Wasser Wasser Wärmepumpe

Brauchwasser Wärmepumpe

Die Wärmepumpen sind derzeit die modernsten Heizsysteme auf dem Markt. Dies gilt auch für die Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Mit der Wasserwärmepumpe wird die Energie des Grundwassers zur Beheizung Ihres Hauses genutzt. Sole/Wasser-Wärmepumpen nutzen bei Erdsonden oder Erdwärmekollektoren die natürliche Erdwärme als Hauptenergiequelle. Die Wärmepumpen heizen mit Wärme aus Grundwasser, See- oder Flusswasser oder Abwasser.

Wasserwärmepumpe - Anforderungen, Berater & Bedienung

Der Mensch profitiert seit je her von den Grundwasserressourcen, die die lebenswichtige Trinkwassergewinnung sicherstellen. Allerdings kann das Wasser noch viel mehr und ist nicht nur zum Tränken, Duschen und Begießen von Gärten geeignet. Ursächlich dafür ist die vergleichsweise gleichbleibende Wassertemperatur der oberflächennahen Grundwasserablagerungen, die nur geringfügigen saisonalen Klimaschwankungen unterworfen ist.

Luft- und Sonnentemperatur wirken sich auf das Grund- wasser um nur ein Grade aus, so dass es im Durchschnitt eine gleichbleibende Wassertemperatur von 8 bis 12 Graden hat - ein optimaler Energiespeicher. Anders als bei anderen Arten von Wärmepumpen wird nicht die Salzlake zur Übertragung der absorbierten Energie verwendet, sondern das Gras.

Daher funktioniert die Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit einem offenem Kreislauf. Daher muss die Bohrung für den Schacht grosszügig ausgelegt sein, damit eine konstante Wassermenge einfließen kann und ein ausreichender Hochdruckstrom sichergestellt ist. Über eine Brunnenspritze wird das Trinkwasser aus dem Einlaufbrunnen - meist aus einer Tiefe von bis zu 20 m - in die Wärmepumpe gepumpt.

In den Leitungen innerhalb der Wärmepumpe wird nun mit dem Wärmetauscher die Grundwasserwärme an das Kühlmittel übertragen. Bei der Rückführung des gekühlten Wassers in den Grundwasserstrom über einen sogenannten Absorptionsbrunnen wird das Kühlmittel an den Kompressor weitergegeben. Während dieses Prozesses erhöht sich die Lufttemperatur so weit, dass es völlig ausreicht, die Heizungstemperatur des Heizkreises zu regeln.

Durch die Absaugung des Grund-Wassers kann der Zyklus von neuem begonnen werden. Allerdings wird für den Betreiben der Wärmepumpe eine Fremdenergiequelle benötigt. Sind jedoch alle Bedingungen bestens gegeben, werden die Strompreise für den WP-Betriebs begrenzt - für die Produktion von 5 kWh WP ist ein Stromverbrauch von 1 kWh erforderlich.

Die Effizienz einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe hängt zum einen von der Quantität des Wassers und zum anderen von der Beschaffenheit des Wassers ab. Mit zunehmender Quantität, Güte und Temperierung im optimalen Bereich, je größer der Effizienz der Wärmepumpe und der Verbraucher. Mit einer guten Trinkwasserqualität und einem hohen Wasserspiegel wird die bestmögliche Ökonomie erzielt.

Die Verunreinigung des Grundwassers ist jedoch schädlich für die Leistungsfähigkeit. Es ist daher ratsam, vor der Inbetriebsetzung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe eine Probe zu entnehmen. Zuviel Feststoffe, Eis oder Mangan im Wasser führen später zu erhöhten Instandhaltungskosten (Pumpenverschleiß, Ockerbildung) und reduzieren die Rentabilität. Für das Bohren in mehr als 20 Meter Tiefe ist eine Wärmepumpe für Wasser/Wasser aufgrund der höheren Bohrungskosten in der Praxis in der Regel nicht sinnvoll.

Es ist auch zu berücksichtigen, dass für das Bohren der beiden Bohrungen (Einlauf- und Schluckbrunnen) die Zustimmung der Unterwasserbehörde einzuholen ist. Allerdings ist die Beanspruchung des Gebäudes durch eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe heute nur noch von untergeordneter Bedeutung. Gute Wärmedämmung ist auch für den Neubau einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe von Vorteil, denn die strukturellen Maßnahmen und der Platzbedarf für die Technologie sind minimal.

Für Objekte, die bereits über einen Brunnen im Grundwasser verfügt, kann dieser in der Praxis auch genutzt werden, so dass nur ein Bohrloch gebohrt werden muss.

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