aber die Tatsache, dass das Banner " Nationalsozialisten aus den Stadien " in der Gastkurve gegen Cottbus gehängt wurde, ging für sie sogar gegen den Strom. Von Cottbus aus wurde dies zum Teil als "Marketing-Trick", vor allem aber als politischer Kontrapunkt wahrgenommen: "Im Prinzip natürlich eine Superaktion, aber die Tatsache, dass das Topic immer nur auf dem Cottbuser Rückendeckel durchgeführt wird, ist den Nationalsozialisten mehr wert als uns.

Letztendlich fördert sie nur dieses "Wir" und "Sie", hinter denen sich die Nationalsozialisten verbergen können. Dies wird auch durch die Diskussionen auf der Website über ein Lied gezeigt, das im Fußballstadion aufgeführt werden soll. Die Vernetzung von Club, Fanprojekt, begeisterten Fächern und City benötigt eine zielorientierte Planung, bei der man in fünf bis zehn Jahren mit der ganzen Fangemeinde bestehen will.

"Was im Moment am wichtigsten ist, ist "was getan werden kann, damit die nachrückende Cottbuser Fan-Generation nicht mit den Falschsten in Kontakt kommt". In dieser Hinsicht ist es zweifellos ein Misserfolg, dass Ultima Raka im Moment nicht mehr im Einsatz ist - obwohl sie in jüngster Zeit wieder aktiv geworden zu sein scheint.

Also, wie können Sie den "Energiefans gegen Nazis" weiterhelfen? "Die " Energie-Fans gegen Nationalsozialisten " würden sich, so ihre Stellungnahme, über Tatentipps, Handel und "coole Sprüche" erfreuen, die sie verwenden können. Durch die Verlinkung zu Beiträgen "die einen eindeutigen, intensiven Zusammenhang mit dem Fussball und den Nationalsozialisten im Fussball haben". Noch ein kleiner Traum: "Wenn bekannte Persönlichkeiten wie die Mediziner völlig unbefangen und willens wären, den Club bei seinen Bemühungen zur Förderung von Vielfältigkeit und Solidarität zu unterstützten, wenn sie ein paar Worte an die Menschen im Fußballstadion sagen oder sogar ein Lied wie "Scream for Love" singen würden - dann würde eine Hürde genommen, dann könnte der Klub nicht mehr hinterhergehen.

Auch interessant

Mehr zum Thema