Wahlprognose Baden Württemberg 2016

Prognosebericht für die Wahl Baden-Württembergs 2016

Landeswahlen am 13. März 2016, 27,0 %, 12,7 %, 30,3 %, 8,3 %, 2,9 %, 15,1 %, 3,7 %. Am Dienstag sind 96 baden-württembergische Abgeordnete offiziell in den neuen Bundestag eingezogen. Unmittelbar vor der Wahl analysiert der Wahlreport die Stimmung in Baden-Württemberg. Im März 2016 werden die Mitglieder des neuen Landtages in Baden-Württemberg gewählt.

Geschlecht und Alter zum Wahlverhalten in Baden-Württemberg?

Ergebnisse der Landeswahl 2016 in Baden-Württemberg

Mit 30,3 Prozentpunkten erzielten die Gruenen das bisher höchste Wahlergebnis; zum ersten Mal in ihrer Unternehmensgeschichte sind sie die staerkste Macht bei einer LW. CDU (27 Prozent) und SPD (12,7 Prozent) sinkt auf ein Rekordtief, die vor einem Jahr für tot erklärte Variante für Deutschland (15,1 Prozent) wechselt aus dem Stehen ins Parlament, und die FDP (8,3 Prozent) kann sich in ihrem Heimatland leicht erholen.

Mit 2,9 Prozentpunkten an der fünfprozentigen Hürde fällt die Linksparte erneut aus. Die Gruenen gewannen bei der Bundestagswahl 2011 nur neun erste Sitze, 60 davon an die CDU und einer an die SPD.

Das neue Landtagsgebäude in Baden-Württemberg wird aus 143 Mitgliedern zusammengesetzt sein (nach den Landtagswahlen 2011 waren es 138). Mit 47 Mitgliedern stellen die Gruenen die groesste Bundestagsfraktion, gefolgt von der CDU (42), der AfD (23), der SPD (19) und der FDP (12). Im neuen Baden-Württembergischen Bundestag ist der Anteil der Frauen leicht von 20,3 auf 24,5 zulegen.

Bei den Grünen ist der Geschlechteranteil nahezu ausgewogen (47 Prozentpunkte Frauen), in der CDU-Bundestagsfraktion sind es 17 Prozentpunkte, in der AfD-Bundestagsfraktion 13 Prozentpunkte, in der SPD-Bundestagsfraktion 11 Prozentpunkte und in der FDP-Fraktion nur 8 Prozentpunkte. Im neuen Bundestag sind 143 Parlamentarier vertreten: Die Grüne-Rote wird abgelehnt, obwohl die baden-württembergische Bevölkerung mit der Tätigkeit der Staatsregierung überwiegend einverstanden war.

Im Hinblick auf die Bildung einer Regierung wäre eine große Regierungskoalition aus Grün und CDU, eine so genannte Ampelkoalition aus Grün, SPD und FDP oder eine so genannte Deutschlandkoalition aus CDU, SPD und FDP möglich. Der populäre Staatsvater und Premierminister Winfried Kretschmann, der fast über seinen eigenen Kollegen von Volk und Regierung schwebte, eine nicht sehr starke CDU-Oppositionspolitik, die gute Wirtschafts- und Beschäftigungslage sowie eine praktisch ideenlose Staatspolitik ließen keine große Veränderungsstimmung im Lande aufkommen.

Der Kretschmann bewies, dass der Grünflug nach der Nuklearkatastrophe von 2011 auf der Insel keine Strohfeuer war. Die Popularitätswerte Kretschmanns sind in den fünf Jahren der Regierung stetig gestiegen - ebenso wie die der regierenden Partei Greens. Unter der Leitung von Winfried Kretschmann haben die Gruenen das Konzept einer Volksgruppe erlangt. Von den 70 Direktmandaten gehen 46 an die Gruenen, nur 22 an die CDU.

Der Farbwechsel geht weit über die Hochschulstädte hinaus, die früher die einzige Hochburg der Gruenen waren. Sogar die traditionellen CDU-Festungen sind inzwischen von den Gruenen erobert worden. Kein anderer deutscher Territorialstaat hat eine Seite mehr als die CDU befehligt und von 1953 bis 2011 sieben Premierminister in Serie ernannt. Damit wurde die Niederschlagung der CDU noch drastischer als die von 2011: Auch wenn außen- und migrationsrelevante Themen nicht auf nationaler Ebene geregelt werden, war das Thema des Wahlkampfs von der Fluechtlingspolitik durchzogen.

Als so genannte Wahlen zweiter Ordnung gilt die Landtagswahl, die aufgrund ihrer geringen Bedeutsamkeit im Verhältnis zur Wahl des Bundestages von den Wählern oft genutzt wird, um den Regierungsparteien - und in diesem Falle der Allparteienkoalition in Fragen der Fluechtlingspolitik - mit Unterstützung der AfD (Alternative for Germany) einen Warnhinweis zu geben. Die SPD ist jedoch in die Medien in Baden-Württemberg gefallen, weil die entscheidende innenpolitische Konfliktsituation zwischen Grün und CDU seit Stuttgart 21 besteht.

Der FDP gelang es, sich im Verhältnis zu den Landtagswahlen 2011 leicht zu steigern. Neben den Wahlergebnissen aller 70 Landeswahlkreise, den Ergebnissen der Bewerber und der Verteilung der Sitze enthält der Report des Landesstatistikamtes eine aktualisierte und umfangreiche Präsentation der Wahlergebnisse der Landtagswahlen 2016 sowie Bewertungen aus regionalem Blickwinkel.

Dazu gehört die Leistung der im Europäischen Parlaments vertraten Fraktionen in ihren Festungen und Diasporabereichen sowie im sozialstrukturellen Teil. In den zukünftigen Baden-Württembergischen Landtag des Bundeslandes Baden-Württemberg wurden am späten Vormittag, dem späten Vormittag, am späten Nachmittag des Jahres 143 Parlamentarier aus fünf Fraktionen mitgenommen. Die vorliegende Sondersendung über den Baden-Württembergischen Landtag gibt einen ersten Einblick in den kurz nach der Bundestagswahl gewählten neuen Bundestag, dessen Amtszeit am oder nach dem 11. Juni 2016 startet.

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