Wie Teuer ist Strom

Inwiefern ist Strom teuer?

Aber wie teuer ist Strom für deutsche Auswanderer im Ausland eigentlich? Der Strompreis und die Art und Weise, wie er wieder aufgeladen wird, sind entscheidende Faktoren dafür, wie teuer jeder gefahrene Kilometer ist. Der Strom kostet durchschnittlich sieben Prozent mehr und das Gas drei Prozent mehr. ist aufgrund der deutlich höheren Brennstoffkosten deutlich teurer als Erdgas und Heizöl.

Deshalb ist Strom so teuer.

Der Strom muss erschwinglich sein, verlangen Politikern aller Seiten. Aber die Wirklichkeit ist anders: Die steigenden Energiepreise sind seit Jahren eine Belastung für die Konsumenten. Nach Angaben des Vergleichsportals Verivox gibt es hier eine große Unrechtmäßigkeit - und es gibt große Differenzen bei den Strommengen, je nach Wohn- und Einkommensort! "Eine Absurdität ist es eigentlich: Der Zustand des Staates hat im Strom keine lebenswichtige Ware.

Wenn Strom - wie Lebensmittel - unter den ermäßigten Umsatzsteuersatz von sieben Prozentpunkten fällt, wäre er viel billiger. Denn der Elektrizitätspreis besteht nun aus acht unterschiedlichen Steuer-, Abgabe- oder Zuteilungsregelungen, die zusammen 56 Prozentpunkte des Strompreises betragen. Er ist mit 19 Prozentpunkten des Nettostrompreises vollständig ausstehend.

Besonders störend aus Verbrauchersicht: Die Umsatzsteuer wird auch der Elektrizitätssteuer, der EEG-Abgabe & Co. zugerechnet und damit der Strom de facto doppelbesteuert. Das heißt für die Kasse, je teurer die Stromsteuern, umso teurer sind die Mehrwerterträge. "Plötzlich müssten alle Haushalte in Deutschland zehn Prozentpunkte weniger für Strom zahlen, wenn der gesetzgeberisch notwendig wäre", berechnet Mathias Köster-Niechziol, Energierexperte bei Verivox.

Vielmehr werden Schnittblümchen, alte Gefäße und Stofftiere mit einem reduzierten Satz besteuert, Strom jedoch nicht. "Aber wie viel die Konsumenten für ihren Strom bezahlen müssen, ist auch davon abhängig, wo sie wohnen. Neben Abgaben und Gebühren unterliegt der Strom auch Netzentgelten für den Stromtransport, die rund ein Viertel der Strompreise betragen und von Region zu Region zum Teil sehr unterschiedlich sind.

Eine Dreierfamilie mit einem jährlichen Stromverbrauch von 4000 kWh in Bremen zahlt im Durchschnitt 185 EUR pro Jahr an Netzpreis. Ein und derselbe Hausstand hat in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittliche jährliche Ausgaben von 318 EUR. "Drei Hauptfaktoren sind für die hohen Einspeisevergütungen verantwortlich: der kräftige Anstieg der erneuerbaren Energieträger, eine niedrige Einwohnerdichte und die Abwertung der Einspeisevergütung für Netzstrom.

An der unteren Grenze der Kaufkraft-Skala haben die höheren Strompreise die größten Auswirkungen. Damit kann ein Hartz IV-Empfänger des derzeitigen Normalsatzes von 416 EUR 35,09 EUR ausschließlich mathematisch für Strom aufwenden. So betragen die Strompreise eines Einfamilienhauses mit einem Stromverbrauch von 1500 Kilowattstunden im Durchschnitt 40,33 EUR pro Jahr.

Dies sind 15 Prozentpunkte mehr als der Normalsatz. Im Bereich der Basisversorgung liegen die realen Strompreise von 44,25 EUR noch um 26 aufwärts. Dadurch sind die einkommensschwachen Haushalten weiterhin an ihren lokalen Stromlieferanten gekoppelt und werden dort in der Regelfall zu den Grundversorgungsbedingungen versorgt. Allerdings ist dies die mit weitem Abstand kostenintensivste Form der Stromgewinnung.

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