Widerruf Darlehen Urteile

Urteile über Widerrufsdarlehen

Hier finden Sie aktuelle Urteile zum Thema "Widerruf von Darlehensverträgen". Die Kanzlei hat vor dem Landgericht Stuttgart ein wegweisendes Urteil gegen die Commerz Finanz in Sachen Widerruf von Pkw-Krediten erstritten. Der Kreditnehmer kann durch den Widerruf der Vereinbarung von dem derzeit niedrigen Zinsniveau profitieren. Rechtsanwalt zum Widerruf von Immobilienkrediten: Sowohl in der Anweisung selbst als auch im Darlehensvertrag treten auf.

Positiventscheid des Oberlandesgerichts Stuttgart zum Widerruf von Darlehen

München, 04.02. 2016: Das OLG Stuttgart hat zum Themenbereich Kreditkündigung eine verbraucherfreundliche Entscheidung getroffen. Mit Beschluss des Oberlandesgerichtes Stuttgart vom 29. September 2015, Ref. 6 U 21/15, konnte ein Konsument seinen Kreditvertrag mit der Hausbank auch Jahre nach Abschluss aufkündigen. Die Widerrufserklärung, nach der die in der Widerrufserklärung beschriebene Frist "einen Tag danach" die in der Widerrufserklärung genannten Umstände "aber nicht vor dem Tag des Vertragsabschlusses " erlitten hat, verstößt gegen das Erfordernis der Klarheit.

Konsumenten, deren Leihverträge eine falsche Kündigungsanweisung enthalten, haben daher wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit, ihre Rechte durchzusetzen. Die in der Rechtssache angewandte Anweisung könnte nach Ansicht des OLG Stuttgart dazu führen, dass der Konsument nicht versteht, dass der Tag, an dem der Vertrag abgeschlossen wurde, bei der Berechnung der Frist berücksichtigt werden sollte.

Der Berufungsgerichtshof hat in seinem Beschluss auch festgestellt, dass der Widerruf auch nach Abschluß einer Aufhebungsvereinbarung möglich ist, dass die Wahrnehmung des Widerspruchsrechts des Klägers nicht gegen den guten Willen verstößt und dass er nicht auferlegt wurde. Damit hat das OLG Stuttgart die Erstinstanzentscheidung bestätigt, nach der die Antragsteller die für die frühzeitige Repatriierung gezahlten Stornogebühren aufgrund des effektiven Widerspruchs wieder einfordern können.

Im Prinzip haben diejenigen Kundinnen und Konsumenten, die nach dem 1. November 2002 ihr Darlehen aufgenommen haben, bei unzureichender Information des Verbrauchers über sein Rücktrittsrecht noch immer die Wahl, vom Kreditvertrag zurückzutreten. Unglücklicherweise wird diese Rücktrittsmöglichkeit wahrscheinlich durch ein einschlägiges Recht aufgehoben.

Gemäß einem Bundeskabinettbeschluss soll der Konsument nur drei Monaten nach Wirksamwerden des entsprechenden Rechts von seinem eventuell noch vorhandenen Rücktrittsrecht bei bereits existierenden Kreditverträgen Gebrauch machen kann. Bisher ist vorgesehen, dass das dazugehörige Recht am 21. März 2016 inkrafttreten wird. Alte Verträge wären in diesem Falle voraussichtlich nur bis zum 21. Juni 2016 widerruflich.

Ist das Darlehen bereits getilgt und eine vorzeitige Rückzahlungsstrafe gezahlt worden, kann diese bei Bedarf auch wieder eingezogen werden. Darüber hinaus hat der Konsument prinzipiell die Chance, die von der Hausbank in Anspruch genommenen Vorteile zu haben.

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